Die Revanche misslingt: Der TSB Gmünd ist noch nicht in Topspiel-Form

Mit 32:36 (12:16) verliert der TSB Gmünd binnen eines Monats auch das zweite Duell gegen den TuS Steißlingen. In ihrer stärksten Phase nach der Halbzeitpause verpassten es die Jets, den dauerhaften Rückstand umzubiegen und kassieren somit einen herben Dämpfer vor dem Gipfeltreffen mit der HSG Albstadt am kommenden Sonntag.

Einen Schritt nach vorne, direkt wieder einen zurück: Auch nach dem überzeugenden 31:23-Jahresauftakt gegen die MTG Wangen will sich der erhoffte Lauf in einer extrem ausgeglichenen Liga nicht einstellen. Drei seiner vergangenen sechs Partien hat der TSB Gmünd verloren, zwei davon gegen den TuS Steißlingen. Der starke Aufsteiger bleibt ein rotes Tuch für die Mannschaft von Trainer Aaron Fröhlich, die am Samstagabend in alte Muster der 33:35-Hinspielniederlage zurückfiel.
 

Hohe Fehlerquote, geringe Effektivität

Über die gesamten 60 Minuten war es dem TSB kein einziges Mal gelungen, selbst in Führung zu gehen. Die Gmünder Abwehr konnte ihren starken Eindruck der Vorwoche nicht bestätigen, keine Umstellung brachte dauerhafte Stabilität. Starke Phasen gab es zwar, doch sie waren zu kurz und gleichzeitig verpasste man es, daraus auch Kapital zu schlagen. Denn die Gmünder Schützen hatten keinen guten Tag erwischt: Zwar avancierte Niklas Burtsche mit 13 Treffern zum besten Werfer des Spiels, ließ aber auch zahlreiche freie Chancen liegen – ein ungewohntes Bild für den Linksaußen.
Bis zum 3:3 (6.) konnten die von Tom Abt angeführten Gäste noch gleichziehen. Der Spielmacher agierte an der Spitze der längst erprobten 5-1-Deckung, auf der rechten Seite erhielt der wiedergenesene Patrick Watzl von Beginn an das Vertrauen. Doch weder spielerisch noch emotional fand der TSB echten Zugriff auf das Spiel. Den plötzlichen 3:6-Rückstand (9.) beantwortete Burtsche zunächst mit zwei schnellen Gegenstößen, doch in Unterzahl verlor der TSB völlig den Zugriff. Einzig Stefan Scholz fand offensiv eine Lücke, scheiterte aus spitzem Winkel allerdings an Torwart Leon Sieck und im direkten Gegenzug setzte es das 5:10 (15.).
 

Rote Karte schwächt den TSB zusätzlich

Der TSB zeigte Moral, doch die versuchte Aufholjagd wurde immer wieder jäh unterbrochen. Burtsche setzte einen Siebenmeter unglücklich an den Pfosten, traf nach sieben torlosen Minuten immerhin zum 6:11 (18.). Weil sich die Gmünder Abwehr inklusive Rückhalt Daniel Mühleisen kurzzeitig steigerte, bot sich prompt die nächste Chance zum Tempo-Gegenstoß. Doch dieses Mal blieb TuS-Keeper Sieck der Sieger gegen Burtsche. Umgekehrt setzte Mühleisen ein wichtiges Signal, als er sowohl beim Siebenmeter von Robin Schmidt als auch bei dessen Nachwurf reaktionsschnell das Bein hoch riss.
 
Nachdem Burtsche und Abt auf drei Tore verkürzt hatte, folgte prompt der nächste Rückschlag. Andreas Maier ging den Steißlinger Rückraumhünen Florian Riegler beim Wurfversuch an, nach kurzer Beratung entschieden die Schiedsrichter auf Rot – bereits die vierte Disqualifikation in dieser Saison für den Gmünder Abwehrchef. Für das Team die nächste schwere Hypothek neben dem 12:16-Pausenstand.
 

Die große Chance nach der Pause

Dennoch blieb der TSB unbeirrt und hätte der Begegnung eine völlig andere Wendung verleihen können. Hellwach kehrten die Gmünder aus der Kabine zurück und erzwangen einige Ballgewinne. Einen davon nutzte Abt, um über das ganze Feld hinweg ins leerstehende Tor zum 15:17 (32.) einzuwerfen. Der TSB war aufmerksamer, aggressiver und schneller auf den Beinen. Doch genau die stärkste Phase stand sinnbildlich für einen aus Gmünder Sicht gebrauchten Abend. Der vermeintliche Anschlusstreffer von Abt wurde wegen eines Schrittfehlers abgepfiffen. Burtsche traf zweimal nur das Aluminium, vom anderen Flügel scheiterte Watzl am Pfosten und Bächle an Sieck. Der Aufwand war enorm, doch der TSB stand sich selbst im Wege.
Zehn Minuten lang waren die Gmünder ganz dicht dran. Durch einen unglücklichen Abpraller sowie einen Gegenstoß fielen sie dennoch wieder auf 19:23 (40.) zurück. Die mühsam gewonnene Sicherheit ging wieder verloren, viele Fehler schlichen sich ins Angriffsspiel ein. Mit purer Kraft hielten Kai Schäffner und Abt ihr Team im Rennen. Umgekehrt wurde der TSB zu oft über den Kreis überwunden, auf insgesamt neun Treffer brachte es Steißlingens Zielspieler Daniel Weber. Daran konnte auch der eingewechselte Tormann Tobias Klemm nichts ändern.
 
Die Gmünder ließen sich nicht hängen, probierten es mit einer offenen Manndeckung und tasteten sich durch Routinier Bächle tatsächlich noch einmal auf 27:29 (51.) heran. Doch die Hoffnung schwand schnell wieder. TSB-Eigengewächs Kai Kiesel wurde in die Abwehr gebracht, handelte sich aber prompt eine Zeitstrafe ein. Mit einem Mann mehr machten die Hausherren schließlich den Deckel drauf. Auf das 28:33 (56.) antwortete der TSB nochmals mit schnellen Toren. Doch dass Burtsche noch zwei weitere Gegenstöße völlig alleingelassen vergab, passte ins Bild dieser verdienten Niederlage.
 

Spitzengruppe enger denn je – Primus Albstadt wartet

Da die Konkurrenten allesamt gepunktet haben, rutscht der TSB Gmünd mit nun 23:11 Punkten vom zweiten auf den fünften Tabellenplatz ab. Nur noch ganz dicht vor dem Siebten Steißlingen (22:14), allerdings auch bei einem absolvierten Spiel weniger. Die Konstanz eines Spitzenteams sucht der TSB Gmünd derzeit vergebens. Am kommenden Sonntag (17 Uhr / Große Sporthalle) wartet die schwerste Aufgabe. Gegen die HSG Albstadt (27:9) hätte es ein direktes Duell um die Tabellenspitze sein können, stattdessen wird es ein Stimmungstest für die wankelmütigen Gmünder.
Mit 32:36 (12:16) verliert der TSB Gmünd binnen eines Monats auch das zweite Duell gegen den TuS Steißlingen. In ihrer stärksten Phase nach der Halbzeitpause verpassten es die Jets, den dauerhaften Rückstand umzubiegen und kassieren somit einen herben Dämpfer vor dem Gipfeltreffen mit der HSG Albstadt am kommenden Sonntag.

Einen Schritt nach vorne, direkt wieder einen zurück: Auch nach dem überzeugenden 31:23-Jahresauftakt gegen die MTG Wangen will sich der erhoffte Lauf in einer extrem ausgeglichenen Liga nicht einstellen. Drei seiner vergangenen sechs Partien hat der TSB Gmünd verloren, zwei davon gegen den TuS Steißlingen. Der starke Aufsteiger bleibt ein rotes Tuch für die Mannschaft von Trainer Aaron Fröhlich, die am Samstagabend in alte Muster der 33:35-Hinspielniederlage zurückfiel.
 

Hohe Fehlerquote, geringe Effektivität

Über die gesamten 60 Minuten war es dem TSB kein einziges Mal gelungen, selbst in Führung zu gehen. Die Gmünder Abwehr konnte ihren starken Eindruck der Vorwoche nicht bestätigen, keine Umstellung brachte dauerhafte Stabilität. Starke Phasen gab es zwar, doch sie waren zu kurz und gleichzeitig verpasste man es, daraus auch Kapital zu schlagen. Denn die Gmünder Schützen hatten keinen guten Tag erwischt: Zwar avancierte Niklas Burtsche mit 13 Treffern zum besten Werfer des Spiels, ließ aber auch zahlreiche freie Chancen liegen – ein ungewohntes Bild für den Linksaußen.
Bis zum 3:3 (6.) konnten die von Tom Abt angeführten Gäste noch gleichziehen. Der Spielmacher agierte an der Spitze der längst erprobten 5-1-Deckung, auf der rechten Seite erhielt der wiedergenesene Patrick Watzl von Beginn an das Vertrauen. Doch weder spielerisch noch emotional fand der TSB echten Zugriff auf das Spiel. Den plötzlichen 3:6-Rückstand (9.) beantwortete Burtsche zunächst mit zwei schnellen Gegenstößen, doch in Unterzahl verlor der TSB völlig den Zugriff. Einzig Stefan Scholz fand offensiv eine Lücke, scheiterte aus spitzem Winkel allerdings an Torwart Leon Sieck und im direkten Gegenzug setzte es das 5:10 (15.).
 

Rote Karte schwächt den TSB zusätzlich

Der TSB zeigte Moral, doch die versuchte Aufholjagd wurde immer wieder jäh unterbrochen. Burtsche setzte einen Siebenmeter unglücklich an den Pfosten, traf nach sieben torlosen Minuten immerhin zum 6:11 (18.). Weil sich die Gmünder Abwehr inklusive Rückhalt Daniel Mühleisen kurzzeitig steigerte, bot sich prompt die nächste Chance zum Tempo-Gegenstoß. Doch dieses Mal blieb TuS-Keeper Sieck der Sieger gegen Burtsche. Umgekehrt setzte Mühleisen ein wichtiges Signal, als er sowohl beim Siebenmeter von Robin Schmidt als auch bei dessen Nachwurf reaktionsschnell das Bein hoch riss.
 
Nachdem Burtsche und Abt auf drei Tore verkürzt hatte, folgte prompt der nächste Rückschlag. Andreas Maier ging den Steißlinger Rückraumhünen Florian Riegler beim Wurfversuch an, nach kurzer Beratung entschieden die Schiedsrichter auf Rot – bereits die vierte Disqualifikation in dieser Saison für den Gmünder Abwehrchef. Für das Team die nächste schwere Hypothek neben dem 12:16-Pausenstand.
 

Die große Chance nach der Pause

Dennoch blieb der TSB unbeirrt und hätte der Begegnung eine völlig andere Wendung verleihen können. Hellwach kehrten die Gmünder aus der Kabine zurück und erzwangen einige Ballgewinne. Einen davon nutzte Abt, um über das ganze Feld hinweg ins leerstehende Tor zum 15:17 (32.) einzuwerfen. Der TSB war aufmerksamer, aggressiver und schneller auf den Beinen. Doch genau die stärkste Phase stand sinnbildlich für einen aus Gmünder Sicht gebrauchten Abend. Der vermeintliche Anschlusstreffer von Abt wurde wegen eines Schrittfehlers abgepfiffen. Burtsche traf zweimal nur das Aluminium, vom anderen Flügel scheiterte Watzl am Pfosten und Bächle an Sieck. Der Aufwand war enorm, doch der TSB stand sich selbst im Wege.
Zehn Minuten lang waren die Gmünder ganz dicht dran. Durch einen unglücklichen Abpraller sowie einen Gegenstoß fielen sie dennoch wieder auf 19:23 (40.) zurück. Die mühsam gewonnene Sicherheit ging wieder verloren, viele Fehler schlichen sich ins Angriffsspiel ein. Mit purer Kraft hielten Kai Schäffner und Abt ihr Team im Rennen. Umgekehrt wurde der TSB zu oft über den Kreis überwunden, auf insgesamt neun Treffer brachte es Steißlingens Zielspieler Daniel Weber. Daran konnte auch der eingewechselte Tormann Tobias Klemm nichts ändern.
 
Die Gmünder ließen sich nicht hängen, probierten es mit einer offenen Manndeckung und tasteten sich durch Routinier Bächle tatsächlich noch einmal auf 27:29 (51.) heran. Doch die Hoffnung schwand schnell wieder. TSB-Eigengewächs Kai Kiesel wurde in die Abwehr gebracht, handelte sich aber prompt eine Zeitstrafe ein. Mit einem Mann mehr machten die Hausherren schließlich den Deckel drauf. Auf das 28:33 (56.) antwortete der TSB nochmals mit schnellen Toren. Doch dass Burtsche noch zwei weitere Gegenstöße völlig alleingelassen vergab, passte ins Bild dieser verdienten Niederlage.
 

Spitzengruppe enger denn je – Primus Albstadt wartet

Da die Konkurrenten allesamt gepunktet haben, rutscht der TSB Gmünd mit nun 23:11 Punkten vom zweiten auf den fünften Tabellenplatz ab. Nur noch ganz dicht vor dem Siebten Steißlingen (22:14), allerdings auch bei einem absolvierten Spiel weniger. Die Konstanz eines Spitzenteams sucht der TSB Gmünd derzeit vergebens. Am kommenden Sonntag (17 Uhr / Große Sporthalle) wartet die schwerste Aufgabe. Gegen die HSG Albstadt (27:9) hätte es ein direktes Duell um die Tabellenspitze sein können, stattdessen wird es ein Stimmungstest für die wankelmütigen Gmünder.

TuS Steißlingen – TSB Jets 36:32 (16:12)

TuS: Leon Sieck, Erik Seeger, Lukas Ring – Daniel Weber (9), Robin Schmidt (7/1), Florian Riegler (5), Jannik Hohlweg (4), Samuel Wendel (3), Niklas Ruß (3), Marius Dreher (1), Stefan Maier (1), Cedric Wiedmann (1), Luca Wilke (1), Niklas Bartels (1), Noah Stolpa, Philipp Schäffer
TSB: Daniel Mühleisen (1.-43., 55.-60. Minute), Tobias Klemm (43.-55.) – Niklas Burtsche (13/5), Tom Abt (7), Kai Schäffner (5), Wolfgang Bächle (4), Yannik Leichs (3), Stephan Mühleisen, Kai Kiesel, Andreas Maier, Stefan Scholz, Patrick Watzl, Jonas Waldenmaier, Florian Abele, Simon Neumaier, Arian Pleißner
Siebenmeter: TuS 2/1 – TSB 7/5
Zeitstrafen: TuS 14 Minuten – TSB 10 Minuten
Rote Karte: Andreas Maier (TSB/28./Hartes Foulspiel)
Schiedsrichter: Henrik Rösch (Flein), Dennis Tontsch (Oedheim)
Zuschauer: 350
(Text: Nicolas Schoch - Archivbilder: Frank Bieg)