Ganz dicht steht der TSB Gmünd vor dem Aufstieg und auch die Personalplanungen sind weit fortgeschritten. Das junge Grundgerüst bekennt sich ligaunabhängig zum Verein, Routinier Christian Waibel greift nach seiner schweren Verletzung noch einmal ein – ein starkes Signal für die Zukunft.

Alle erforderlichen Unterlagen für die 3. Liga sind eingereicht, sportlich hat man längst einen Fuß in der Tür und vertraut weiterhin auf das eingespielte, immer noch junge Team. Jürgen Rilli, der Sportliche Leiter des TSB Gmünd, hat seine Kaderplanung noch nicht komplett abgeschlossen. Doch längst steht fest, dass das Grundgerüst vereint bleibt. „Wir konnten alle wichtigen Eckpfeiler halten“, sagt Rilli. Der Stolz darüber ist ihm anzuhören: „Mit der bisherigen Entwicklung und dem, was uns noch bevorsteht, ist das ein richtig cooles Zeichen.“
Die harmonierende Rückraumachse mit Kai Schäffner (24 Jahre), Yannik Leichs (26), Arian Pleißner (22), Tom Abt (23), Patrick Watzl (23) und Stefan Scholz (25) kommen gerade erst ins beste Handballalter. Ebenso wie Linksaußen Niklas Burtsche (24), mit 192/84 Treffern aktuell drittbester Werfer ligaweit, oder Andreas Maier (24) als Allzweckwaffe in Abwehr und Angriff. Sie alle verkörpern die Zukunft des TSB Gmünd. Dass dieses Talent andernorts längst Begehrlichkeiten geweckt haben dürfte, liegt auf der Hand – umso wertvoller ist das klare Bekenntnis zum TSB. „Das spricht für den Charakter dieser Jungs“, so Rilli. „Sie fühlen sich wohl, haben jetzt schon wahnsinnig viel bewegt und wollen weiterhin gemeinsam nach vorne kommen.“
Hinzu kommen die erfahrenen Kräfte. Kreisläufer Jonas Waldenmaier (29), Stammtorwart Daniel Mühleisen (29) sowie Rechtsaußen Wolfgang Bächle (31) sind seit vielen Jahren die großen Konstanten und haben ebenfalls frühzeitig zugesagt. Wie kaum ein anderer steht Christian Waibel für Kontinuität. Der dienstälteste Akteur hatte sich Ende Dezember schwer am Arm verletzt, arbeitet aber bereits an seinem Comeback, um mit bald 38 Jahren weiterhin die Gmünder Abwehr zu sortieren.
Vier Veränderungen im Kader wird es geben, doch der TSB hat bereits vorgesorgt. Kreisläufer Stephan Mühleisen und Torwart Tobias Klemm werden ihre Karriere aus privaten Gründen beenden. Ihre Plätze werden künftig der bereits drittligaerfahrene Sören Winger (22) vom TV Bittenfeld II sowie zwischen den Pfosten Fabian Bauer (22) vom TSV Deizisau einnehmen. Wehmütig blickt der Sportliche Leiter hingegen auf die Abgänge der beiden Talente Simon Neumaier und Florian Abele: „Wir hätten beide gerne gehalten.“ Während es Rechtsaußen Abele aufgrund geringer Einsatzzeiten zum aktuellen Ligakonkurrenten HSG Ostfildern zieht, wagt Neumaier den Sprung zum Drittligisten TSV Neuhausen/Filder – und könnte seinen aktuellen Kollegen schon bald als Gegner gegenübertreten.
Damit es zu diesem Wiedersehen kommt, muss der TSB Gmünd nur noch eines seiner drei verbleibenden Saisonspiele gewinnen. Rilli ist überzeugt, dass „wir gleich den ersten Matchball schon mitnehmen.“ Für das Auswärtsspiel beim TV Neuhausen/Erms am Samstag um 20 Uhr erhofft er sich „ein Feuerwerk“ wie vor zwei Wochen beim 33:28-Sieg in Weinstadt, als 250 Gmünder Fans ihr Team begleitet hatten. Für die nächste Fahrt in den Metzinger Stadtteil hat der TSB in Zusammenarbeit mit der Fahrschule Bischof einen Fanbus organisiert: Die Abfahrt erfolgt um 17.30 Uhr an der Großen Sporthalle, der Unkostenbeitrag beträgt 12 €. Anmeldungen nimmt Holger Sohne unter 0163-6515539 entgegen.

(Text: Nicolas Schoch - Bilder: Frank Bieg)

(Text: Nicolas Schoch - Bilder: Frank Bieg)







































