Ein neuer Anker für Abwehr und Kreis: Sören Winger verstärkt den TSB Gmünd

Jahrelang duellierte sich Sören Winger als Spieler des TV Bittenfeld mit dem TSB Gmünd – künftig trägt er selbst das Trikot der Jets. Der 22-Jährige schließt eine Schwachstelle im Team, bringt neue Flexibilität und will selbst den nächsten Entwicklungsschritt gehen.

Sieben Spieltage stehen noch aus und für den TSB Gmünd ist die Chance, erstmals in die 3. Liga aufzusteigen, so groß wie noch nie zuvor. Da ist es schon ein erster Fingerzeig, dass sich der Regionalliga-Tabellendritte bereits mit einem Akteur verstärkt, der sich in der höheren Spielklasse bestens auskennt. Sören Winger hat es seinen künftigen Teamkollegen vorgemacht, schaffte voriges Jahr mit dem TV Bittenfeld II den großen Sprung und auch der Drittliga-Verbleib ist für den Bundesliga-Unterbau längst so gut wie sicher.
Ligaunabhängig hat der Kreisläufer dem TSB Gmünd seine Zusage gegeben, darauf weist der Sportliche Leiter Jürgen Rilli. "Er braucht einen Verein, in dem er vermehrt Spielpraxis bekommt und über diese Entwicklung kommt dann auch der Erfolg", so Jürgen Rilli. Er sieht als absoluten Beleg dafür, welche Top-Adresse der TSB Gmünd inzwischen geworden ist. Was besonders am Trainer Aaron Fröhlich liegt, der sich als Talentförderer hervortut. Unvergleichlich ist der Weg aus dem Abstiegskampf bis in die Spitzengruppe der Regionalliga innerhalb von nur anderthalb Jahren.
 

Vom Gegner zum Baustein der Zukunft

Oft sind es im Handball einzelne Szenen, die lange hängen bleiben. Im März 2022 hatte Aaron Fröhlich den TSB in letzter Sekunde mit einem kräftigen Stemmwurf zum 28:27-Heimsieg gegen Bittenfeld II getroffen. Schmerzhaft für Sören Winger auf Seiten der Gäste. Damals noch A-Jugendlicher, weiß er aus den vergangenen Spielzeiten nur allzu gut, was ihn aber der neuen Saison in der Großen Sporthalle erwartet. "Auf diese heißen Duelle gegen eine starke junge Mannschaft hat man sich immer gefreut", schwärmt der TSB-Neuzugang: "Wie Aaron nun auch an der Seitenlinie agiert und die Mannschaft unterstützt, das ist das, was ich sehr an einem Trainer schätze." Ein Eindruck, der sich im Probetraining weiter verfestigt hat. "Er hat wirklich immer einen Plan im Hinterkopf und die Gmünder Mannschaft hat einen großen Schritt voraus gemacht."
Hochmotiviert, top ausgebildet und aus der Region stammend: Der 1,90 Meter-Mann aus Winnenden, der zum Beginn der neuen Saison 23 Jahre jung sein wird, passt genau ins Gmünder Anforderungsprofil. "Wir wollen eine erfolgreiche Ära prägen", sagt der Sportliche Leiter Jürgen Rilli, "und Sören passt da hundertprozentig hinein. Als menschliche Größe, als kompletter Spieler, als absoluter Teamplayer und Kämpfer, für den Handball an oberster Stelle steht." Große Worte, die der Neue gerne hört und auch zurückzahlen möchte. Als abwehrstarker Kreisläufer soll dieser eine Schwachstelle im Gmünder Spiel beheben. Nämlich den Spezialistenwechsel zwischen Abwehr und Angriff, auf den sich längst viele Gegner eingestellt haben. Mit Winger soll sich das ändern: Stabiler im Zentrum, variabler im Spiel nach vorne.


Der Wunsch nach mehr Verantwortung

Zumal Winger seine Qualitäten auf hohem Niveau längst bewiesen hat und enormes Potenzial besitzt. Zehn Jahre lang wurde er beim TV Bittenfeld ausgebildet, war vier Jahre lang ein wichtiger Faktor in der zweiten Mannschaft. Auch der ältere Bruder Niklas Winger entstammt der Bittenfelder Talentschmiede, ist inzwischen für die TSG Söflingen II in der Landesliga aktiv. "Rein handballerisch war es das Beste, was mir hätte passieren können", sagt Sören Winger, der beim Profiverein bereits mit seinen künftigen TSB-Kollegen Fabian Bauer und Andreas Maier zusammen spielte. "Ich bin super gefördert worden, habe alle Jugenden durchlaufen und habe immer in den höchsten Ligen gespielt."
Dass er dennoch eine neue Herausforderung suchte, hat einen Grund. Seit dem Aufstieg in die Drittklassigkeit wird er meist nur noch defensiv eingesetzt: "Doch ich bin jetzt in dem Alter, in dem ich auf jeden Fall auch im Angriff die Spielzeit brauche, um mich weiterzuentwickeln." Beim TSB will er mehr Minuten, mehr Verantwortung, mehr Erfolg. Winger ist kein Spieler, der in die Abwehr "muss" – sondern einer, der sie liebt. "Es war schon immer so, dass es mir Bock macht, die Gegner zu kontrollieren und dahin zu steuern, wo wir sie haben wollen." Gemeinsam mit Abwehrchef Maier könnte beim TSB bald ein Bollwerk stehen, das den gegnerischen Angreifern keine Luft zum Atmen lässt. Eine Vorstellung, der Winger schon jetzt entgegen fiebert: "Ich kenne Andi schon bestens, er ist ein Monster in der Abwehr. Zusammen können wir sicher eine ordentliche Abwehr bilden, die viele Gegner verunsichern wird."
 

Das "Ja-Wort" zum TSB ist ligaunabhängig

Ob dies dann in der dritten oder vierten Liga der Fall sein wird, wird der TSB in den nächsten zwei Monaten entscheiden. Besonders beim bevorstehenden Spitzenspiel gegen den TVS Baden-Baden am Samstag (19:30 Uhr / Große Sporthalle) wird der Noch-Bittenfelder Winger aufmerksam mitfiebern: "Seit der Wechsel klar ist, blicke ich jede Woche auf die Spielstände. Es wäre natürlich cool, wenn der TSB den Aufstieg schafft. Falls nicht, dann freue ich mich auch darauf, diesen Schritt dann auch selbst mit dieser Mannschaft gehen zu können."
 
Denn genau darum geht es beiden Seiten: Perspektive und gemeinsamer Erfolg. Kein schneller Wechsel für kurzfristige Vorteile, sondern eine bewusste Entscheidung für den Gmünder Weg. "Das Finanzielle stand für mich nicht im Vordergrund", erklärt Winger ganz offen: "Wie schon in Bittenfeld treffe ich auf eine junge Truppe mit Potenzial, in der alle an einem Strang ziehen und die gemeinsam Großes erreichen wollen. Ich freue mich auf die Zeit und bin offen für diese neue Etappe."
Jahrelang duellierte sich Sören Winger als Spieler des TV Bittenfeld mit dem TSB Gmünd – künftig trägt er selbst das Trikot der Jets. Der 22-Jährige schließt eine Schwachstelle im Team, bringt neue Flexibilität und will selbst den nächsten Entwicklungsschritt gehen.

Sieben Spieltage stehen noch aus und für den TSB Gmünd ist die Chance, erstmals in die 3. Liga aufzusteigen, so groß wie noch nie zuvor. Da ist es schon ein erster Fingerzeig, dass sich der Regionalliga-Tabellendritte bereits mit einem Akteur verstärkt, der sich in der höheren Spielklasse bestens auskennt. Sören Winger hat es seinen künftigen Teamkollegen vorgemacht, schaffte voriges Jahr mit dem TV Bittenfeld II den großen Sprung und auch der Drittliga-Verbleib ist für den Bundesliga-Unterbau längst so gut wie sicher.
Ligaunabhängig hat der Kreisläufer dem TSB Gmünd seine Zusage gegeben, darauf weist der Sportliche Leiter Jürgen Rilli. "Er braucht einen Verein, in dem er vermehrt Spielpraxis bekommt und über diese Entwicklung kommt dann auch der Erfolg", so Jürgen Rilli. Er sieht als absoluten Beleg dafür, welche Top-Adresse der TSB Gmünd inzwischen geworden ist. Was besonders am Trainer Aaron Fröhlich liegt, der sich als Talentförderer hervortut. Unvergleichlich ist der Weg aus dem Abstiegskampf bis in die Spitzengruppe der Regionalliga innerhalb von nur anderthalb Jahren.
 

Vom Gegner zum Baustein der Zukunft

Oft sind es im Handball einzelne Szenen, die lange hängen bleiben. Im März 2022 hatte Aaron Fröhlich den TSB in letzter Sekunde mit einem kräftigen Stemmwurf zum 28:27-Heimsieg gegen Bittenfeld II getroffen. Schmerzhaft für Sören Winger auf Seiten der Gäste. Damals noch A-Jugendlicher, weiß er aus den vergangenen Spielzeiten nur allzu gut, was ihn aber der neuen Saison in der Großen Sporthalle erwartet. "Auf diese heißen Duelle gegen eine starke junge Mannschaft hat man sich immer gefreut", schwärmt der TSB-Neuzugang: "Wie Aaron nun auch an der Seitenlinie agiert und die Mannschaft unterstützt, das ist das, was ich sehr an einem Trainer schätze." Ein Eindruck, der sich im Probetraining weiter verfestigt hat. "Er hat wirklich immer einen Plan im Hinterkopf und die Gmünder Mannschaft hat einen großen Schritt voraus gemacht."
Hochmotiviert, top ausgebildet und aus der Region stammend: Der 1,90 Meter-Mann aus Winnenden, der zum Beginn der neuen Saison 23 Jahre jung sein wird, passt genau ins Gmünder Anforderungsprofil. "Wir wollen eine erfolgreiche Ära prägen", sagt der Sportliche Leiter Jürgen Rilli, "und Sören passt da hundertprozentig hinein. Als menschliche Größe, als kompletter Spieler, als absoluter Teamplayer und Kämpfer, für den Handball an oberster Stelle steht." Große Worte, die der Neue gerne hört und auch zurückzahlen möchte. Als abwehrstarker Kreisläufer soll dieser eine Schwachstelle im Gmünder Spiel beheben. Nämlich den Spezialistenwechsel zwischen Abwehr und Angriff, auf den sich längst viele Gegner eingestellt haben. Mit Winger soll sich das ändern: Stabiler im Zentrum, variabler im Spiel nach vorne.


Der Wunsch nach mehr Verantwortung

Zumal Winger seine Qualitäten auf hohem Niveau längst bewiesen hat und enormes Potenzial besitzt. Zehn Jahre lang wurde er beim TV Bittenfeld ausgebildet, war vier Jahre lang ein wichtiger Faktor in der zweiten Mannschaft. Auch der ältere Bruder Niklas Winger entstammt der Bittenfelder Talentschmiede, ist inzwischen für die TSG Söflingen II in der Landesliga aktiv. "Rein handballerisch war es das Beste, was mir hätte passieren können", sagt Sören Winger, der beim Profiverein bereits mit seinen künftigen TSB-Kollegen Fabian Bauer und Andreas Maier zusammen spielte. "Ich bin super gefördert worden, habe alle Jugenden durchlaufen und habe immer in den höchsten Ligen gespielt."
Dass er dennoch eine neue Herausforderung suchte, hat einen Grund. Seit dem Aufstieg in die Drittklassigkeit wird er meist nur noch defensiv eingesetzt: "Doch ich bin jetzt in dem Alter, in dem ich auf jeden Fall auch im Angriff die Spielzeit brauche, um mich weiterzuentwickeln." Beim TSB will er mehr Minuten, mehr Verantwortung, mehr Erfolg. Winger ist kein Spieler, der in die Abwehr "muss" – sondern einer, der sie liebt. "Es war schon immer so, dass es mir Bock macht, die Gegner zu kontrollieren und dahin zu steuern, wo wir sie haben wollen." Gemeinsam mit Abwehrchef Maier könnte beim TSB bald ein Bollwerk stehen, das den gegnerischen Angreifern keine Luft zum Atmen lässt. Eine Vorstellung, der Winger schon jetzt entgegen fiebert: "Ich kenne Andi schon bestens, er ist ein Monster in der Abwehr. Zusammen können wir sicher eine ordentliche Abwehr bilden, die viele Gegner verunsichern wird."
 

Das "Ja-Wort" zum TSB ist ligaunabhängig

Ob dies dann in der dritten oder vierten Liga der Fall sein wird, wird der TSB in den nächsten zwei Monaten entscheiden. Besonders beim bevorstehenden Spitzenspiel gegen den TVS Baden-Baden am Samstag (19:30 Uhr / Große Sporthalle) wird der Noch-Bittenfelder Winger aufmerksam mitfiebern: "Seit der Wechsel klar ist, blicke ich jede Woche auf die Spielstände. Es wäre natürlich cool, wenn der TSB den Aufstieg schafft. Falls nicht, dann freue ich mich auch darauf, diesen Schritt dann auch selbst mit dieser Mannschaft gehen zu können."
 
Denn genau darum geht es beiden Seiten: Perspektive und gemeinsamer Erfolg. Kein schneller Wechsel für kurzfristige Vorteile, sondern eine bewusste Entscheidung für den Gmünder Weg. "Das Finanzielle stand für mich nicht im Vordergrund", erklärt Winger ganz offen: "Wie schon in Bittenfeld treffe ich auf eine junge Truppe mit Potenzial, in der alle an einem Strang ziehen und die gemeinsam Großes erreichen wollen. Ich freue mich auf die Zeit und bin offen für diese neue Etappe."

Steckbrief: Sören Winger

Position: Kreis/Abwehr
Geburtsdatum: 19. Juni 2003
Größe: 1,90 Meter
Wohnort: Winnenden-Birkmannsweiler
Beruf: Lehramt-Student Sport und Wirtschaft (Universität Stuttgart)
Hobbies: Alles was mit Sport zu tun hat, Zeit mit Freunden und Familie
Sportliches Vorbild: Hans Lindberg
Bisherige Vereine: EK Winnenden (2006-2016), TV Bittenfeld (2016-26)
Größte Erfolge: Viertelfinale um die Deutsche A-Jugendmeisterschaft 2022, Drittliga-Aufstieg 2025

(Text: Nicolas Schoch - Bilder: Nicolas Schoch, Archivbilder: Enrico Immer)