Zwischen Vorfreude und Bundesliga-Traum: TSB-Jets reisen zur Endrunde nach Melsungen

Wenn die B-Jugend der TSB Jets am Freitagmittag in den Bus Richtung Hessen steigt, beginnt für viele der Jungs das bislang größte Wochenende ihrer jungen Handball-Karriere. Vom 12. bis 14. Juni kämpft der TSB-Nachwuchs in Melsungen um den Einzug in die Jugend-Bundesliga Handball (JBLH). Unter den letzten 20 Mannschaften Deutschlands werden dabei die verbleibenden sechs Plätze für das deutsche Handball-Oberhaus ausgespielt.

Dass die Jets überhaupt noch im Rennen sind, ist bereits eine bemerkenswerte Geschichte. Schon in der ersten Qualifikationsrunde setzte die Mannschaft ein erstes Ausrufezeichen und gewann die Gruppe in Oftersheim. In der zweiten Runde wartete dann ein ganz anderes Kaliber. Gegen die beiden Nachwuchsleistungszentren SG Pforzheim/Eutingen und SG BBM Bietigheim hielten die Gmünder stark dagegen und sicherten sich am Ende einen herausragenden dritten Platz — verbunden mit dem Ticket für die bundesweite Endrunde.
 
Jetzt wartet die nächste Herausforderung. In der Fünfergruppe „Süd 1“ trifft der TSB auf den VfL Günzburg, die Bonner JSG, Gastgeber MT Melsungen sowie den HV Vallendar. Gespielt wird im Modus Jeder-gegen-Jeden bei einer Spielzeit von zweimal 20 Minuten — intensiv, schnell und körperlich extrem anspruchsvoll. Bereits die Rahmenbedingungen zeigen, welchen Stellenwert dieses Turnier besitzt. Die Mannschaft reist gemeinsam mit dem Bus an, verbringt zwei Übernachtungen vor Ort und erlebt damit erstmals echtes Bundesliga-Flair im Jugendbereich. Vor allem das Spiel gegen Gastgeber MT Melsungen sorgt im Vorfeld für besondere Spannung. Der Nachwuchs des Bundesligisten zählt seit Jahren zu den bekanntesten Adressen im deutschen Jugendhandball. Dass die Gmünder nun auf dieser Bühne stehen, hätte vor einigen Monaten wohl kaum jemand erwartet. Und genau deshalb fährt die Mannschaft mit einer besonderen Mischung aus Lockerheit, Stolz und Vorfreude nach Hessen.
 
„Wir fahren absolut ohne Druck nach Melsungen“, erklärt Coach Michael Hieber vor der Abreise. „Die Jungs haben sich dieses Wochenende in den vergangenen Monaten hart erarbeitet und alle Pflichtaufgaben erfüllt. Jetzt geht es vielmehr darum, dieses Erlebnis gemeinsam zu genießen und sich auf diesem Niveau messen zu dürfen.“ Trotz der starken Konkurrenz will sich der TSB-Nachwuchs keinesfalls verstecken. „Natürlich sehen wir uns in dieser Gruppe als klarer Außenseiter. Dort spielen teilweise absolute Topteams und Nachwuchsleistungszentren aus Deutschland. Trotzdem wollen wir jeden Gegner an unser Limit bringen, immer unsere beste Leistung zeigen und dann schauen, was am Ende möglich ist“, so Hieber weiter. Begleitet wird die Mannschaft von zahlreichen Eltern, Freunden und Fans, die den TSB-Nachwuchs auch in Melsungen lautstark unterstützen werden.
 
Egal, wie diese Endrunde ausgeht — die B-Jugend der TSB Jets Schwäbisch Gmünd hat bereits jetzt bewiesen, dass sie sich mit Leidenschaft, Teamgeist und harter Arbeit ihren Platz unter den besten Nachwuchsmannschaften Deutschlands verdient hat.