Das Perspektivteam des TSB Gmünd hat im Abstiegskampf der Bezirksoberliga ein wichtiges Lebenszeichen gesendet. Nach neun Spielen ohne Sieg führten Felix Daubner und Kai Jaros ihr Team zum erlösenden 30:26 (14:12) gegen den Tabellenletzten HC Winnenden II.

Seit Ende November hatten die Gmünder nur noch zwei Unentschieden für sich verbuchen können und waren bis auf den vorletzten Rang durchgereicht worden. Umso größer war die Erleichterung, als die Durststrecke endlich durchbrochen war. Doch wer gegen das inzwischen abgestiegene Schlusslicht aus Winnenden ein leichtes Spiel erwartet hatte, der irrte. Mit hohem Kampfgeist und starken Eins-gegen-Eins-Situationen hatten die Gäste den TSB II vor eine große Herausforderung gestellt. Ausschlaggebend war letztlich, dass sich in der Endphase beider Halbzeiten die Gmünder Kaderbreite bezahlt machte.

Seit Ende November hatten die Gmünder nur noch zwei Unentschieden für sich verbuchen können und waren bis auf den vorletzten Rang durchgereicht worden. Umso größer war die Erleichterung, als die Durststrecke endlich durchbrochen war. Doch wer gegen das inzwischen abgestiegene Schlusslicht aus Winnenden ein leichtes Spiel erwartet hatte, der irrte. Mit hohem Kampfgeist und starken Eins-gegen-Eins-Situationen hatten die Gäste den TSB II vor eine große Herausforderung gestellt. Ausschlaggebend war letztlich, dass sich in der Endphase beider Halbzeiten die Gmünder Kaderbreite bezahlt machte.
Die Verunsicherung war dem TSB zunächst anzumerken. Zwar legten die Hausherren in den ersten vier Minuten ein 3:1 (5.) vor, doch Winnenden blieb stets dran und hatte die nervös geführte Partie beim 6:7 (17.) auf den Kopf gestellt. Die Gmünder Abwehr agierte zwar offensiv, aber nicht aggressiv genug gegen die wendigen Gästeakteure und kassierte zu viele leichte Tore. Dass der TSB dennoch im Spiel blieb, war der Verdienst von Torwart Tizian Daubner, der zahlreiche Rückraumwürfe entschärfte. So setzten seine Vorderleute ab dem 11:11 (27.) zu einem starken Zwischenspurt an. Die Spielgestalter Kai Jaros und Felix Daubner sorgten innerhalb von nur 60 Sekunden für ein Drei Tore-Polster.
Sinnbildlich allerdings, dass sich die Gmünder nicht weiter absetzen konnte. Tizian Daubner parierte noch einen Strafwurf, doch mit dem letzten Angriff vor der Pause marschierte der beste HC-Werfer Max Dengler ungehindert durch und verkürzte auf 14:12 (30.). Nach dem Seitenwechsel drehten die Gäste den Spieß wieder auf 16:17 (37.) herum. „Gerade im Abstiegskampf darf das nicht sein“, haderte TSB-Trainer Patrick Schamberger: „Da musst du kämpferisch stark sein, um die Oberhand zu behalten.“
Sein Team brauchte viel Geduld und noch mehr Einsatz, um Winnenden doch noch niederzukämpfen. Bis zum 21:21 (44.) stand der Abstiegskrimi auf des Messers Schneide. „Letztlich war unsere Kondition entscheidend“, lobte Schamberger. Besonders mit der Einwechslung von Can Oktay und Moritz Kienzle in den Mittelblock wendete sich das Blatt: „Wir haben endlich den Kampf angenommen, sind vermehrt in den Tempo-Gegenstoß gekommen und konnten uns so Selbstvertrauen holen.“

Als erst Tizian Daubner seinen Zwillingsbruder Felix schnell auf die Reise schickte, in der nächsten Szene Kienzle ein Kreisanspiel abfing und Sebastian Wittek auf 25:21 (51.) erhöhte, da schien die Entscheidung schon zum Greifen nahe. Doch Winnenden bäumte sich abermals auf und kam zum Anschluss. Erst eine Überzahlsituation ließ den TSB aufatmen, weil Jaros von der Siebenmeterlinie nervenstark zum 26:24 (56.) einnetzte. Vier seiner neun Treffer erzielte Jaros in der Schlussphase und ließ die Gmünder aufatmen, bevor Oktay den 30:26-Endstand perfekt machte.
Die Hoffnung ist zurück beim TSB-Perspektivteam, doch die Tabelle spielt weiterhin verrückt. Ebenso wie drei weitere Teams weisen die Gmünder nun 16:26 Punkte auf und müssen weiter Boden gut machen, um den voraussichtlich vier oder sogar fünf Abstiegsplätzen zu entgehen. Am Sonntag (17 Uhr) sich der TSB II an, beim Tabellenvierten SV Magstadt den überraschenden Hinspielerfolg zu wiederholen. „So schwer es auch sein wird“, blickt Schamberger voraus, „wir wollen einen oder zwei Punkte klauen. Wir konzentrieren uns nur auf unsere Leistung, müssen in jedem Spiel weiter fighten und auch schon im Training ein bisschen mehr Härte einbringen, um im Spiel noch besser dafür gewappnet zu sein.“
TSB II: Tizian Daubner, Dennis Slonek – Kai Jaros (9/3), Felix Daubner (8), Noel Reibstein (5), Jonathan Leichs (4), Sebastian Wittek (3), Can Oktay (1), Jonas Stütz, Aaron Wild, Kai Kiesel, Max Wollmann, Moritz Kienzle

(Nicolas Schoch)







































