Der TVS Baden-Baden kennt bereits die 3. Liga – der TSB Gmünd will genau dorthin. Am Samstag um 19:30 Uhr kommt es zum zweiten Aufeinandertreffen der punktgleichen Aufstiegsanwärter. In der Großen Sporthalle haben die „Jets“ ihre Topgegner bislang reihenweise dominiert – und wollen den nächsten großen Schritt folgen lassen.


Die Perfektion bleibt wohl unerreichbar, doch zuletzt waren die TSB Jets nahe dran am stets hohen Limit ihres Trainers. So selbstverständlich der 44:19-Rekordsieg beim nunmehr abgestiegenen Schlusslicht TSV Blaustein wirken mag, umso zufriedener war Aaron Fröhlich: „Wir sind hochkonzentriert gestartet, haben das Spiel körperlich und emotional schnell für uns entschieden. Viel besser kann es nicht laufen.“ Wenngleich in den verbleibenden sieben Spielen wohl deutlich mehr Gegenwehr auf die Gmünder zukommen wird. Das bevorstehende Topspiel gegen den letztjährigen Drittligisten TVS Baden-Baden ist auch für Fröhlich das bisherige Highlight in dieser Saison. „Wir müssen so scharf sein wie noch nie“, hat er seinem Team für das Duell Tabellendritter gegen Vierter eingeimpft.
Ein Heimspieltag mit Entscheidungscharakter
Entsprechend stimmungsvoll wird es am Samstag in der blau-gelben Hochburg zugehen, die bereits in den vergangenen Wochen mit über 600 Zuschauern gut gefüllt war. Schon ab 15:15 Uhr kann die Gmünder B-Jugend in ihrem letzten Saisonspiel gegen den HC Winnenden die Vize-Meisterschaft in der Oberliga perfekt machen. Um 17:15 Uhr empfängt das derzeit kriselnde TSB-Perspektivteam den HC Winnenden II zum brisanten Kellerduell. Ein Handball-Festtag also, der schon für erste Entscheidungen sorgen kann – besonders im Aufstiegsrennen der Regionalliga Baden-Württemberg. Dort sind der TSB (33:13) und Baden-Baden (33:15) den aktuell Führenden HSG Albstadt (35:13) und TSV Heiningen (34:16) ganz dicht auf den Fersen. Mit dem feinen Unterschied, dass die Jets weiterhin erst eine Partie weniger absolviert und somit alles in der eigenen Hand haben. Die beiden besten Teams steigen am Saisonende direkt in die 3. Liga auf.
Dort waren die Gäste bereits dreimal vertreten, mussten aber stets nach nur einem Jahr wieder den Gang nach unten antreten. Nach einem holprigen Start war Baden-Baden fast schon abgeschrieben. Das Hinspiel im November hatte der TSB in den letzten zwei Minuten von 27:28 in einen 29:28-Sieg umgebogen. Seitdem allerdings gewann die Fahrstuhlmannschaft aus der Kurstadt zehn von zwölf Partien, fegte zuletzt den TV Plochingen mit 44:29 aus der Halle und reist mit maximal breiter Brust an. Vor allem aber mit dem Wissen: Die Gelegenheit, noch einmal ganz oben anzugreifen, ist nun größer denn je zuvor.

Ob es auch das zweite Aufeinandertreffen in einem Krimi gipfelt, da will Fröhlich keine Prognose wagen. „Baden-Baden hat eine Tendenz zu einer guten Abwehr und keinen überschnellen Angriffen“, hat der TSB-Coach beobachtet. Im Durchschnitt hat der TVS die wenigsten Gegentore der Liga kassiert, doch auch die Gmünder Defensive bewies aufsteigende Form. „Normalerweise ist also nicht zu erwarten, dass es 40:40 ausgeht. Sollte das notwendig sein, sind wir auch immer in der Lage, viele Tore zu werfen. Aber auch mir ist es lieber, eine stabile Abwehr zu stellen und dadurch das Spiel zu entscheiden.“ Die größte Stärke der Gäste liegt im Rückraum mit den starken Werfern Elias Dörflinger (128 Saisontore), dem Beachhandball-Europameister Tim Krauth (102) und Julian Schlager (77). Mit oftmals vier Rückraumakteuren und einem zusätzlichen Feldspieler verlangen die Baden-Badener ihren Kontrahenten alleine schon taktisch alles ab.
Dort waren die Gäste bereits dreimal vertreten, mussten aber stets nach nur einem Jahr wieder den Gang nach unten antreten. Nach einem holprigen Start war Baden-Baden fast schon abgeschrieben. Das Hinspiel im November hatte der TSB in den letzten zwei Minuten von 27:28 in einen 29:28-Sieg umgebogen. Seitdem allerdings gewann die Fahrstuhlmannschaft aus der Kurstadt zehn von zwölf Partien, fegte zuletzt den TV Plochingen mit 44:29 aus der Halle und reist mit maximal breiter Brust an. Vor allem aber mit dem Wissen: Die Gelegenheit, noch einmal ganz oben anzugreifen, ist nun größer denn je zuvor.

Ob es auch das zweite Aufeinandertreffen in einem Krimi gipfelt, da will Fröhlich keine Prognose wagen. „Baden-Baden hat eine Tendenz zu einer guten Abwehr und keinen überschnellen Angriffen“, hat der TSB-Coach beobachtet. Im Durchschnitt hat der TVS die wenigsten Gegentore der Liga kassiert, doch auch die Gmünder Defensive bewies aufsteigende Form. „Normalerweise ist also nicht zu erwarten, dass es 40:40 ausgeht. Sollte das notwendig sein, sind wir auch immer in der Lage, viele Tore zu werfen. Aber auch mir ist es lieber, eine stabile Abwehr zu stellen und dadurch das Spiel zu entscheiden.“ Die größte Stärke der Gäste liegt im Rückraum mit den starken Werfern Elias Dörflinger (128 Saisontore), dem Beachhandball-Europameister Tim Krauth (102) und Julian Schlager (77). Mit oftmals vier Rückraumakteuren und einem zusätzlichen Feldspieler verlangen die Baden-Badener ihren Kontrahenten alleine schon taktisch alles ab.
Eine Top-Mannschaft wartet auf den TSB, aber auch „eine überragende Chance“, wie Fröhlich meint. Denn genau auf dieses Schlüsselspiel um den Aufstieg habe man ein ganzes Jahr hingearbeitet: „Genau jetzt gilt es, dass wir alles aufs Feld bringen. Dann bin ich überzeugt, dass wir Baden-Baden erneut schlagen können – so wie wir zuvor schon alle anderen vorderen Mannschaften in unserer Halle bezwingen konnten.“ Wenn es darauf ankam, hat der TSB Gmünd vor eigenem Publikum bislang immer geliefert. Und wie.
Topspiele? Liegen den Gmündern total
Imponierend war es, wie der TSB bislang seine Aufstiegsrivalen empfing. Bereits im Auftaktspiel wurde Heiningen mit 37:24 aus der Halle geschossen, auch das 38:34 gegen Klassenprimus Albstadt war völlig souverän. Noch mehr ließen die Gmünder ihre Muskeln beim 41:27 gegen den Fünften aus Willstätt sowie vor zwei Wochen mit einem weiteren 34:21-Kantersieg über den Sechsten TSV Weinsberg spielen. Besonders wertvoll, da der direkte Vergleich in der Endabrechnung den Ausschlag geben könnte. An diesen Abenden erwuchs aus der vom Trainer geforderten Tagesform jeweils eine titelwürdige Gala-Vorstellung.
Und Fröhlich ist sich sicher, „dass wir das erneut schaffen werden. Weil wir uns in den Heimspielen eine gewisse Sicherheit erarbeitet haben und die Jungs immer noch jung genug sind, um sich einfach nur auf diese besonderen Spiele zu freuen.“ Die Große Sporthalle ist zur Festung geworden, was der kommende Gegner am Besten weiß. Mehr als ein Remis vor elf Jahren konnte Baden-Baden noch nie aus dem Remstal entführen, in fünf von sechs Duellen hatte der TSB die Oberhand behalten.
Die richtige Form zur richtigen Zeit gefunden
Der TSB geht in Bestbesetzung in den Endspurt, verspürt sogar noch eine „zweite Luft“ im Kader. Lenny Schwenk steht nach dem Ende seiner A-Jugendzeit bei Frisch Auf Göppingen nun vollständig zur Verfügung und ragte vorige Woche mit sieben Toren heraus, Arian Pleißner wird seit seiner Rückkehr aus dem Auslandssemester immer stärker. Den Unterschied machen sollen letztlich auch die beiden Torhüter Daniel Mühleisen und Tobias Klemm, die sich gemeinsam mit der umgestellten Defensive zunehmend gefestigt haben. „Wir haben uns in eine Situation gebracht, in der wir zur richtigen Zeit zu unserer Form gefunden und die besten Gegner schlagen können“, so Fröhlich.
Ein ganz großer Schritt könnte dem TSB gelingen, wenn er diesen Trend bestätigt. Ein Sieg über den Drittliga-Absteiger wäre ein echtes Statement. „Jetzt können wir zeigen, was wir wirklich können“, gibt der Trainer die Richtung voraus: „Wir sind bereit, unsere beste Leistung in dieser Saison zu bringen. Dafür brauchen wir die große Kulisse und werden einen genialen Tag erleben.“
TSB: Klemm, D. Mühleisen – Abt, Y. Leichs, Maier, Pleißner, Schäffner, Schwenk, Neumaier, Scholz, Watzl, Abele, Bächle, Burtsche, Kiesel, S. Mühleisen, Waldenmaier
(Text: Nicolas Schoch - Bilder: Frank Bieg)








































