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Zielstrebig zum Saisonstart

27.07.2016. Das Ziel ist der 10. September. An diesem Samstag eröffnet der TSB Gmünd seine Saison in der Oberliga, die Handballer um Trainer Michael Hieber treten zum Auftakt gegen Kornwestheim an. Bis dahin wird hart gearbeitet. Doch es gibt gute Nachrichten für die Spieler: Die schlimmste Phase der Vorbereitung ist beendet.

Für die Handballer des TSB Gmünd startet die Saison am 10. September. Zum Auftakt treten die Mannen von Trainer Michael Hieber gegen Kornwestheim an. Derzeit läuft die Vorbereitung, die erste – und schlimmste Phase – haben die TSBler aber bereits hinter s
Michael Hieber, der Trainer des TSB Gmünd, ist nicht unbedingt dafür bekannt, während der Vorbereitung ein großer Spaßvogel zu sein. Seit Jahren jagt er seine Spieler im Juni und Juli durch die Wälder in und um Schwäbisch Gmünd, und der Einstieg seines Bruders Andreas als zweiter Coach hat daran nichts geändert. Im Gegenteil: „Andi hat ganze Arbeit geleistet“, sagt der Cheftrainer über seinen Bruder, der als Sportlehrer ganz genau weiß, wie man Ausdauer aufbaut.
Hieber ist angetan von seinen Spielern, „da musste man nicht die Peitsche auspacken“. Hervorragend mitgezogen hätten seine Jungs, ohne Meckerei, ohne Beschwerden. Und die Fitness sei beeindruckend: „Es hat schon Vorteile, wenn man ein so extrem junges Team hat“, sagt Hieber. „Da hat schlicht und einfach keiner ein Problem damit, jeden Tag ans Limit zu gehen.“
Nun jedoch ist Phase eins der Vorbereitung beendet, die körperlichen Grundlagen sind gelegt. Drei Einheiten in der Halle hat der Oberligist hinter sich, hat zudem ein Testspiel gegen die SG Herbrechtingen absolviert (und mit 29:21 gewonnen).
Noch zehn Tage wird geschuftet, dann geht es in die zweiwöchige Ferienunterbrechung. Hieber kann die nicht so recht gebrauchen, will darüber aber auch nicht diskutieren: „Soll ich einem Amateursportler verbieten, Urlaub zu machen, wenn Schulferien sind?“, fragt er rhetorisch. Soll und kann und will er nicht, doch immerhin gibt es in dieser Saison einen positiven Aspekt: Erst am 10. September eröffnen die Gmünder die Runde, ganze zwei Wochen später als im Vorjahr. „Das macht die Arbeit einfacher.“

Für jeden TSB-Handballer gab’s einen individuellen Trainingsplan
Für jeden einzelnen Handballer haben er und sein Bruder einen individuellen, spielerischen Trainingsplan für die Zeit nach der kurzen Pause erarbeitet. „Der eine arbeitet am Abschluss, der nächste an der Sprungkraft, manche an der Defensivarbeit. Und natürlich arbeiten wir auch im teamtaktischen Bereich.“ Dort sei jedoch nicht ganz so viel Arbeit notwendig, schließlich müsse man nicht wie im Vorjahr ein gänzlich neues Team formen.
Der Kader für die neue Runde steht übrigens bereits komplett. Johannes Grimm aus der eigenen Zweiten und der aus Aalen stammende Hannes Kurz komplettieren das Team. „Ich bin zufrieden mit meiner Truppe“, sagt Hieber. „Klar, wir haben in der Spitze keine Leistungsträger hinzubekommen. Doch wir wollen ja die Jungs fördern, die wir haben.“
Über das Saisonziel müsse man ohnehin nicht diskutieren: „In dieser Liga geht es für drei Viertel im ersten Schritt um den Klassenerhalt. Für uns auch. Dazu muss man nicht einmal tiefstapeln. Bei mindestens fünf Absteigern kann man nur so denken.“ Hieber will sich von Platz vier im Vorjahr nicht blenden lassen. „Ein paar Punkte weniger und wir wären mittendrin im Abstiegskampf gesteckt.“ Sein Team wisse das, daher arbeite man hochkonzentriert: „Die Jungs durften sich lange genug auf die Schulter klopfen. Doch jetzt kann sich kein Spieler mehr etwas davon kaufen, dass er bis Mai eine grandiose Saison gespielt hat.“
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© Gmünder Tagespost 26.07.2016 18:58 (Swen Thissen)

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