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„Wir setzen norwegischen Reiz“

27.06.2016. Handball, Oberliga Baden-Württemberg: Mit neuem Trainingskonzept und einem Neuen gibt der TSB Gmünd bereits Vollgas

Zwar steigt das erste Punktspiel in der vierthöchsten deutschen Liga für den TSB Gmünd erst am 10. September, aber schon jetzt müssen die Spieler von Trainer Michael Hieber und seinem Co-Trainer Andreas Hieber ans Limit gehen. Und dass der TSB auf dem
richtigen Weg ist, zeigt auch die Tatsache, dass drei TSBler ins Allstar-Team der Oberliga Baden-Württemberg gewählt wurden.

Der vierte Platz in der vergangenen Saison war für das Gmünder Aushängeschild im Handball großartig. Die Punkteabstände waren jedoch so gering, dass ein achter Platz auch möglich gewesen wäre und daher bleibt TSB-Trainer Michael Hieber auf dem Boden: „Wir haben eine sehr gute Runde absolviert und es ist schön, dass die Euphorie groß ist. Aber wir wissen, dass es für uns in jeder Saison in der 4. Liga erst einmal um die Punkte für den Klassenerhalt geht.“ Dass der TSB Gmünd aber viele Dinge auf den richtigen Weg gebracht hat, haben fast alle Trainer der Oberliga auch so gesehen. Denn mit Trainer Michael Hieber, Mittelmann Aaron Fröhlich und Torhüter Sebastian Fabian (bereits zum zweiten Mal) wurden drei Gmünder Handballer in das Allstar-Team der Oberliga Baden-Württemberg gewählt. „Die Qualität in unserer Mannschaft ist hoch. Unser Stamm ist klasse und wir freuen uns
sehr über diese Auszeichnung. Wir genießen diesen Moment, denn es zeigt, dass wir vieles richtig machen“, äußert sich Michael Hieber. Die Vorbereitungsphase des TSB für die neue Runde hat derweil schon begonnen. Und mit dem neuen Co-Trainer und Bruder von Michael, nämlich Andreas Hieber, haben die Gmünder ein neues Trainingskonzept. „Andreas hat einen norwegischen Ansatz vorgestellt. Wir trainieren nun in der Vorbereitung eine Woche lang mit fünf Einheiten am Limit, ehe es in der
zweiten Woche mit zwei Einheiten nicht an die Leistungsgrenze geht. Und in der dritten Woche gibt es dann wieder fünf Einheiten am Limit. Hier wollten wir bewusst einen neuen Reiz setzen. Andreas macht hier einen super Job“, berichtet der Cheftrainer. Aber einen Ball sehen die Spieler in der aktuellen Phase dennoch nicht, trotz des norwegischen Reizes. Laufeinheiten, Bergläufe, Spinning oder Soccer-Court standen und stehen noch auf dem Programm. „Wir arbeiten nun voll im Fitnessbereich. Dieses Trainingskonzept der Norweger hat sich bewährt und wir sehen schon jetzt, dass alle Spieler auf einem hohen Niveau unterwegs sind“, so
Michael Hieber. Alle TSBler würden bisher voll mitziehen, auch Neuzugang Hannes Kurz aus Aalen, der noch für Bartenbach in der
A-Junioren-Oberliga in der vergangenen Runde spielte. Abgänge sind bisher nicht bekannt und soll es laut dem Chefcoach auch nicht geben: „Wenn wir uns weiter nach vorne entwickeln wollen, dann darf es keinen Abgang geben. Ich weiß aber, dass es bei einem unserer Spieler Begehrlichkeiten gibt. Wir werden aber alles dafür tun, dass diese Mannschaft des TSB Gmünd zusammenbleibt“, sagt Hieber, der den Namen des möglichen Abgangs nicht preisgeben möchte. Denn in der kommenden Saison
in der Oberliga Baden-Württemberg gibt es wieder fünf Absteiger. Ein spannendes Rennen ist also garantiert. „Wir können noch nicht viel über Saisonziele sprechen, da wir erst abwarten müssen, wie der Kader aussieht. Aber klar ist, dass wir in unserer jetzigen Besetzung natürlich wieder eine positive Rolle in der 4. Liga einnehmen wollen“, erklärt Michael Hieber.
Auf die tollen Derbys gegen Lauterstein freut sich der TSB Gmünd schon heute. „Es ist super, dass Lauterstein über die Relegation den Klassenerhalt schaffte. Diese Derbys sind eine tolle sportliche Geschichte. Hier gibt es keinen Hass“, so Hieber. Mit den beiden
Aufsteigern Weinsberg und Blaustein sei zu rechnen. „Vor allem Weinsberg hat den Etat, um sogar im vorderen Drittel dabei zu sein. Und die Absteiger Kornwestheim und Herrenberg machen die Liga mindestens genau so ausgeglichen wie im vergangenen Jahr“, blickt der TSB-Trainer voraus. Der Top-Favorit auf den Meistertitel sei der TV Willstätt. „Die haben den bosnischen Nationaltrainer verpflichtet und sich personell brutal verstärkt. Für Willstätt gibt es nur das Ziel, in die 3. Liga aufzusteigen. Aber auch Neuhausen und Söflingen werden vorne mitmischen, und wir können im Optimalfall auch wieder oben dabei sein“, so Hieber.
Am 22. und 23. Juli gibt es ein erstes Trainingslager in Schwäbisch Gmünd mit einem Testspiel gegen Herbrechtingen. Vom 17. bis 21. August geht es ins zweite Trainingslager nach Oberstaufen. „Am 10. September steigt das erste Punktspiel und wir wollen unsere Fans gleich wieder begeistern“, sagt Michael Hieber.

 

Rems-Zeitung, Jörg Hinderberger

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