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Wieder eine Spitzenmannschaft

27.02.2015. In Oppenweiler setzte es für den TSB Gmünd in der Vorwoche eine deutliche Niederlage, die am Ende nach ordentlichem Kampf zu hoch ausfiel. Schon am Sonntag trifft der Aufsteiger wieder auf eine Spitzenmannschaft: Die TSG Söflingen ist um 17 Uhr in der Großsporthalle zu Gast.

Sebastian Fabian wird gegen die starke Offensive der TSG Söflingen einmal mehr als sicherer Rückhalt der TSB-Abwehr gefragt sein.  (Foto: jps)

Natürlich konnte sich der TSB Gmünd am Ende des Auftritts in Oppenweiler nichts von der starken Anfangsphase kaufen, doch Michael Hieber, dem Gmünder Trainer, haben die ersten Minuten sehr gut gefallen: „Es war schön zu sehen, dass wir gegen eine solch starke Mannschaft dagegenhalten können“, sagte Hieber.
Dass dem TSB früh die Kräfte ausgingen und die Partie überaus hoch mit 20:34 verloren ging, hatte zwei Gründe. Erstens: Der TV Oppenweiler zog bis zum Ende durch und hörte nicht auf, Vollgas zu geben, obwohl die Partie schon entschieden war. Zweitens: Wenn zu den Langzeitverletzten vier weitere Ausfälle hinzukommen, ist das für den TSB nicht zu kompensieren. Erst recht nicht, wenn einer der Verletzten Abwehrchef Christian Waibel ist.
Hieber hofft, auch das kennen wir in dieser Saison bestens, dass bis zum Wochenende möglichst viele Spieler wieder an Bord sind. Denn dann kommt mit der TSG Söflingen das nächste Top-Team: Der Tabellendritte stellt die zweitbeste Offensive der Liga und hat nur zwei Zähler Rückstand auf Oppenweiler. Hieber: „Ich habe höchsten Respekt vor Söflingen, das habe ich ja schon in der Hinrunde gesagt. Diese Mannschaft hat unglaublich viel drauf, da ist die Liste der Stärken sehr lang.“
Hieber hat dennoch vor, dem Gegner einen großen Kampf zu liefern: „Wir spielen zu Hause und wollen das auch zeigen. Es muss darum gehen, die Stärken der Anfangsphase aus Oppenweiler mitzunehmen und auch aus den anschließenden Fehlern zu lernen. Denn auch wenn der Kräfteverschleiß riesig war, gab es immer noch genügend Dinge, die wir hätten besser machen können.“
Tatsächlich gewinnen werden die Gmünder allerdings nur können, wenn sie in der Defensive einen nahezu perfekten Tag erwischen. Hieber: „Wenn du gegen eine solche Offensive spielst, darfst du nicht viele Fehler machen. Die nutzen jeden Fehler eiskalt aus – aber wir haben in dieser Saison auch schon oft gezeigt, wie gut wir hinten arbeiten können. Und wir haben natürlich Torhüter Sebastian Fabian.“
Die Erinnerungen an Söflingen sind nicht all zu schlecht. Im HVW-Pokal lieferte man im Vorjahr einen überragenden Auftritt gegen die TSG ab, in der Hinrunde verlor man, aber mit 27:33 nicht zu deutlich.
Mit dem Beginn des März biegt die Saison in der BW-Oberliga auch auf die Zielgerade ein. Drei Viertel der Saison sind dann vorüber, ab sofort geht’s um alles. Die Gmünder Handballer müssen ihre Punkte natürlich nicht gegen eine Spitzenmannschaft wie Söflingen holen – doch ein Überraschungscoup würde durchaus zum richtigen Zeitpunkt kommen, um für die letzten Wochen der Runde noch einmal richtig Schwung aufzunehmen.

TSB: Fabian, Engler – S. Frey, F. Häfner, Schamberger, Göth, Tobias, A. Fröhlich, Bächle, Sos, M. Häfner, Waldenmaier, Waibel (?), Boizesan (?).


© Gmünder Tagespost 26.02.2015 19:20:28 (Swen Thissen)

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