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TSB will in Weinsberg nachlegen

23.09.2016. Die Oberliga-Handballer des TSB Schwäbisch Gmünd reisen zu einem alten Bekannten, den man aber gar nicht mehr so gut kennt: Der Oberligist tritt am Sonntag um 17 Uhr beim Aufsteiger TSV Weinsberg an.

Der TSB Gmünd reist am Sonntag zum zweiten Saisonspiel in Bestbesetzung zum TSV Weinsberg.  (Foto:Hie)
TSV Weinsberg? Da klingelt doch was! Richtig: Bis vor gut zwei Jahren, vor dem Aufstieg des TSB Gmünd, duellierte sich die Mannschaft von Michael Hieber regelmäßig mit dem TSV. Und hatte in jenen Partien meist große Probleme.
Nun ist auch der TSV Weinsberg in die Oberliga aufgestiegen, doch das Wiedersehen ist kein Treffen mit einem alten Bekannten. Denn von der Mannschaft von einst ist nicht viel übrig. „Ehrlich gesagt treffen wir auf einen Verein, bei dem uns nur der Name was sagt. Rückschlüsse können wir aus den damaligen Partien nicht ziehen“, sagt Trainer Michael Hieber.
Entsprechend intensiv hat er die Weinsberger beobachtet, die vergangene Woche bei Mitaufsteiger Blaustein mit 37:34 siegten, nachdem sie zum Auftakt verloren hatten. Hiebers Fazit fällt gemischt aus: „Es ist echt schwierig zu sagen. Aber das ist definitiv keine schlechte Mannschaft.“ Das aktuelle Gefühl sagt: Dieser TSV Weinsberg wird in der Oberliga keine Bäume ausreißen. Aber er hat das Zeug dazu, den Klassenerhalt souverän zu schaffen.
Letzteres soll auch für den TSB gelten, der mit dem Sieg gegen Sandweier für den ersten Erfolg der noch jungen Runde sorgte. Hieber hat „gesehen, dass der erste Druck von meiner Mannschaft dadurch abgefallen ist“, einfach weil sich die Angst vor einem Fehlstart erledigt hat.
Der Coach war vor allem mit der kämpferischen Einstellung gegen Sandweier zufrieden, 24 Gegentore sind ein sehr guter Wert. Und auch die 31 erzielten Treffer passen gegen ein Team, von dem Hieber sagt, dass „die schon noch einige Gegner ärgern werden“.

Hieber: „Wir kennen uns, die Automatismen greifen.“
Spielerisch hingegen sieht der Gmünder Coach noch immer Luft nach oben, „ich habe uns da schon ein wenig weiter gesehen“, sagt er. Denn: „Von Einspielen oder einem Zueinanderfinden kann man bei uns ja nicht sprechen. Wir kennen uns, die Automatismen greifen. Ich hoffe daher sehr, dass wir schon bald eine Schippe drauflegen und etwas mehr zeigen können.“
Personell kann Hieber am kommenden Wochenende für dieses Vorhaben aus dem Vollen schöpfen, der TSB Gmünd reist in Bestbesetzung nach Weinsberg. Und dort will der Oberligist nachlegen, den ersten Auswärtssieg der Saison holen. Vielleicht ist es da auch ein Vorteil, dass der vermeintliche alte Bekannte gar nicht mehr der so unangenehme alte Bekannte ist.

So spielen sie:
TSB: Fabian, Juhnke – F. Häfner, J. Häfner, Grimm, M. Häfner, Schwenk, Fröhlich, Leinss, Petersen, Bächle, J. Waldenmaier, L.Waldenmaier, Waibel

© Gmünder Tagespost 22.09.2016 14:49 (Swen Thissen)

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