Archiv

Unterstützt von:

TSB – das ganze Rathaus hüpft

01.06.2014. Es war ein Einzug mit Pauken und Gesängen, den sich die Handballspieler des TSB Schwäbisch Gmünd nach ihrem Aufstieg in die Oberliga Baden-Württemberg hoch verdient hatten. Der Empfang im Gmünder Rathaus und die Präsentation auf dem Rathausbalkon wurde nach der Party am Donnerstag in der Sporthalle zu einem zweiten Aufstiegsfest.

TSB
Schwäbisch Gmünd. „Einmal Gmünder, immer Gmünder“ sangen Handballer und die rund 200-köpfige Fangemeinde schon, als sie sich bei strahlendem Sonnenschein an der Außengastronomie des oberen Gmünder Marktplatzes sammelten. Stimmungsgeladen zogen wenig später TSB-Trainer Michael Hieber und sein Team in Rathaus ein, wo sie von Oberbürgermeister Richard Arnold mit einem herzlichen Sektempfang begrüßt wurden: „Ihr habt alle Erwartungen erfüllt. Die Bürgerschaft ist völlig aus dem Häuschen. Gratulation auch im Namen des Gemeinderats.“ Wie bei der Eröffnung der Landesgartenschau, als er dieses Ereignis nicht als Abschluss, sondern als den Beginn eines Aufbruchs in Schwäbisch Gmünd deklarierte, wollte Arnold auch den Aufstieg der TSB-Handballer in die höchste Liga im Amateurbereich in Baden-Württemberg als Beginn weiterer erfolgreicher Jahre in der Sportstadt Schwäbisch Gmünd verstanden wissen. „Das ist erst der Anfang. So sehe ich das.“ Die Stadt habe angesichts solcher Erfolge beschlossen, ein „Buch des Sports“ zu kreieren, in dem – beginnend mit den Gmünder Handballern – sich zukünftig erfolgreiche Gmünder Sportler eintragen dürften.
„Wir müssen uns nicht mit der Nachbarschaft vergleichen“, betonte anschließend Sportbürgermeister Dr. Joachim Bläse, der angesichts der fantastischen Unterstützung der Handballer durch das Gmünder Publikum von „einer super Sportfamilie“ schwärmte. „Alle waren wieder dabei. Wie bei der Ballmania, als sich die DJK-Volleyballerinnen, die TSB-Handballer und die Normanniafußballer gegenseitig unterstützten.“ Bläse: „Ihr seid ein tolles Team.“
Und ehe TSB-Vorsitzender Peter Jursch überhaupt zu Wort kam, musste er warten, bis Simon Frey, Aaron Fröhlich und Co. ihre selbst getextete Mannschaftshymne stimmgewaltig intoniert hatten.
Jursch blickte zurück auf die 20 Jahre, in denen er den TSB Gmünd nun führt. Der Verein damals finanziell am Boden, der Handball in der Kreisliga. „Man kann sehen, was man ohne viel Geld und mit einem guten Zusammenhalt erreichen kann“, lobte Jursch seine Mitstreiter im TSB. „Man kann auch mit diesen Rahmenbedingungen einiges erreichen. Das ist die Krönung für alle, die all die Jahre dabei waren.“ Auch wenn die Handballer nun an der Schwelle zum Profitum stehen, betonte der Peter Jursch: „Wir werden nie ein Profiverein werden.“ Inzwischen ist der Verein finanziell konsolidiert. Das Geldgeschenk, das Jursch Abteilungsleiter Steffen Alt für einen Mannschaftsausflug überreichte, kam von Herzen. „Das habt Ihr Euch wirklich verdient.“
Als „ein tolles Signal an den gesamten Gmünder Sport“ wertete der Vorsitzende des Gmünder Stadtverbandes Sport, Michael Svoboda, den Oberliga-Aufstieg, gratulierte auch im Namen des ebenfalls anwesenden Sportkreisvorsitzenden Manfred Pawlita und freut sich „schon riesig auf die neue Saison.“
„Das ganze Rathaus hüpft“, sangen die Geehrten dann in ausgelassener Stimmung und drängten – tatsächlich hüpfend – endlich auf den Rathausbalkon, um sich von dort der bereits wartenden Fangemeinde zu präsentieren. Eine für Sportbürgermeister Joachim Bläse fast besorgniserregende Siutation: „Ich hoffe, der Balkon hält das aus.“ Er hielt.

Zurück