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Stabilität kommt von hinten

21.10.2016. Handball, BW-Oberliga Der TSB muss bei der SG Heidelsheim/Helmsheim antreten – einem Gegner, bei dem die Gmünder noch nie etwas geholt haben.

Zuhause haben die TSB-Handballer bislang vier Siege in vier Spielen hinlegt, am Sonntag gilt es auswärts bei der SG Heidelsheim/Helmsheim zu bestehen. Foto: Jan-Philipp Strobel
Vorsicht und genaues Hinschauen, das sind gute Ideen beim Umgang mit Statistik. Das gilt auch, wenn’s um den nächsten TSB-Gegner geht, die SG Heidelsheim/Helmsheim. Das letzte Aufeinandertreffen haben die Gmünder für sich entschieden, zum Saisonabschluss Anfang Mai samt Abschied von Patrick Schamberger gab’s einen 32:27-Sieg in der Großsporthalle.

Wenn man den Blick ein wenig weitet, dann gibt’s allerdings keinen Grund für die Gmünder, mit entspanntem Optimismus am Sonntag in der Bruchsaler Sporthalle einzulaufen. Denn in den Auswärtsbegegnungen der beiden Oberliga-Jahre des TSB hatten die Gmünder jeweils keine Chance. Dass die Erinnerung daran eine schmerzhafte ist, zeigt TSB-Trainer Michael Hieber mit seiner Wortwahl: „Bei der SG Heidelsheim/Helmsheim sind wir die letzten beiden Male verprügelt worden.“ 22:33 hieß es in der Vorsaison nach dem Auswärtsspiel, und auch da hatte der TSB in der Tabelle vor dem Gegner rangiert.

In dieser Runde haben die Gmünder neun Punkte, die Gastgeber erst vier Zähler in sechs Partien geholt. Doch Michael Hieber schlussfolgert aus seinen Auswärtserfahrungen: „Wir fahren da keineswegs als Favorit hin, wir wissen schon, was auf uns zukommt.“

Was diesmal anders ist: Der TSB ist weitaus torgefährlicher als in der Vorsaison. In der Runde 2015/16 hatten die Gmünder nach sechs Spielen 153 erzielte Tore zu Buche stehen, aktuell sind es schon 182. Dazu hat der jüngste 38:32-Sieg gegen Lauterstein natürlich beigetragen, bei dem der Gmünder Angriff glänzte.

Die TSBler haben es geschafft, sich durch die häufig zur Anwendung kommende Manndeckung für Spielmacher Aaron Fröhlich nicht mehr ausbremsen zu lassen. Hieber: „Wir haben dagegen Mittel entwickelt, und die Mannschaft hat das gut umgesetzt.“ Zentral: Mehr Bewegung und das Spiel in die Breite ziehen, um vom vorgezogenen Abwehrspieler am Kreis und auf den Außenpositionen zu profitieren.

Noch wichtiger als der Angriff ist dem TSB-Coach derzeit die Abwehrarbeit. Ganz ordentlich, aber immer noch ausbaufähig, lautet in dem Bereich etwa die Summe der Erfahrungen aus den letzten Spielen. „Die Torquote ist schön, aber ich würde mich freuen, wenn wir in der Abwehr noch besser stehen würden“, sagt Hieber. Darauf will er sich im Training in den kommenden Wochen konzentrieren. Denn: „Stabilität kommt von hinten.“

Beim Auswärtsspiel am Sonntag (Beginn: 17.30 Uhr) wird der Hiebersche Stabilitätsplan allerdings durch eine saisontypische Nebenwirkung gestört: Christian Waibel ist grippegeschwächt, bislang ist nicht klar, ob er am Sonntag voll einsatzfähig sein wird.

TSB: Fabian, Juhnke – Felix Häfner, Jan Häfner, Grimm, Max Häfner, Schwenk, Fröhlich, Leinß, Petersen, Bächle, Jonas Waldenmaier, Lukas Waldenmaier, Waibel (?)

© Gmünder Tagespost 20.10.2016 18:50

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