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Simon Frey mit Comeback – erster Sieg für TSB

21.09.2015. Nur einen Punkt gab es für die Handballer des TSB Gmünd aus den ersten drei Spielen der Saison, umso wichtiger war der Sieg beim TB Kenzingen. Den entscheidenden Treffer zum 24:23-Endstand verwandelte Spielmacher Aaron Fröhlich per Siebenmeter. Simon Frey feierte dabei sein Comeback, um die Abwehr zu stabilisieren.

„Elementar wichtig für die Abwehr“ – so betitelte Michael Hieber das Comeback von Simon Frey, der mit seiner Erfahrung die Defensive stabilisierte.  (Foto: Archiv)

Es war die entscheidende Szene des Spiels: Nachdem die Kenzinger den Vorsprung des TSB Gmünd egalisierten, stand es Sekunden vor Schluss 23:23. Unverständlich wenn man Spielverlauf Revue passieren lässt, doch dann gab es das Foul der TB-Abwehr an Max Häfner, die Schiedsrichter entschieden auf Siebenmeter. Aaron Fröhlich, bis dahin ohne Fehlversuch vom Punkt, trat an und verwandelte nervenstark zum vielumjubelten Sieg. Doch der Reihe nach.
Zu Beginn legten die Gmünder einen furiosen Start hin, 6:0 stand es für den TSB bereits nach zehn Minuten. „Wir haben einen super Start gehabt, hinten eine überragende Abwehr gestellt und vorne die Tore gemacht“, sagte Max Häfner, der insgesamt acht Treffer erzielte. Nach dem sechsten Treffer durch Aaron Fröhlich per Siebenmeter sah sich der TB gezwungen, die erste Auszeit zu nehmen. Das hat den Spielfluss der Gäste ein wenig unterbrochen, erst dann kam die Heimmannschaft besser in die Partie und konnte ihren erste Treffer verbuchen. Darüber hinaus kämpfte sich Kenzingen Tor um Tor heran, der Hieber-Truppe gelang mehrere Minuten kein Treffer. „Wir haben gedacht, nach dem 6:0 wird es genauso weitergehen, deshalb hat uns nach der Auszeit die nötige Konsequenz gefehlt“, konstatierte TSB-Trainer Michael Hieber.
Trotzdem führte der TSB zur Halbzeit mit 11:9, großen Anteil daran hatte auch Torhüter Sebastian Fabian, der neben viele Paraden auch zwei Siebenmeter hielt. „Wir hatten in diesem Spiel eine überragende Torwartleistung und eine stabile Abwehr. Simon Frey ist ein Garant für eine gute Abwehr, ebenso Sebastian Fabian im Tor. Nur vorne stockt es ab und an noch ein wenig“, so der Gmünder Trainer.
In der ersten gefährlichen Situation nach dem Seitenwechsel war es wieder Fabian, der den nächsten Strafwurf vom Tor ablenkte. Nach und nach setzten sich die Gäste aus Gmünd wieder ab, zehn Minuten waren in der zweiten Hälfte gespielt und die Gmünder lagen beim Spielstand von 16:11 wieder fünf Treffer vorne.
Eine Viertelstunde vor Schluss wurde Christoph Köngeter des Feldes verwiesen, anschließend gab es eine spannende Schlussphase. Sechs Minuten waren noch auf der Uhr, der TSB führte mit sechs Toren Vorsprung. Doch dann startete der TB Kenzingen in die Schlussoffensive, mit einem 4:0-Lauf während der Unterzahlphasen witterten die Hausherren noch Chancen auf einen Punktgewinn.
20 Sekunden vor dem Abpfiff gelang Hausherren sogar der Ausgleich. „Das war ein ziemlicher Nackenschlag, aber wir haben im Gegenzug wieder schnell nach vorne gespielt.“ In Unterzahl versuchte Fröhlich sich durch die Abwehr zu kämpfen, mit einem Sensationspass hinter dem Rücken brachte er den Ball zu Max Häfner. Der Youngster auf dem Weg zum Tor konnte nur noch durch einen durch den Kreis laufenden Abwehrspieler gestoppt werden, was einen Strafwurf nach sich zog. „Max ist aus dieser Mannschaft nicht mehr wegzudenken. Er hat ein sehr gutes Spiel gemacht und wir brauchen diese Torgefahr“, lobte Hieber den jungen Spieler.
Die Zeit auf der Uhr war bereits abgelaufen, alles blickte auf Fröhlich, der den Ball im Netz unterbrachte und dem TSB den ersten Sieg der Saison lieferte. Hieber:„Ohne Nerven, genau das brauchen wir. Der Ball war überragend geworfen, genau das brauchen wir. So etwas ist Gold wert.“
So spielten sie:

TSB: Fabian, Juhnke – S. Frey, Schamberger, Göth, Fröhlich (6/4), Czypull, Schwenk (1), F. Häfner, M Häfner (8), Leinß (5), Waldenmaier (1), Bächle (3), Köngeter

© Gmünder Tagespost 20.09.2015 22:01:05

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