Punkt gewonnen, Punkt verloren
Es gibt viele Geschichten, die man erzählen kann
über das Auswärtsspiel des TSB in Fellbach. Zum Beispiel die, dass die
Gmünder per Kraftakt und ein wenig Glück in einer turbulenten
Schlussphase noch einen Zähler retteten: 36:34 stand es kurz vor Schluss
für die Gastgeber, die auch noch in Ballbesitz waren. Die Gmünder
eroberten die Kugel, isolierten Christian Tobias, der den Anschluss
herstellte. Erneut verhinderten die Gmünder ein Tor der Fellbacher,
isolierten Tobias erneut, spielten nach einem Freiwurf dann Djibril
MBengue frei – 36:36.
Man kann auch erzählen, dass die Gmünder nach
einer dritten Balleroberung noch hätten gewinnen können, hätten die
Schiedsrichter nicht überaus früh Zeitspiel angezeigt, als der TSB
seinen üblichen Abwehr-Angriff-Wechsel vornahm.
Und ja, der TSB hätte
am Ende auch noch fast verloren – der letzte Fellbacher Wurf landete
nämlich im Tor, jedoch Sekundenbruchteile, nachdem die Schlusssirene
ertönt war.
Auch Michael Hieber, der Gmünder Trainer, kann mehrere
Geschichten zum Spiel erzählen. Zum Beispiel die, „dass wir im Angriff
auf einem neuen Level sind“. Das macht er nicht nur an den 36 Toren
fest, sondern auch daran, wie sauber sie rausgespielt waren.
Gleichzeitig
war Hieber „vielleicht zum ersten Mal in dieser Saison“ sauer auf sein
Team, „weil wir in der Abwehr vieles haben vermissen lassen“. Auch das
kann man recht einfach an der Torzahl festmachen: 36 Gegentore sind zu
viel, auch wenn, wie Hieber es ausdrückt, „die Fellbacher das sehr gut
angestellt haben“.
Und auch zum Personal kann man einiges sagen. Zum
Beispiel zum formidabel aufspielenden Andreas Hieber, der mit vier
Versuchen in Durchgang eins vier Tore erzielte, dann aber
verletzungsbedingt nicht weiterspielen konnte. Was schade war, weil
Hieber, wie schon vergangene Woche, mit Paul Boizesan (neun Tore) und
Djibril MBengue (acht) einen enorm druckvollen Rückraum bildete.
Ordentlich spielte Benjamin Göth, der 60 Minuten lang Johannes Frey
ersetzte. Nicht ganz so glücklich war der Tag des Christian Tobias, der
allerdings in der Schlussphase Verantwortung übernahm und sich
steigerte.
Fabian bittet um die Auswechslung
Ebenso
unglücklich war der Tag von Torhüter Sebastian Fabian, was ja quasi
sonst nie vorkommt. Umso bemerkenswerter war, dass Michael Hieber nicht
wechseln konnte bzw. nicht wechseln wollte, obwohl Fabian darum bat.
Jedoch: Auf der Bank saß nicht Cristian Marin, weil der unbedingt in der
zweiten Mannschaft spielen wollte. Stattdessen saß Jens Schamberger auf
der Bank – der Pass des Ex-Keepers liegt seit einigen Monaten wieder im
Schwerzer. „Ich wollte ihn nicht einfach rein werfen, aber er beginnt
nun wieder zu trainieren“, sagt Hieber. Gut möglich also, dass in
Zukunft öfter nicht Marin, sondern Schamberger auf der Bank sitzt.
TSB:
Fabian – S. Göth, Negwer (3). MBengue (8), Tobias (4), Boizesan (9/3),
A. Hieber (4), B. Göth (2), S. Frey, Schamberger (3), Schwenk, Czypull
(1), Waibel (2).




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„Wir haben das Ding aus der Hand gegeben“, ärgert sich Trainer Michael Hieber über das 36:36-Unentschieden seines TSB Gmünd beim SV Fellbach. Ärgerlich war der Punktverlust, weil die Blau-Gelben in den letzten 20 Minuten noch einen Sechs-Tore-Vorsprung verspielten.
(pat). „Das passiert uns immer wieder. Schon gegen Remshalden war es so“, kann sich Coach Michael Hieber über den Punktgewinn in Fellbach nicht so richtig freuen. Obwohl dies keine Selbstverständlichkeit ist, denn für die Fellbacher war es erst das zweite Unentschieden vor heimischer Kulisse, alle anderen Begegnungen konnte das Team für sich entscheiden. Gänzlich unzufrieden war der Gmünder Trainer mit dem Auftreten seiner Mannen nicht. „Insgesamt war es sehr gut“, gibt es von Michael Hieber sogar ein Lob für seine Mannschaft. 36 Treffer bedeuten eine starke Angriffsleistung und einen Wert, der in den letzten Jahren nicht allzu oft erreicht wurde. Allerdings fanden die sonst so stabilen TSBler dieses Mal kaum Mittel gegen die Offensive der Fellbacher. „Wir haben im Angriff einen Schritt nach vorne gemacht und in der Abwehr zwei zurück“, sagt deshalb auch Michael Hieber. Trotzdem sahen die Gmünder in Fellbach lange wie der sichere Sieger aus. Zur Pause lagen die Blau-Gelben mit zwei Treffern in Front und bauten diesen Vorsprung bis zur 40. Minute gar auf 29:23 aus. Doch dann kam der große Bruch im Spiel, der SVF kämpfte sich Tor um Tor heran. Ein Grund für den Einbruch waren die fehlenden Alternativen auf manchen Positionen in Durchgang zwei. In der ersten Hälfte drehte noch Andreas Hieber auf, wie zu besten Zeiten, in den zweiten 30 Minuten musste Michael Hieber jedoch komplett auf seinen Bruder verzichten, der einen Schlag auf die Rippen bekommen hatte. „Das war schon ein bisschen schade“, so Michael Hieber, dem mit dem im Urlaub weilenden Johannes Frey eine weitere Wechselmöglichkeit im Rückraum fehlte. Ausschlaggebend für die Aufholjagd der Fellbacher waren diese Umstände nicht. „Fellbach hat teilweise hervorragend angegriffen“, lobt Michael Hieber den Kontrahenten. Die Gmünder Abwehr fand, obwohl bestens über die Stärken der Hausherren informiert, keine Wege diese Angriffe zu unterbinden und im Gmünder Kasten konnte Keeper Sebastian Fabian am vergangenen Samstag auch nicht an seine Glanzleistungen im bisherigen Saisonverlauf anknüpfen. „Man muss das auch mal respektieren, die Fellbacher haben einen außergewöhnlich guten Tag erwischt“, sagt Michael Hieber. Letztlich mussten die Gmünder sogar froh sein, dass die Gastgeber ihren letzten Angriff nicht erfolgreich abschließen konnten und so zumindest noch ein Punkt auf der Gmünder Habenseite verblieb. „Wir müssen das Positive rausziehen und das Negative verbessern so Michael Hieber.
hier ein Spielbericht aus Stuttgart:
http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.nur-millisekunden-am-sieg-vorbei.f4ba98af-e9ae-473a-8eb0-d9e1a3047f41.html
"Nur Millisekunden am Sieg vorbei...
Handball Der SV Fellbach verpasst am Samstagabend knapp einen Sieg gegen den TSB Schwäbisch Gmünd, kann am Ende aber auch mit dem 36:36-Unentschieden zufrieden sein. Von Markus Merz
Als das Spiel am Samstag bereits vorbei war, musste die Partie erst noch entschieden werden. Denn obwohl Ivan Miletic von den Handballern des SV Fellbach in der Begegnung mit dem TSB Schwäbisch Gmünd (36:36) mit seinem finalen Wurf das Tor getroffen hatte, war erst mal nicht klar, ob der Treffer auch wirklich zählen würde. Zwar riss der Fellbacher Trainer Frieder Hansen kurz nach dem Ertönen der Schlusssirene im Gefühl des sicheren Sieges bereits beide Arme nach oben, doch in Wiebke Meier verlieh nur eine der beiden Schiedsrichterinnen dem Treffer von Ivan Miletic zum vermeintlichen 37:36 Gültigkeit. Sarina Bruns dagegen wollte das Tor nicht mehr geben. Für sie war der Ball erst nach der Schlusssirene hinter der Torlinie angekommen.
Also begann erst nach dem Ende der Partie in der Württemberg-Liga die eigentliche Entscheidungsfindungsphase. Tor oder kein Tor? Am Tisch der Zeitnehmer, an dem Andreas Traub für den SV Fellbach saß, herrschte ebenfalls Uneinigkeit. Schlussendlich mussten Sarina Bruns und Wiebke Meier eine Entscheidung fällen und wählten die Wahrnehmung von Sarina Bruns: kein Tor! Damit war klar, dass die Akteure des SV Fellbach gegen den vermeintlichen Favoriten vom TSB Schwäbisch Gmünd nur mit einem Zähler aus der mit 200 Zuschauern gefüllten Zeppelinhalle gehen würden.
Entsprechend erregt diskutierte Frieder Hansen anschließend mit den beiden Unparteiischen und ließ sich die Darstellung von Sarina Bruns und Wiebke Meier erklären: "Die Wiebke Meier hat beim Tor von Ivan nur darauf geachtet, ob der Ball hinter der Linie war. Sie hat nicht darauf geachtet, wann der Ball drin war. Also hat sie den Treffer gegeben." Nach Wahrnehmung von Sarina Bruns passierte der Ball die Torlinie aber ein paar Millisekunden zu spät - was den SV Fellbach letztlich den Sieg kostete.
Einen kleinen (persönlichen) Sieg durften am Samstag dennoch einzelne Spieler des Gastgebers feiern. Sven Nowak zum Beispiel. Der 20-jährige Schlussmann muss sich in der Regel hinter dem erfahrenen und abgeklärten Torsteher Stefan Doll anstellen, kommt oft nur für wenige Minuten oder sogar nur Momente in die Partie. Am Samstag wechselte Frieder Hansen Sven Nowak bereits zu Beginn der zweiten Hälfte ein, was der Bietigheimer mit einer starken Leistung dankte. "Für den Sven ist es oft ein bisschen schade, dass wir noch den Stefan Doll haben. So kann er zu selten zeigen, was er eigentlich draufhat", sagte Frieder Hansen. "Am Samstag hatte er endlich mal wieder Gelegenheit dazu."
Und auch Kai Liebing und Patrick Brunner zeigten eindrucksvoll, dass sie beim SV Fellbach mehr als nur lernwillige Talente sein können. Wie bereits in der Vorwoche, war Kai Liebing am Samstagabend mit elf Treffern der beste Fellbacher Werfer. Der Kreisläufer Patrick Brunner stand dem Außen- und Rückraumspieler mit acht Toren in fast nichts nach.
SV Fellbach: Doll, Nowak - Weil, Miletic (3), Steffen Klett (4/1), Bastian Klett (2), Gomes, Haarer (4), Liebing (11), Brunner (8), Schäfer (2), Wager, Gauss, Rohland (2)."
Und noch was: Unterstützung für die "Kiste" hinten, ob für Jens oder Cris oder wen auch immer; du brauchst zwei Einsatzbereite!
...bin leider zu weit weg, der Pass liegt in Owen und ich heiße nicht "Fuß";-))!