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Ohne Abwehr kein Punkte

24.11.2014. Die Handballer des TSB Gmünd unterlagen in der Rheintalhalle dem Tabellennachbarn TV Sandweier mit 28:38 (15:18). Wieder musste Trainer Michael Hieber auf die Verletzten Dominik Sos und Djibril M’Bengue verzichten und setzte gegen den Tabellennachbarn auf den jungen Jonas Waldenmaier.

„Das Endergebnis spiegelt nicht ganz das Spiel wieder“, resümiert TSB-Coach Michael Hieber nach der Niederlage in Sandweier. „Am Ende haben wir durch ein paar technische Fehler noch das eine oder andere Tor zu viel bekommen.“
Dabei sah es zu Beginn der Partie nach einem ausgeglichenen Spiel aus, der TSB führte sogar in fremder Halle mit 3:2. Doch dann starteten die Rheintäler einen 5:0-Lauf und führten plötzlich mit 7:3. „Zu Beginn hat alles gepasst, die Abwehr stand ordentlich und wir haben wenig zugelassen. Aber dann haben wir zu viele Bälle verloren“, sagt Hieber nach dem Spiel.
Nach dem 9:4 für die Hausherren nahm Hieber die erste Auszeit, um seine Mannschaft wieder zu ordnen. Doch auch nach der Ansprache fehlte es in der Rückwärtsbewegung. „Das was wir in der Defensive gemacht haben, war einfach zu wenig, um aus der Halle was mitzunehmen.“ So stand es Mitte der ersten Hälfte bereits 8:15 aus Sicht der Gmünder, der TVS lag also mit sieben Toren in Front. Doch die TSB-Handballer kämpften sich wieder heran und lagen kurz vor der Pause nur noch mit zwei Toren in Rückstand, kassierten aber zur Pausensirene einen unnötigen Treffer zur 18:15-Führung der Gastgeber.
Nach dem Seitenwechsel versuchte die Hieber-Truppe den Schwung der letzten Minuten mitzunehmen und schaffte es auch, wieder zu verkürzen. Von da an verschenkten die Gäste dann laut Hieber das Spiel. „Wir sind eigentlich die ganze Partie über dem Rückstand hinterher gelaufen“, sagt Hieber und fügt hinzu: „Wir haben defensiv viel versucht und oft zwischen einer 5-1- und einer 6-0-Deckung gewechselt. Am Ende haben wir sogar auf eine 3-3-Abwehr umgestellt.“
Das hat auch funktioniert, im Anschluss auf die offensive Deckung eroberten die Hintermänner des TSB Gmünd einige Bälle. Doch im Angriff fehlte an diesem Nachmittag einfach die Durchschlagskraft, immerhin muss man bedenken, dass den Gmündern immer noch die Rückraumschützen Sos und M’Bengue fehlen.
„Unterm Strich haben wir von der kämpferischen Seite her alles rausgeholt, haben viel probiert und oft gewechselt. In Zukunft müssen wir auswärts aber konstanter spielen“, kritisiert der Trainer. „Das es im Angriff nicht funktioniert, ist noch zu vertreten. Wenn aber die Abwehr nicht funktioniert, dann können wir auch keine Punkte aus den Spielen mitnehmen.“
In den letzten Auswärtspartien fehlte dem Abwehrblock der Gmünder oft der Zugriff auf die gegnerischen Angreifer. Dort wird Michael Hieber ansetzen, um sein Team auf die nächsten Wochen bestmöglichst vorzubereiten. „Heute sind wir an unsere Grenzen gestoßen. Aber auch in den nächsten Wochen müssen wir unsere Erwartungen zurückschrauben“, sagt der Coach mit Blick auf die kommenden Oberligaspiele. „Wir werden uns weiterentwickeln und versuchen unser Selbsvertrauen wieder aufzubauen.“
Im kommenden Spiel empfängt er TSB den Tabellenführer aus Pfullingen.

TSB:
Fabian – S. Frey (1/1), Schamberger, S. Göth (5/3), Waibel, Tobias (6), F. Häfner (5), Czypull (1), Waldenmaier, Bächle (1), M. Häfner, Fröhlich (7).

© Gmünder Tagespost 23.11.2014 22:12:07

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