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„Noch ist nichts erreicht“

26.02.2016. Der Klassenerhalt ist zum Greifen nahe. Aber eben doch noch lange nicht eingetütet. Michael Hieber, der Gmünder Trainer, hebt vor der Partie des TSB Gmünd gegen die TSG Söflingen daher mahnend den Zeigefinger. Anpfiff in der Großsporthalle ist am Samstag um 19.30 Uhr.

Hebt mahnend die Hand: Gmünds Trainer Michael Hieber erinnert daran, dass trotz der guten Ausgangsposition der Klassenerhalt für den TSB noch nicht sicher ist.  (Foto: jps)

Die Trainerdiskussion im Lauf der Woche kam aus Sicht von Michael Hieber zur Unzeit. Noch ist nicht entschieden, wie der Coach des TSB Gmünd in der kommenden Saison heißen wird, doch Hieber hält nicht viel davon, darüber öffentlich diskutieren zu müssen: „Fakt ist: Noch ist keine Entscheidung gefallen. Und so lange haben wir Besseres zu tun, als irgendwelche Dinge zu kommentieren, nur weil da irgendwo irgendein Fass aufgemacht wird. Diese Spekulationen bringen doch niemanden weiter. Ganz egal, ob sie sich in ein paar Wochen als wahr oder als falsch herausstellen werden. Es gibt genügend andere Dinge, über die ich aktuell deutlich lieber sprechen würde. Ich bin ganz ehrlich: Mich nervt dieses Thema zum jetzigen Zeitpunkt“, sagte der Trainer. Sein Unmut war nicht zu überhören.
Hieber würde sich viel lieber über die aktuelle sportliche Situation unterhalten: „Wir haben zuletzt 9:3 Punkte geholt, haben einen tollen Lauf und stehen sensationell auf Platz sieben. Dazu könnte man Fragen stellen, weil damit keiner rechnen konnte.“ Zumal Hieber um jeden Preis vermeiden will, dass irgendein Spieler glauben könnte, der Klassenerhalt sei schon eingetütet. „Ich sage das in aller Deutlichkeit: Noch haben wir nichts erreicht. Ich freue mich jeden Tag über unsere komfortable Situation, ich bin ungemein stolz auf diese junge Mannschaft. Es ist sensationell, was für eine starke Saison bis hierhin gespielt haben. Nur dürfen wir nicht aufhören, Gas zu geben.“
Hiebers Warnungen sind nicht unbegründet: Im schlimmsten Fall steigen fünf Mannschaften aus der Oberliga ab, so gesehen haben die Gmünder Handballer aktuell nur fünf Punkte Vorsprung auf die Abstiegszone. Und: Den TSBlern stehen noch einige Spiele gegen Topteams ins Haus, die in der Regel nicht zu gewinnen sein werden.
Dennoch blicken die Gmünder deutlich optimistischer auf die anstehenden Aufgaben als noch vor einigen Wochen. Am Samstag gastiert beispielsweise der Fünfte TSG Söflingen in der Großsporthalle. „Das ist eine Mannschaft mit einer unfassbar guten Start-Sieben“, sagt Hieber. Gefühlt sind die Söflinger daher Favorit. Doch Fakt ist eben auch: Den TSB und die TSG trennen nur drei Punkte in der Tabelle, der vermeintliche Abstiegskandidat und der potenzielle Aufstiegskandidat treffen auf Augenhöhe aufeinander. „Wir sind ganz sicher nicht chancenlos“, sagt Hieber. „Gleichzeitig wird der Gegner deutlich mehr Möglichkeiten haben uns zu ärgern als einige Gegner in den vorausgegangenen Spielen.“ So gesehen sei die Partie auch ein hervorragender Gradmesser, um zu sehen, wie weit seine Mannschaft wirklich schon ist.
Und sollte dabei am Ende tatsächlich der nächste Sieg herausspringen, wäre der TSB dem Klassenerhalt erneut einen Schritt näher.

TSB:
Fabian, Juhnke – Bächle, Schamberger, L. Waldenmaier, Fröhlich, Petersen, Schwenk, F. Häfner, M. Häfner, Leinß, J. Waldenmaier, J. Häfner

© Gmünder Tagespost 25.02.2016 18:31:51

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