Nicht mehr Platzhirsch
Er kämpft sich durch die Reha. Wieder einmal. „Weil immer ein anderes Körperteil verletzt ist, kann ich mich nicht damit abfinden, dass es vorbei sein soll“, sagt Andreas Hieber. Der 28-jährige Handballer hat berechtigte Hoffnungen, dass er zum Ende der Sommer-Vorbereitung wieder ins Mannschaftstraining einsteigen kann.
Das Gespräch dauert noch keine zwei Minuten, da hört man sie
schon wieder, diese Angriffslust in der Stimme von Andreas Hieber. „Ich
sehe meine sportliche Entwicklung eigentlich noch lange nicht als
beendet an“, sagt der linke Rückraumspieler. Seit bald vier Jahren
plagt er sich mit diversen Verletzungen herum, und eine einfache
Zerrung kennt er dabei gar nicht: Komplettschaden im Knie,
Komplettschaden in der Schulter, das sind die Dinge, die er zu
verarbeiten hatte. „Es waren immer verschiedene Verletzungen an
verschiedenen Körperteilen“, sagt er, „und deshalb kann ich mich nicht
damit abfinden, dass es vorbei sein soll“. Wäre, zum Beispiel, die alte
Schulterverletzung neu aufgebrochen, „dann hätte sogar ich kapiert,
dass ich aufhören muss“. Dann lacht er. Hieber kennt seinen Ruf, der
ihm zurecht vorauseilt: Wenn’s um seine sportliche Laufbahn geht, ist
er ein wahrer Sturkopf.
Das liegt freilich auch am enormen Respekt, den er trotz seiner Verletzungen genießt. Auch wenn er seit dem Württembergliga-Aufstieg nie mehrere Monate beschwerdefrei gespielt hat, hat sein Wort in der Mannschaft Gewicht. Er ist einer, der sich gerne Gedanken macht, vor allem über seinen Heimatverein. Und so verweist er auch jetzt darauf, dass er noch großes Entwicklungspotenzial in der Mannschaft sieht: „Sebastian Fabian, Christian Tobias, Paul Boizesan und Matthias Czypull sind sehr junge Spieler“, sagt Hieber. Hinzu kommen die seit Jahren etablierten Führungsspieler wie Johannes Frey, sein Bruder Michael oder Simon Frey. „Diese Mannschaft“, so Hieber, „kann noch einiges erreichen“.
Auch das ist so ein Aspekt, der ihn immer noch antreibt. Hieber könnte das Puzzle-Teil sein, das dem TSB noch fehlt, um das Bild eines Titelkandidaten zu vervollständigen. Und er macht auch deshalb kein Geheimnis daraus, dass es „für mich eine sehr deprimierende Saison“ war, die nun zu Ende geht: „Aus meiner Sicht wegen der Verletzung. Aber auch aus Sicht der Mannschaft. Ein dritter oder vierter Platz ist in dieser Liga natürlich in Ordnung. Aber es war schon früh klar, dass nach oben nichts mehr geht.“
Hieber arbeitet daran, zum Ende der Vorbereitung ins Mannschaftstraining einzusteigen. Schon vor der Operation am 22. Januar konnte er gezieltes Krafttraining absolvieren, „weshalb sich das Knie sehr stabil anfühlt“. Dreimal pro Woche geht er nun in die Reha, fünfmal pro Woche zusätzlich ins Fitnessstudio. „Ich kann schmerzfrei radfahren und joggen. Es ist ehrgeizig, aber realistisch, dass ich zum Ende der Sommervorbereitung ins Mannschaftstraining einsteigen kann. Die Physiotherapie bei Alex Salkowski schlägt gut an, das Knie wird immer stabiler. Das sagt mir auch unser Mannschaftsarzt Dr. Stefan Vogt.“
Hieber hat endlich wieder den Handball vor Augen. Zumal er zu Beginn der Saison Blut geleckt hat. 18 Tore erzielte er in den ersten drei Spielen, genauso viele wie Johannes Frey und Michael Hieber. „Zu sehen, dass es noch geht, hat schon gut getan.“
Für Hieber ist es auch ein reizvoller Gedanke, „in diesen großen Konkurrenzkampf, der bei uns mittlerweile herrscht, einzusteigen“. Früher war er Stammspieler, sobald er wieder laufen konnte. „Heute bin ich nicht mehr der Platzhirsch, dazu spielt Johannes Frey seit Jahren zu stark.“ Und doch wünscht er sich nichts sehnlicher als die Zwangsversetzung des besten TSB-Torschützen auf die Außenbahn. Denn: „Wenn Hannes außen aufläuft, heißt das, dass ich endlich wieder mitspielen kann.“
Das liegt freilich auch am enormen Respekt, den er trotz seiner Verletzungen genießt. Auch wenn er seit dem Württembergliga-Aufstieg nie mehrere Monate beschwerdefrei gespielt hat, hat sein Wort in der Mannschaft Gewicht. Er ist einer, der sich gerne Gedanken macht, vor allem über seinen Heimatverein. Und so verweist er auch jetzt darauf, dass er noch großes Entwicklungspotenzial in der Mannschaft sieht: „Sebastian Fabian, Christian Tobias, Paul Boizesan und Matthias Czypull sind sehr junge Spieler“, sagt Hieber. Hinzu kommen die seit Jahren etablierten Führungsspieler wie Johannes Frey, sein Bruder Michael oder Simon Frey. „Diese Mannschaft“, so Hieber, „kann noch einiges erreichen“.
Auch das ist so ein Aspekt, der ihn immer noch antreibt. Hieber könnte das Puzzle-Teil sein, das dem TSB noch fehlt, um das Bild eines Titelkandidaten zu vervollständigen. Und er macht auch deshalb kein Geheimnis daraus, dass es „für mich eine sehr deprimierende Saison“ war, die nun zu Ende geht: „Aus meiner Sicht wegen der Verletzung. Aber auch aus Sicht der Mannschaft. Ein dritter oder vierter Platz ist in dieser Liga natürlich in Ordnung. Aber es war schon früh klar, dass nach oben nichts mehr geht.“
Hieber arbeitet daran, zum Ende der Vorbereitung ins Mannschaftstraining einzusteigen. Schon vor der Operation am 22. Januar konnte er gezieltes Krafttraining absolvieren, „weshalb sich das Knie sehr stabil anfühlt“. Dreimal pro Woche geht er nun in die Reha, fünfmal pro Woche zusätzlich ins Fitnessstudio. „Ich kann schmerzfrei radfahren und joggen. Es ist ehrgeizig, aber realistisch, dass ich zum Ende der Sommervorbereitung ins Mannschaftstraining einsteigen kann. Die Physiotherapie bei Alex Salkowski schlägt gut an, das Knie wird immer stabiler. Das sagt mir auch unser Mannschaftsarzt Dr. Stefan Vogt.“
Hieber hat endlich wieder den Handball vor Augen. Zumal er zu Beginn der Saison Blut geleckt hat. 18 Tore erzielte er in den ersten drei Spielen, genauso viele wie Johannes Frey und Michael Hieber. „Zu sehen, dass es noch geht, hat schon gut getan.“
Für Hieber ist es auch ein reizvoller Gedanke, „in diesen großen Konkurrenzkampf, der bei uns mittlerweile herrscht, einzusteigen“. Früher war er Stammspieler, sobald er wieder laufen konnte. „Heute bin ich nicht mehr der Platzhirsch, dazu spielt Johannes Frey seit Jahren zu stark.“ Und doch wünscht er sich nichts sehnlicher als die Zwangsversetzung des besten TSB-Torschützen auf die Außenbahn. Denn: „Wenn Hannes außen aufläuft, heißt das, dass ich endlich wieder mitspielen kann.“




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