Archiv

Unterstützt von:

Mit kühlem Kopf denFehlstart abwenden

27.01.2017. Handball, Oberliga Der TSB Gmünd steht vor der Partie gegen den TSV Weinsberg unter Druck. Trainer Michael Hieber mahnt zur Gelassenheit.

Zwei Spiele, zwei Niederlagen: Der TSB Gmünd hat die ersten beiden Spiele im Jahr 2017 verloren. Im Heimspiel gegen den TSV Weinsberg soll am Samstagabend der komplette Fehlstart verhindert werden. Foto: Tom
Zwei Spiele, zwei Niederlagen – und jetzt kommt mit dem TSV Weinsberg ein richtig starker Gegner: Der TSB Gmünd steht vor der Partie am Samstag um 19.30 Uhr in der Großsporthalle unter Druck. Trainer Michael Hieber bewahrt jedoch die Ruhe – und mahnt zur Gelassenheit.

Hieber weiß, dass seinen Spielern momentan der Fluch der guten Tat um die Ohren fliegen könnte. Ohne die überragende Hinrunde, ohne das Überwintern auf dem Aufstiegsplatz, ohne die begeisternden Spiele im Spätherbst 2016 hätte sich kein Mensch gewundert, dass der TSB Gmünd mit zwei Niederlagen ins neue Jahr gestartet ist. Schließlich hatte man gegen Kornwestheim und in Sandweier zwei Partien vor der Brust, die durchaus auch mal schief gehen können.

Doch der TSB hat selbst in der Hinrunde neue Maßstäbe gesetzt, die Spieler wollten und mussten sich urplötzlich Fragen gefallen lassen, ob der fulminante Lauf womöglich mit dem Aufstieg enden könnte. Hieber hat(te) damit kein Problem. „Wir haben das genossen, es lief ja auch hervorragend.“ Nur mahnte er schon vor dem Rückrundenstart davor zu glauben, man müsse nun die Saisonziele nach oben korrigieren.

Schlechteste Saisonleistung

Nun hat seine Mannschaft zweimal in Folge verloren, zeigte vergangenes Wochenende in Sandweier die schlechteste Leistung der Saison. Hieber war nach der Partie angefressen, er führte seiner Mannschaft in dieser Trainingswoche sehr deutlich vor Augen, dass das Team so nicht mehr auftreten sollte. Auf der anderen Seite jedoch mahnt er zur Gelassenheit: „Wir haben eine junge Mannschaft, da kannst du so etwas nicht verhindern. Vielleicht war das auch reinigend, vielleicht konzentrieren sich alle, auch im Umfeld, wieder aufs Wesentliche. Denn das Thema Aufstieg ist jetzt vom Tisch.“

Zu keiner Zeit überdreht

Hieber will vor der Partie gegen Weinsberg keine großen Ankündigungen machen. Er will, dass sein Team selbst die Antwort gibt. Er bleibt dabei gelassen: „Ich habe nicht überdreht, als es gut lief. Ich überdrehe jetzt nicht. Wir glauben an uns und unseren Weg, wir machen einfach weiter. Wir haben zwei Partien verloren. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Keinem ist geholfen, wenn wir jetzt in Panik verfallen.“

Am Samstag ist mit dem TSV Weinsberg ein direkter Konkurrent zu Gast im Schwerzer, die Mannschaft hat Tuchfühlung zum TSB aufgenommen, könnte im Lauf der Rückrunde noch zur Gefahr werden.

„Das wäre auch eine schwierige Partie geworden, wenn wir mit breiter Brust hätten antreten können“, sagt Hieber, will sich aber vor der Begegnung erst einmal auf die eigene Mannschaft konzentrieren. „Für uns geht es darum, den Kopf wieder nach oben zu nehmen. Ab sofort schauen wir nicht mehr auf die Tabelle, ab sofort geht es wieder darum, sich weiterzuentwickeln. Und die Spielfreude wiederzufinden. Wenn wir das schaffen, haben wir am Samstag auch die Chance auf zwei Punkte.“

TSB: Fabian, Juhnke – Bächle, Waibel, Fröhlich, L. Waldenmaier, Schwenk, F. Häfner, J. Häfner, Petersen, M. Häfner, Leinss, J. Waldenmaier, Göth, Schamberger

© Gmünder Tagespost 26.01.2017 17:35 (Swen Thissen)

Zurück