Hundert Prozent andersrum

13.02.2012. Es war ein überzeugender Auftritt der TSB-Handballer: Mit 34:23 besiegten die Gmünder die SG Bietigheim II und ließen das schwache Spiel eine Woche zuvor gegen die SG Lauter vergessen. Einziger Negativpunkt: Nach Sebastian Göth hat sich nun auch Benjamin Göth verletzt.

Patrick Schamberger traf viermal beim 34:23 des TSB gegen Bietigheim.

Der Aussetzer war schnell vergessen. Nach dem 29:30 bei der SG Lauter am Samstag zuvor hatte TSB-Trainer Michael Hieber noch geurteilt: „Wir sind nie richtig in die Partie gekommen.“ Im Spiel gegen Bietigheim konnte man das den TSB-Handballern gewiss nicht vorwerfen: Die Gmünder bestimmten das Spiel von Beginn an und gerieten kein einziges Mal in Rückstand. Christian Tobias und Djibril MBengue bildeten zusammen mit Paul Boizesan einen kaum zu stoppenden Rückraum. Auf der gegenüberliegenden Seite sah es anders aus: Die Bietigheimer taten sich angesichts der guten Gmünder Defensivarbeit schwer, gefährlich zum Abschluss zu kommen – zumal TSB-Keeper Sebastian Fabian wieder einmal viele Bälle abräumte.
9:6 führte der TSB nach 15 Minuten, dann traf Rechtsaußen Johannes Negwer zweimal in Folge für die Gmünder. Bietigheims Trainer Severin Englmann nahm eine Auszeit, doch es war der TSB, der danach mit dem Toreschießen weitermachte. Erst traf Benjamin Göth, dann hielt TSB-Keeper Sebastian Fabian, und den schnellen Gegenzug schloss Djibril MBengue erfolgreich ab – 13:6.

„Alles spielerisch gelöst“
Auch als Bietigheim zeitweise versuchte die TSB-Zentrale in Person von Paul Boizesan mit offensiver Deckung auszuschalten, ließen sich die Gmünder nicht beeindrucken. Die TSB-Offensivmaschine lief genauso effektiv weiter wie zuvor. Das fand auch TSB-Trainer Michael Hieber nach dem Spiel lobenswert: „Ob 6:0-Deckung, 5:1 oder Manndeckung – wir haben uns nie beeindrucken lassen und das immer spielerisch gelöst.“
Als Michael Hieber kurz vor dem Ende der ersten Halbzeit Simon Frey und Matthias Czypull anstelle von Patrick Schamberger und Djibril MBengue aufs Feld schickte, brauchte der TSB kurze Zeit zur Neuorientierung. Doch auch in dieser Phase hielt der TSB seinen Vorsprung, ebenso zu Beginn der zweiten Halbzeit, als die Bietigheimer mit neuem Schwung und mehr Aggressivität offensiv wie defensiv zu Werke gingen.

Abstand weiter ausgebaut
Nach fünf Minuten war die Drangphase der Gäste schadlos ausgestanden, und der TSB machte sich daran, den Vorsprung weiter auszubauen. Aus einem 21:15 machte die Hieber-Truppe ein 27:15 und hielt von nun an die Differenz immer zweistellig. Am Ende traf Patrick Schamberger mit einem schönen Tempogegenstoß zum 34:23-Endstand.
„Zu hundert Prozent andersrum“, sei das gewesen im Vergleich zum Spiel der Vorwoche, sagte der fünffache Torschütze Christian Tobias nach dem Spiel. „Obwohl es ein richtig guter Gegner war“, fügte er hinzu. Das betonte auch Trainer Hieber und ergänzte: „Ich freue mich richtig über den Sieg, denn es war eine geschlossene Teamleistung, alle haben gut gespielt. Auch als ich gewechselt habe, gab es keinen Leistungsabfall.“
Rechtzeitig vor der Herkulesaufgabe, dem Spiel am Freitag gegen Tabellenführer Waiblingen, haben die Gmünder ihrem Publikum und sich selber nochmal bewiesen, dass sie zu den besten Teams in der Württembergliga gehören.

TSB: Fabian, Engler; Czypull (1), Schamberger (4), Waibel (1), MBengue (8), A. Hieber (2), B. Göth (1), Boizesan (8/2), S. Frey, Negwer (4), Tobias (5), Steiner.

© Gmünder Tagespost 12.02.2012 (Bernd Müller)

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Kommentar von So siehts aus | 15.02.2012
Einen richtig schwarzen Tag erwischte das Team der SG BBM Bietigheim 2 in der Württembergliga gegen die TSB Schwäbisch Gmünd und verlor mit 23:34. Und vergab dabei ein Ass, um sich etwas Luft im Kampf um den Klassenerhalt zu verschaffen.
Die TSB Schwäbisch Gmünd kündigte in Ihrem Vorbericht zur Partie bereits Wiedergutmachung für deren letzte Leistungen an, dementsprechend gewarnt war man auf SG BBM 2 Seite, dass die TSB Schwäbisch Gmünd wohl mit sehr hohen Einsatz die Partie führen wurde und man zu 100% bereit sein müsste dagegen zu halten. Doch es kam anders, von Beginn an dominierte das Team von der TSB Schwäbisch Gmünd und war sowohl im Angriff, als auch in der Abwehr der SG BBM 2 überlegen. Denn die Gmünder gingen mit vollem Einsatz beherzt auf die SGBBM Abwehr zu und konnten somit, Lücken in den SGBBM 2 Verbund reißen. Da auch die Torhüter der SG BBM 2 in der ersten Halbzeit nicht viele Bälle zu greifen bekommen haben, war man schnell im Rückstand. Über 2:2 auf 9:5 und 12:6. Jetzt nahm man von SG Seite eine Auszeit und stellte die Abwehr erstmals um. Doch auch diese schien nichts am Spiel zu ändern, zu oft war auch die Offensive, wie auch schon die Defensive, an diesem Tag einfach der beherzt und mit 100% Leidenschaft spielenden TSB Gmünd unterlegen. Zu oft wurde zu inkonsequent auf die Abwehr gegangen und dann die sich bietenden Chancen einfach zu leichtfertig vergeben bzw. man scheiterte am sehr guten Gmünder Torhüter Sebastian Fabian. So dass es zur Halbzeit bereits 12:18 Stand. Nach der Halbzeit ging es so weiter, wie es im ersten Durchgang geendet hatte, egal ob man in der Defensive 6:0, 3:2:1, 5:1 oder gar 4:2 spielte. In jeder Phase des Spiels hatten die Gastgeber eine Antwort. Und nachdem auch der Rückraum der SG BBM 2 einfach zu harmlos war und keine entscheiden Lücken reißen konnte Stand es nach 40 Spielminuten bereits 15:25. Die Partie war gelaufen. Gründe hierfür waren sicher auch das Matthias Vogt gar nicht und Hendrik Schoeneck nur 8 Minuten eingesetzt werden konnten. Da auch die weiteren Alternativen im Rückraum kollektiv ihre Auszeit genommen hatten war man einfach zu harmlos um den Tabellenvierten bezwingen zu können. So das die Partie vor sich hin plätscherte und zum Ende mit 23:34 endete.
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