Hundert Prozent andersrum
Der Aussetzer war schnell vergessen. Nach dem
29:30 bei der SG Lauter am Samstag zuvor hatte TSB-Trainer Michael
Hieber noch geurteilt: „Wir sind nie richtig in die Partie gekommen.“ Im
Spiel gegen Bietigheim konnte man das den TSB-Handballern gewiss nicht
vorwerfen: Die Gmünder bestimmten das Spiel von Beginn an und gerieten
kein einziges Mal in Rückstand. Christian Tobias und Djibril MBengue
bildeten zusammen mit Paul Boizesan einen kaum zu stoppenden Rückraum.
Auf der gegenüberliegenden Seite sah es anders aus: Die Bietigheimer
taten sich angesichts der guten Gmünder Defensivarbeit schwer,
gefährlich zum Abschluss zu kommen – zumal TSB-Keeper Sebastian Fabian
wieder einmal viele Bälle abräumte.
9:6 führte der TSB nach 15
Minuten, dann traf Rechtsaußen Johannes Negwer zweimal in Folge für die
Gmünder. Bietigheims Trainer Severin Englmann nahm eine Auszeit, doch es
war der TSB, der danach mit dem Toreschießen weitermachte. Erst traf
Benjamin Göth, dann hielt TSB-Keeper Sebastian Fabian, und den schnellen
Gegenzug schloss Djibril MBengue erfolgreich ab – 13:6.
„Alles spielerisch gelöst“
Auch
als Bietigheim zeitweise versuchte die TSB-Zentrale in Person von Paul
Boizesan mit offensiver Deckung auszuschalten, ließen sich die Gmünder
nicht beeindrucken. Die TSB-Offensivmaschine lief genauso effektiv
weiter wie zuvor. Das fand auch TSB-Trainer Michael Hieber nach dem
Spiel lobenswert: „Ob 6:0-Deckung, 5:1 oder Manndeckung – wir haben uns
nie beeindrucken lassen und das immer spielerisch gelöst.“
Als
Michael Hieber kurz vor dem Ende der ersten Halbzeit Simon Frey und
Matthias Czypull anstelle von Patrick Schamberger und Djibril MBengue
aufs Feld schickte, brauchte der TSB kurze Zeit zur Neuorientierung.
Doch auch in dieser Phase hielt der TSB seinen Vorsprung, ebenso zu
Beginn der zweiten Halbzeit, als die Bietigheimer mit neuem Schwung und
mehr Aggressivität offensiv wie defensiv zu Werke gingen.
Abstand weiter ausgebaut
Nach
fünf Minuten war die Drangphase der Gäste schadlos ausgestanden, und
der TSB machte sich daran, den Vorsprung weiter auszubauen. Aus einem
21:15 machte die Hieber-Truppe ein 27:15 und hielt von nun an die
Differenz immer zweistellig. Am Ende traf Patrick Schamberger mit einem
schönen Tempogegenstoß zum 34:23-Endstand.
„Zu hundert Prozent
andersrum“, sei das gewesen im Vergleich zum Spiel der Vorwoche, sagte
der fünffache Torschütze Christian Tobias nach dem Spiel. „Obwohl es ein
richtig guter Gegner war“, fügte er hinzu. Das betonte auch Trainer
Hieber und ergänzte: „Ich freue mich richtig über den Sieg, denn es war
eine geschlossene Teamleistung, alle haben gut gespielt. Auch als ich
gewechselt habe, gab es keinen Leistungsabfall.“
Rechtzeitig vor der
Herkulesaufgabe, dem Spiel am Freitag gegen Tabellenführer Waiblingen,
haben die Gmünder ihrem Publikum und sich selber nochmal bewiesen, dass
sie zu den besten Teams in der Württembergliga gehören.
TSB:
Fabian, Engler; Czypull (1), Schamberger (4), Waibel (1), MBengue (8),
A. Hieber (2), B. Göth (1), Boizesan (8/2), S. Frey, Negwer (4), Tobias
(5), Steiner.




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Die TSB Schwäbisch Gmünd kündigte in Ihrem Vorbericht zur Partie bereits Wiedergutmachung für deren letzte Leistungen an, dementsprechend gewarnt war man auf SG BBM 2 Seite, dass die TSB Schwäbisch Gmünd wohl mit sehr hohen Einsatz die Partie führen wurde und man zu 100% bereit sein müsste dagegen zu halten. Doch es kam anders, von Beginn an dominierte das Team von der TSB Schwäbisch Gmünd und war sowohl im Angriff, als auch in der Abwehr der SG BBM 2 überlegen. Denn die Gmünder gingen mit vollem Einsatz beherzt auf die SGBBM Abwehr zu und konnten somit, Lücken in den SGBBM 2 Verbund reißen. Da auch die Torhüter der SG BBM 2 in der ersten Halbzeit nicht viele Bälle zu greifen bekommen haben, war man schnell im Rückstand. Über 2:2 auf 9:5 und 12:6. Jetzt nahm man von SG Seite eine Auszeit und stellte die Abwehr erstmals um. Doch auch diese schien nichts am Spiel zu ändern, zu oft war auch die Offensive, wie auch schon die Defensive, an diesem Tag einfach der beherzt und mit 100% Leidenschaft spielenden TSB Gmünd unterlegen. Zu oft wurde zu inkonsequent auf die Abwehr gegangen und dann die sich bietenden Chancen einfach zu leichtfertig vergeben bzw. man scheiterte am sehr guten Gmünder Torhüter Sebastian Fabian. So dass es zur Halbzeit bereits 12:18 Stand. Nach der Halbzeit ging es so weiter, wie es im ersten Durchgang geendet hatte, egal ob man in der Defensive 6:0, 3:2:1, 5:1 oder gar 4:2 spielte. In jeder Phase des Spiels hatten die Gastgeber eine Antwort. Und nachdem auch der Rückraum der SG BBM 2 einfach zu harmlos war und keine entscheiden Lücken reißen konnte Stand es nach 40 Spielminuten bereits 15:25. Die Partie war gelaufen. Gründe hierfür waren sicher auch das Matthias Vogt gar nicht und Hendrik Schoeneck nur 8 Minuten eingesetzt werden konnten. Da auch die weiteren Alternativen im Rückraum kollektiv ihre Auszeit genommen hatten war man einfach zu harmlos um den Tabellenvierten bezwingen zu können. So das die Partie vor sich hin plätscherte und zum Ende mit 23:34 endete.