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Hieber: „Wir feiern drei Tage lang“ – Kraft und Waldenmaier stehen als Neuzugänge fest

01.06.2014. Abteilungsleiter Steffen Alt nennt es „gigantisch“, für Trainer Michael Hieber ist es „der absolute Wahnsinn“: Mit dem Aufstieg in die Oberliga Baden-​Württemberg ist für den TSB Gmünd ein lang gehegter Traum in Erfüllung gegangen. Umso ausgiebiger wird seit Donnerstagabend gefeiert.

Aufsteiger

„Ich kann gar nicht viel dazu sagen – noch nicht“, meint Michael Hieber. „Eine Analyse wird erst in drei, vier Tagen möglich sein.“ Die Priorität – wie soll es nach solch einem Erfolg auch anders sein – hat gegenwärtig eben etwas ganz anderes. „Wir feiern. Die nächsten drei Tage lang. Mit viel Freude, vielen Emotionen. Alles ist gut“, sagt der Trainer des TSB Gmünd.
Schon einige Minuten, bevor in der Großsporthalle im entscheidenden Relegationsspiel gegen den HSV Hockenheim beim 24:20 die Schlusssirene ertönte, hatten die Aufstiegsfeierlichkeiten begonnen, hatte es kaum mehr jemanden der 1500 Zuschauer auf den Sitzen gehalten. „Die letzten vier Minuten waren ein Genuss“, erinnert sich Abteilungsleiter Steffen Alt zurück. „Als wir zum ersten Mal mit vier Toren vorne waren, habe ich zum Oberbürgermeister gesagt, dass er seinen Rathausbalkon auf Vordermann bringen kann. Weil wir am Samstag als Aufsteiger kommen.“
Gefeiert wurde am Vatertag erst noch einige Stunden lang in der Halle, ehe es bis tief in die Nacht hinein im El Mexicano weiterging. „Morgens um 4 Uhr ist die Rechnung ziemlich hoch ausgefallen“, verrät Alt. Am gestrigen Freitag ging die Aufstiegsparty weiter, laut Michael Hieber „mannschaftsintern“. Heute wird sich die Mannschaft nach dem offiziellen Empfang der Stadt noch vor Ort bei einigen Sponsoren bedanken.
„Das nehmen wir alles gerne mit“, betont Hieber die konditionellen TSB-​Qualitäten in Sachen Feiern. Dies haben sich alle Beteiligten nach dieser mit 39Pflichtspielen anstrengenden, kräfte– wie nervenzehrenden Saison redlich verdient. Dass es überhaupt so weit kommen wird, zeichnete sich gegen Hockenheim im von zwei starken Abwehrreihen geprägten ersten Abschnitt und beim 7:8-Halbzeitrückstand noch nicht ab. Doch so nach und nach platzte dann in den zweiten 30 Minuten der Knoten, weil Hockenheim nicht nur konditionell nachließ und der TSB-​Offensive Freiräume anbot, die Djibril M’Bengue und Co.effektiver auszunutzen wussten. Wenn auch wieder jeder Spieler auf seine Art und Weise einen Anteil am hochverdienten 24:20-Heimsieg gehabt habe, kennt Steffen Alt mit Torhüter Sebastian Fabian und Simon Frey zwei herausragende konstante Größen. Der 33-​jährige Co-​Trainer zählte mit vier verwandelten Siebenmetern und damit keinem einzigen Fehlschuss zu einem der Schlüsselspieler.
Die TSB-​Handballer spielen somit in der nächsten Saison in der Baden-​Württemberg-​Oberliga – so hoch wie nie zuvor in der bisherigen Vereinsgeschichte. Und werden nicht nur sportlich, sondern auch finanziell den nächsten Schritt machen (müssen). An einem weitaus größeren Etat wird man nicht vorbeikommen – nicht nur wegen der längeren Fahrtwege. „Wir werden uns an dem Niveau dieser Liga orientieren“, sagt Steffen Alt, der sich in sportlicher Hinsicht keine Sorgen mache für das erste Jahr.
Das erste Fundament sei durch die unabhängig vom Aufstieg schon vor dem „Endspiel“ gegen Hockenheim erfolgte Vertragsverlängerung von Djibril M’Bengue gelegt. Neuzugänge werden die Mannschaft verstärken. Zwei Neue stehen mit Jonas Kraft (HG Aalen/​Wasseralfingen) und dem Bargauer Lukas Waldenmaier aus der A-​Jugend von Frisch Auf Göppingen bereits fest.


Die Mannschaften der Oberliga Baden-​Württemberg in der Saison 2014/​2015, die am 13./14. September startet: SG Lauterstein, VfL Pfullingen, TV Oppenweiler,SG Pforzheim/​Eutingen, TB Kenzingen, TSG Söflingen, HG Oftersheim/​Schwetzingen, TV Sandweier, TV Willstätt, MTG Wangen, SG Heddesheim, SV Remshalden, TSV Deizisau, SG Heidelsheim, TV Oberkirch, TSB Gmünd

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