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Hieber bleibt – und macht 2016 Schluss

28.01.2015. Handball, BW-Oberliga: Der TSB-Cheftrainer verlängert seinen Vertrag / Drei Spieler verlassen den Verein zum Saisonende Auch in der Saison 2015/2016 wird Michael Hieber Trainer des TSB Gmünd sein. Danach ist jedoch Schluss. Nun sucht der Coach noch Neuzugänge und ein bis zwei Co-Trainer. Verlassen werden den Verein mindestens drei Spieler. Ein Überblick zur aktuellen Planung des BW-Oberligisten.

Michael Hieber will noch bis 2016 Cheftrainer beim Handball-Oberligisten TSB Gmünd bleiben. Und dann? Hieber: „Wir sind ein Viertligist und mit Sicherheit für einige Coaches interessant, zumal wir ein sehr junges Team haben.“ (Foto: Tom)
 Der aktuelle Kader: Der Großteil der Mannschaft hat seine Verträge verlängert. Jedoch: Drei Spieler werden den Verein verlassen. Die beiden Rückraumspieler Christian Tobias und Djibril M’Bengue stehen kommende Saison nicht mehr zur Verfügung, zudem hängt Kreisläufer Simon Frey seine Handballschuhe an den Nagel. Fragezeichen stehen noch hinter Ersatzkeeper Christoph Engler und Rechtsaußen Sebastian Göth. Letzterer habe „alle Zeit der Welt, sich zu entscheiden“, sagt Hieber. Denn: „Die Frage ist, ob die Gesundheit mitspielt. Er ist ein altgedienter Spieler, ich mache ihm keinen Druck. Aber natürlich hoffen wir, dass er bleibt.“ Der Rest des Teams wird definitiv auch kommende Saison im Schwerzer auflaufen.

 Die Laufzeit der Verträge: Sämtliche Spieler haben zugesichert, für mindestens zwei weitere Jahre das Trikot des TSB zu tragen. Ausnahme: „Verdiente Spieler wie Patrick Schamberger haben auch das Recht, nach einem Jahr aufzuhören“, sagt Hieber.

 Mögliche Neuzugänge: Neben den beiden bereits feststehenden Neuen (Linksaußen Köngeter und Kreisläufer Waldenmaier) sowie dem aus der A-Jugend aufrückenden Max Häfner sucht Hieber vor allem noch Rückraum-Spieler. Natürlich würde er liebend gerne einen fertig entwickelten Handballer nehmen, hätte aber auch mit ein, zwei Talenten aus der Region kein Problem: „Wir halten Augen und Ohren offen.“

 Der Trainer: „Ich mache noch ein Jahr weiter. 2016 ist allerdings Schluss“, sagt Hieber, denn: „Nach dann insgesamt 13 Jahren als Trainer des TSB reicht es auch.“ Zwar solle man im Sport niemals nie sagen, doch seine Entscheidung sei gefallen. Mit einer Einschränkung: „Sollte der Verein kurzfristig schon 2015 einen namhaften Trainer finden, stehe ich nicht im Weg. Dann stelle ich mein Amt auch gerne sofort zur Verfügung.“

 Hiebers Trainerteam: Der Coach hat einen klaren Plan: Am liebsten wären ihm mindestens zwei Co-Trainer, die ihm zur Hand gehen. „Ein kleines Trainerteam wäre optimal“, sagt er. „Ich bitte um Verständnis, dass es nicht Stil des TSB ist, Namen öffentlich zu diskutieren, aber natürlich fallen diese intern bereits.“ Auch Simon Frey, aktuell spielender Co-Trainer, ist noch in der Verlosung, doch der Kreisläufer hat sich noch nicht entschieden.

 Der Trainer ab 2016: Es gibt zwei Szenarien. Die eine ist, einen Trainer mit Erfahrung zu finden. „Wir sind ein Viertligist und mit Sicherheit für einige Coaches interessant, zumal wir ein sehr junges Team haben“, sagt Hieber. Doch man hat auch eine zweite Möglichkeit im Kopf – eine interne. Hieber: „Es wäre auch charmant, wenn beispielsweise mein künftiger Co-Trainer ein Jahr später zum Cheftrainer wird.“ So oder so möchte man einen sauberen Übergang schaffen. Hieber: „Auch deshalb wollten wir, dass sämtliche Spieler für zwei weitere Jahre verlängern. Der neue Trainer soll auf ein eingespieltes Team zurückgreifen können und nicht gleich einen Neuaufbau starten müssen.“

 Die Abteilungsführung der Zukunft: Es ist nicht neu, dass Steffen Alt sein Amt des Abteilungsleiters zur Verfügung stellen wird. Doch Hieber ist sich auch sicher, dass Alt dem Verein in irgendeiner Funktion erhalten bleiben wird. „Wir wollen die Aufgaben ja auf mehrere Schultern verteilen, uns professioneller aufstellen“, sagt Hieber. Und: „Gut denkbar, dass auch ich dem Verein erhalten bleibe. Zumindest für ein, zwei, drei weitere Jahre. Danach kann’s auch sein, dass ich die Sportart wechseln werde, wenn meine Kinder sich für andere Dinge als Handball begeistern.“ Welche Position Hieber in Zukunft bekleiden wird? „Ich habe noch keine Idee“, sagt er, „aber es ist ja nicht neu, dass ich mich für Strukturen in der Jugendarbeit begeistern kann – und ich schon lange daran denke, dass man in Schwäbisch Gmünd etwas Neuartiges aufbauen könnte.“

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