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Gewinnen auch ohne Fröhlich

30.03.2017. Handball, Oberliga Die nächste Hürde für den neuen Dritten wartet in Willstätt. Der TSB muss nun vor allem cool bleiben – auch ohne seinen Top-Torjäger.

Die Mannschaft von Trainer Michael Hieber muss gegen den TV Willstätt punkten, auch ohne Aaron Fröhlich. Foto: Laible

Auf das Handballfest folgt das Pflichtprogramm: Der TSB Gmünd reist nach dem Kantersieg im Spitzenspiel gegen Herrenberg am Samstag zum TV Willstätt. Anpfiff ist um 20 Uhr. Beim Dritten weiß man: Jeder Patzer kann ab sofort entscheidend sein. Weshalb es nun wichtig ist, fokussiert und doch cool zu bleiben. Aber gerade jetzt kommt die Verletzung von Aaron Fröhlich reichlich ungeschickt. Denn der Toptorschütze des TSB fällt nach einem Achillessehnenriss für den Rest der Saison aus. „Ihn kann man nicht ersetzen“, gibt TSB-Trainer Michael Hieber offen zu.

Das Problem: bei drei Punkten Rückstand auf den Zweiten Neuhausen und nur noch sechs zu bestreitenden Partien darf das Team in der jetzigen Phase der Saison weder verkrampfen noch schlampig werden. „Wir haben bisher eine gesunde Mischung aus Konzentration, Spaß und Vollgas gefunden“, sagt Hieber.

Natürlich ist auch ihm bewusst, dass sein Team ab sofort etwas zu verlieren hat, auch wenn der Druck mehr denn je beim Gejagten Neuhausen liegt. Und ohnehin ist Hieber erneut bemüht, sich ausschließlich auf seine eigene Mannschaft zu konzentrieren. „Sie können gerne rechnen und überlegen, was wann passieren könnte. Aber für uns ist das nichts wert. Wir müssen nur unsere Aufgaben erledigen. Den Rest überlasse ich der Öffentlichkeit.“

Der TSB-Trainer weiß dennoch, dass am Wochenende Tabellenführer Kornwestheim zuhause den TSV Neuhausen empfängt, sodass die Chance also groß wie nie ist, dass der Konkurrent der Gmünder patzt. Mit einer gewaltigen Einschränkung: Der Spitzenreiter ist bereits aufgestiegen! Der TSB als Dritter kann Kornwestheim nicht mehr einholen, und da der Erste und der Zweite den Sprung in die 3. Liga schaffen, ist die Saison für den Ersten beinahe schon gelaufen. Die Gmünder können an dieser Tatsache nichts ändern – aber natürlich hofft beim TSB ein ganzer Verein, dass Kornwestheim sportlich fair Vollgas gibt. Denn ein Sieg des SVK könnte die Aufstiegschancen des TSB exorbitant vergrößern.

Das wiederum gilt nur, wenn die Gmünder ihrerseits beim TV Willstätt gewinnen. Der Elfte hat 18:30 Punkte auf dem Konto und kann im Kampf um den Klassenerhalt dringend noch jeden Zähler gebrauchen. „Das ist eine Partie, die du immer verlieren kannst, wenn du nicht gut spielst“, sagt Hieber, redet aber auch nicht drum herum, wenn er sagt: „Ich weiß auch, dass wir mittlerweile als Favorit zu solchen Partien fahren.“

Nur nachlässig darf Hiebers Team nicht werden. „Jeder Spieler weiß, dass Willstätt vor knapp zwei Monaten Herrenberg geschlagen hat. Das sollte uns Warnung genug sein.“

Nichtsdestotrotz ist der Ausfall von Aaron Fröhlich natürlich ein herber Rückschlag, der im schlimmsten Fall die Gmünder Träume vorzeitig besiegeln könnte. „Wir müssen jetzt noch enger zusammen stehen, aber auf Dauer ist er trotzdem nicht zu ersetzen.“

TSB: Fabian, Juhnke – Bächle, Waibel, L. Waldenmaier, Schwenk, F. Häfner, J. Häfner, M. Häfner, Leinss, J. Waldenmaier, Göth, Schamberger.

© Gmünder Tagespost 23.03.2017 17:52

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