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Erster Sieg im ersten Heimspiel

19.09.2016. Nach der Auftaktniederlage in Kornwestheim sicherte sich die Mannschaft um Trainer Michael Hieber im ersten Heimspiel der Saison gleich den ersten Sieg. Dabei zeigten die Gmünder Handballer vor allem eine kämpferisch gute Leistung, bester Werfer auf Seiten des TSB war Aaron Fröhlich mit acht Treffern.

Für Andreas Hieber (links) war es das erste Heimspiel als Co-Trainer, gemeinsam mit Bruder Michael Hieber coachte er an der Seitenlinie den TSB. (Fotos: Hie)
Bereits vor dem Spiel war klar, dass sich das Team um Spielmacher Aaron Fröhlich deutlich steigern musste, um gegen den TV Sandweier Punkte holen zu können. Nach einem schweren Start kam der TSB immer besser ins Spiel und zeigte über die komplette Spielzeit eine kämpferisch starke Leistung. „Spielerisch haben wir allerdings noch was vor uns“, sagte Trainer Michael Hieber nach dem Spiel.
Die Gäste aus Sandweier starteten mit dem ersten Treffer in die Partie, den Hausherren fehlten zu Beginn die Möglichkeiten zum Abschluss. Defensiv stand die Abwehr um Abwehrchef Christian Waibel jedoch sehr stabil und verhinderte einige Gegentreffer. Auch im Verbund mit Torhüter Sebastian Fabian, der im ersten Abschnitt mehr als die Hälfte der Bälle auf sein Tor parierte.
Nach anfänglichen Schwierigkeiten lief es für die Gastgeber immer besser, bereits nach acht Minuten wurde Aaron Fröhlich von der gegnerischen Verteidigung unter Manndeckung gestellt. Sandweier schaffte es jedoch erst in einer eigenen Überzahlsituation die Führung des TSB auszugleichen. Mit zwei Paraden innerhalb eines Angriffs verhinderte Torhüter Fabian allerdings die TV-Führung, im Gegenzug starteten die Gmünder fünf Minuten vor der Pausensirene einen 3:0-Lauf.
Gegen Ende des ersten Spielabschnitts wirkten die Handballer des TSB konzentrierter und zeigten auf dem Feld mehr Kampfgeist als noch die Woche zuvor in Kornwestheim. Durch mehrere Tempogegenstöße, meistens durch den schnellen Wolfgang Bächle, schraubte die Heimmannschaft den Vorsprung auf fünf Tore zum 14:9 -Halbzeitstand.
Auch nach dem Seitenwechsel zeigte sich Bächle in vielen Situationen aufmerksam, vorne initiierte er mehrere Konter, im Gegenzug verhinderte er durch seine aufmerksame Spielweise einige Tempogegenstöße des TVS. Aber auch der Rest der Mannschaft zeigte sich nach der Pause sowohl defensiv als auch offensiv sehr konzentriert. Bezeichnend für die kämpferische Leistung war ein Tempogegenstoß des TVS: Spielmacher Fröhlich zog den Sprint an und schaffte es, den Gäste-Angreifer so zu irritieren, das dieser beim Abschluss am TSB-Keeper scheiterte.
Ein weiterer Grund für den Erhalt des Vorsprungs war auch weiterhin Torhüter Fabian, der in der zweiten Hälfte nicht nur zwei Siebenmeter parierte, sondern auch einige freistehende Würfe der TV-Angreifer abwehrte. Die Gäste aus Sandweier versuchten in den letzten Minuten der Partie durch eine 3-3-Deckung noch aufzuschließen, die Lücken wurden von den TSBlern aber schnell gefunden.
Bereits eine Minute vor Schluss ballte Trainer Michael Hieber an der Seitenlinie die Fäuste, weil er wusste, dass ihm und seiner Mannschaft der Sieg nicht mehr zu nehmen war. 31:24 stand es nach der Schlusssirene, insgesamt zeigte der TSB Gmünd eine kämpferisch gute Leistung und behielt die zwei Punkte verdientermaßen in der heimischen Großsporthalle.

So spielten sie:
TSB: Fabian – Bächle (7), L. Waldenmaier, Waibel (2), Fröhlich (8/4), Schwenk, F. Häfner (1), M. Häfner (5), Leinß (3), J. Waldenmaier (3), J. Häfner (1), Petersen (1)
Schiedsrichter: Markus Lipps (SG Pforzheim), Felix Maertin (TS Mühlburg)

Michael Hieber, Trainer TSB Gmünd: „Heute war es in der Halbzeit auch laut in der Kabine – aber laut durch mein Lob. Wir sind schwer ins Spiel gekommen, haben heute aber eine kämpferisch gute Leistung gezeigt. Spielerisch ist sicher noch Luft nach oben. Es ist Wahnsinn, was für ein Druck auf dieser jungen Mannschaft liegt, das haben sie auch gespürt. Aber sie sind sehr gut damit umgegangen. Der Auftritt heute war ganz anders als noch vorige Woche in Kornwestheim, vor allem sind wir besser in die Zweikämpfe gekommen.“

Jonas Waldenmaier, Kreisläufer TSB: „Unsere Grundeinstellung war heute eine ganz andere. Wir sind aggressiver in die Zweikämpfe gegangen und wollten gewinnen. Spielerisch geht es natürlich noch etwas besser, aber der Kampf war da.“

Max Häfner, TSB: „Die Fehlerquote im Spiel nach vorne war im Vergleich zu letzter Woche nicht so hoch, trotzdem ist natürlich immer noch Luft nach oben. Auch den Kampf haben wir in den Zweikämpfen besser angenommen. Heute lief es einfach besser als in Kornwestheim.“

Philipp Schwenk, TSB: „Unsere Abwehrleistung war heute deutlich stabiler, wir haben deutlich weniger Fehler gemacht. Auch Sebi (Torhüter Sebastian Fabian - Anm. d Red.) hat überragend gehalten und war ein starker Rückhalt. Über Konter haben wir einfache Tore erzielt. Insgesamt haben wir uns im Angriff sehr gut bewegt, auch ohne Ball.“

Michael Kucher, Gmünder Tagespost

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