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Entwicklungspotenzial macht Mut

11.05.2017. Bilanz und Zeugnisse Handballer des TSB Schwäbisch Gmünd spielten die beste Saison in der Vereinsgeschichte. Aber Aufstiegsträume sind geplatzt und die Herausforderungen für die nächste Runde groß.

Solche Momente erhoffen sich die Gmünder Handballfans auch in der kommenden Saison von ihrem TSB: Begeisternde Kampfkraft, viel Emotionen, geschlossenes Auftreten – und Jubel über viele spektakuläre Tore und viele verdiente Siege. Foto: Walter Laible

Rückblick und Ausschau

Handball hat in Gmünd dem Fußball, was die Zuschauerzahlen betrifft, klar den Rang abgelaufen. Ruft der TSB, ist die Großsporthalle voll. Im Schnitt kamen über 600 Fans zu den 15 Heimspielen der Jungs von Trainer Michael Hieber, die in der abgelaufenen Saison 2016/17 für reichlich Spektakel sorgten und in der Oberliga Baden-Württemberg mit Rang 4 die beste Platzierung in der Vereinsgeschichte erreichten. In 21 von 30 Spielen schossen sie über 30 Tore. Und doch schwingt ein bisschen Wehmut über den verpassten, aber möglichen Aufstieg in die 3. Liga mit. Ein Rückblick.

Die Verletzung von Aaron Fröhlich war Knackpunkt:
Der SV Kornwestheim war die Ausnahmemannschaft, die souverän früh als Meister feststand. Der TSB war mit dem Salamander-Team zweimal auf Augenhöhe, verlor aber beide Spiele denkbar knapp. Besonders das 28:29 zuhause war ein Schock für die Moral. Dennoch hätte der TSB dem TSV Neuhausen den zweiten Aufstiegsplatz streitig machen können – als aber Aaron Fröhlich sechs Spieltage vor Saisonende sich einen Achillessehnenriss zuzog, platzten die Träume. Ohne Fröhlich reichte die Qualität der jungen Gmünder Mannschaft nicht mehr aus – 4:8 Punkte nur gab es zuletzt, der TSV Neuhausen fischte im Endspurt 21:1 Zähler am Stück.

Die Kraft ging aus: „Wir müssen mit einem Einbruch rechnen“, warnte Michael Hieber, als seine Mannschaft in der Vorrunde die Fans verzückte, „wir müssen schnell 26 Punkte holen, um nicht in Abstiegsgefahr zu geraten“. 12:2 Punkte fuhr der TSB in der Vorrunde zu Hause ein, leistete sich nur gegen den TV Willstätt einen unnötigen Ausrutscher; 10:6 Zähler waren es auswärts, das bedeutete Rang 2 nach 15 Spielen.

In der Rückrunde nach dem Schlüsselspiel gegen Kornwestheim dann der Einbruch: Zwar blieb mit 12:4 Zählern die Heimbilanz positiv, aber auswärts ging nicht mehr viel – 3:11 Punkte, nur beim Lokalrivalen SG Lauterstein gab es einen Sieg in fremder Halle. Es machte sich eben bemerkbar, dass (ohne den 28-jährigen Sebastian Fabian gerechnet), der Altersschnitt bei knapp 22 Jahren liegt. Dieser Fakt ist aber ein Hoffnungsanker für die Zukunft.

Wie es weiter geht. Zwei großen Herausforderungen sich der TSB stellen: Max Häfner wechselt zum TVB Stuttgart, Aaron Fröhlich wird erst Mitte der Vorrunde wieder einsatzbereit sein. Von den bisherigen Neuzugängen Dominik Sos (zurück von TSV Alfdorf/Lorch) und Nico Krauß (SG Lauterstein) sowie von Torwart Philipp Neukamm kann man nicht erwarten, dass sie Fröhlich und Max Häfner ersetzen. Aber: Die jungen TSB-Spieler haben alle viel Entwicklungspotenzial. Die Waldenmaier-Brüder, Sven Petersen und Jonas Leinß spielten schon in der A-Jugend-Bundesliga bei Frisch Auf Göppingen – „mit denen habe ich viel vor“, kündigt Michael Hieber an und orakelt: „Wir schauen uns am Markt um, es muss aber passen!“. Man wird sehen, am 19. Juni beginnt das Training für die neue Saison.

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