Eine desolate Offensive
Mal wieder eine Auswärts-Katastrophe: Der TSB Gmünd hat in Remshalden nur 23 Tore erzielt. So wenige waren es in der ganzen Saison noch nie. Folgerichtig ging man beim Tabellensiebten mit 23:30 unter. Weshalb auch das Ziel, Dritter zu werden, akut gefährdet ist. Denn Heiningen ist am TSB vorbeigezogen.
Es war eine symptomatische Minute, und sie
entschied die Partie des TSB Gmünd in Remshalden endgültig. Kurz nach
Wiederanpfiff, der TSB hatte kurzzeitig aufgrund von Zeitstrafen drei
Mann mehr auf dem Feld, war die Chance da, den Vier-Tore-Rückstand
schrumpfen zu lassen. Und was macht der TSB? Er verballert zweimal und
lässt sich auch noch allen Ernstes hinten einen einschenken. „Danach
war klar“, sagte Rolf Kölle, „dass das hier nichts mehr werden wird“.
Doch
nicht nur diese Situation enttäuschte den Trainer. „Es war das
vielleicht schlechteste Spiel dieser Saison“, sagte er, und auf die
Frage, was schief gelaufen sei, sagte er nur ein Wort: „Alles.“ Und:
„So stark und engagiert wir gegen Weinsberg waren, so schwach war das
heute.“ Vor allem die Offensive. Dem Rückraum fiel kaum etwas ein,
weder Paul Boizesan noch Johannes Frey entwickelten ihre gewohnte
Torgefahr. Und der dritte Stammspieler im Rückraum, Michael Hieber, war
gar nicht erst dabei. Aus geschäftlichen Gründen weilte er am
Wochenende in Hamburg, und es war nicht zu übersehen, dass nicht nur
seine Tore, sondern auch seine Führungspersönlichkeit fehlte.
Als
Ausrede darf das freilich nicht gelten: „Wir hatten in der Offensive
einfach viel zu wenig Einfälle, zudem waren die Würfe oft einfach auch
zu schwach“, so Kölle. Nur die Defensive nahm er ein wenig in Schutz:
„Klar hätten wir da auch besser spielen können, aber im Umkehrschluss
war Remshalden auch gut drauf und hatte die besseren Schützen an diesem
Tag.“ Dennoch wehrt sich Kölle dagegen, die Saison gedanklich nun zu
beenden: „Wir haben nächste Woche unser letztes Heimspiel, und mit
Schmiden kommt die beste Mannschaft der Liga. Bis dahin müssen wir uns
wieder berappelt haben, um den Zuschauern einen würdigen Abschied zu
bescheren.“
Der TSV Heiningen nutzte den Gmünder Patzer, gewann
zeitgleich 35:27 gegen die SG Lauter und ist nun neuer Dritter. Gut aus
Gmünder Sicht ist deshalb nur die Nachricht, dass beim TV Flein die
Luft raus zu sein scheint. Auch der TV hat verloren, und zwar in
Beilstein, und weil der TSB den direkten Vergleich mit Flein gewonnen
hat, ist bei vier Punkten Vorsprung und zwei noch ausstehenden Spielen
wenigstens der vierte Platz bereits endgültig gesichert.




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In den letzten drei Spielen geht es für die SV Remshalden noch um die Platzierung. Für eine gute Platzierung im Mittelfeld ist die SV Remshalden nach einem klaren Sieg gegen den bisherigen Tabellendritten Schwäbisch Gmünd weiter auf Kurs. Weder die schauspielerischen Einlagen der Gäste, noch unzählige Zeitstrafen und vier rote Karten konnten die SV Remshalden aus der Ruhe bringen.
Zum Ende der Saison hat die SV Remshalden ihren Rhythmus gefunden und ist im Team gefestigt. In der Anfangsphase legten die Gastgeber schnell los und stellten mit schönen Toren eine 5:0 Führung her. Mit zwei Siebenmetern und einem Treffer aus dem Rückraum verkürzten die Gäste auf 6:3 (11.). Doch Remshalden war nicht zu bremsen und spielte hohes Tempo. Beim 10:8 (20.) parierte Steffen Lehle und Remshalden traf in Unterzahl zum 11:8. Zu diesem Zeitpunkt konnte die SVR bereits vier Zeitstrafen verbuchen und Stefan Salmic gesellte sich mit der ersten roten Karte auf die Tribüne. Über ein 11:9 ging es beim 14:11 in die Kabinen.
Gleich zu Beginn der zweiten Hälfte, nach 23 Sekunden, verabschiedete sich André Toth mit dreimaliger Zeitstrafe und damit verbunden der roten Karte zu Salmic auf die Tribüne. In doppelter Unterzahl agierte die SVR überlegt und legte weiter mit 17:12 (34.) vor. Über 19:14 und 21:15 mussten die Remshaldener Mannen in der 42. Minute einen erneuten Rückschlag einstecken. Zeitstrafen für zwei Spieler und dann musste auch noch Alfi Deutschländer nach dreimaliger Zeitstrafe zu seinen Kameraden auf die Ränge sitzen. Immer wieder gelang es den Gastgebern die Remshaldener zu dezimieren, aber auch zu Dritt auf dem Feld kämpfte die Mannschaft weiter und hatte nun nur noch zwei Wechselmöglichkeiten. Wer nun dachte, dass die Partie kippen würde, täuschte sich. Steffen Lehle parierte einen Siebenmeter und im Gegenzug traf die SVR nur noch in doppelter Unterzahl zum 22:15. Beim 26:17 (48.) erspielte sich die SVR die höchste Führung in der Partie und der Wille der Gäste war nun endgültig gebrochen. In der 50. Minute musste sich auch noch der Gmünder Patrick Schamberger nach dreimaliger Zeitstrafe mit der roten Karte begnügen und das Spielfeld verlassen. In den letzten fünf Minuten zollte die SVR dem schnellen Tempo Tribut und vergaben nun einige Würfe. Dem Spiel und der kämpferischen Teamleistung tat dies aber keinen Abbruch und über ein 27:19 beendeten die Unparteiischen beim 30:22 die Partie. Mit einer tollen Leistung und der nötigen Ruhe in fragwürdigen Situationen konnte Remshalden einige Plätze gut machen und vor heimischer Kulisse überzeugen. Was nun auch am kommenden Sonntag beim TV Flein kommen mag, gegen den Tabellendritten hat der Remshaldener Mannschaftsgeist gesiegt.
SV Remshalden: Lehle, Juhnke, Schurr (5/4), Greiner, Tögel (2), Deutschländer (1), Toth, Wiesner (8), Ruge (8/1), Niederer, Salmic, Beller (5), Bay (1)
TSB Schwäbsich Gmünd: Fabian, Fuss, S. Frey (3), J. Frey (5), Schamberger (1), B. Göth (1), S. Göth, Boizesan (4/3), Nothdurft (3), Tobias (3), Steiner (2), Czypull