Ein Test, der Lust auf mehr macht
Ralf Rascher hatte
gehofft, dass man Grundzüge seiner Handschrift erkennen würde. Der
Neu-Trainer
wurde nicht enttäuscht. Sein Team stand nicht nur gut in der Defensive
(und
hatte in Sebastian Fabian und später in Philipp Neukamm starke
Torhüter),
sondern orientierte sich im Ballbesitz flott nach vorne. Genau diese
beiden
Elemente waren es, die Rascher zuletzt verstärkt hatte trainieren
lassen. Vor
allem Johannes Frey, Simon Frey und Paul Boizesan drückten zu
Spielbeginn in
Toren die gute Frühform aus, die drei waren für die ersten neun Tore
verantwortlich. Beide Freys und Boizesan liefen wie erwartet in der
Startformation auf, die folgendermaßen aussah: Im Tor spielte Fabian,
außen
Neuzugang Johannes Negwer (rechts) und Benjamin Göth (links), am Kreis
Simon
Frey und im Rückraum Michael Hieber (rechts), Johannes Frey (links) und
Boizesan
(Mitte). In Sachen Positionen also alles beim Alten.
Auch die
Einwechselspieler kamen auf den gewohnten Positionen zum Einsatz, nur
Robert
Steiner als Hieber-Ersatz im Rückraum war ungewohnt. Der am Samstag
stark
aufspielende Linksaußen Benjamin Göth ist vorerst der einzige Spieler im
Kader,
der konkurrenzlos ist, solange Johannes Frey im Rückraum benötigt wird,
was sich
jedoch ändern könnte, sobald Christian Tobias, Martin Schmeiser und
deutlich
später Andreas Hieber wieder zur Mannschaft stoßen werden. Welche
Verschiebungen
es dann geben wird, wird sich zeigen.
Momentan jedoch macht die
Mannschaft
Lust auf mehr. Gegen einen müden Baden-Württemberg-Oberligisten, der zur
Zeit
ohne Rücksicht auf Verluste täglich drei Stunden trainiert, legten die
Gmünder
ein ordentliches Tempo vor, sie kamen schnell zum Abschluss und hatten
mit
Michael Hieber und Paul Boizesan zwei Schützen, die jeweils neunmal
trafen. Über
ein 7:7 nach elf Minuten zogen die Gmünder auf 14:10 davon, zwei
Hieber-Tore vor
der Pause stellten den 20:15-Halbzeitstand sicher. Anschließend hielten
die
Gmünder tapfer den Vorsprung, nur einmal, beim 27:25, war Neuhausen
wieder dran,
was allerdings auch daran lag, dass der TSB in kürzester Zeit dreimal
den
Pfosten und einmal die Latte traf.
Der erste Eindruck war positiv.
Und auch
wenn man Testspiele nicht überbewerten darf, so kann man festhalten,
dass die
spielerische Leistung passte. Der TSB scheint gerüstet für die in zwei
Wochen
beginnende Saison.
TSB: Fabian, Neukamm;
Negwer
(2), M. Hieber (9/3), Boizesan (9/3), J. Frey (4), B. Göth (5), S. Frey
(5/1);
S. Göth, Steiner, Czypull, Schamberger (1).
© Gmünder
Tagespost 29.08.2010




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