Ein Gerüst mit wenigen Lücken

16.02.2012. Positive Signale gab es seit einigen Wochen, nun hat der TSB Gmünd Nägel mit Köpfen gemacht: Michael Hieber bleibt Trainer, Simon Frey assistiert ihm auch kommende Saison, der Großteil der Mannschaft hat unterschrieben. Verlassen werden den Klub zwei Außenspieler, zwei Rückraumspieler wackeln noch ein wenig – und vielleicht kehrt Steffen Krieg zurück.

Auch in der kommenden Saison wird Michael Hieber Trainer der TSB-Handballer sein und das Sagen haben. Eine große Entscheidungshilfe, den Vertrag zu verlängern, gaben ihm die zahlreichen Zusagen seiner Spieler für die kommende Runde.

Die Liste der Vertragsverlängerungen ist lang: Der beruflich stark eingebundene Johannes Frey macht ebenso weiter wie der immer wieder mit Verletzungen kämpfende Andreas Hieber. Bei anderen Leistungsträgern wie dem spielenden Co-Trainer Simon Frey gab’s ohnehin nie Zweifel, dass sie weitermachen würden. Michael Hieber, der seinen Vertrag ebenfalls um ein Jahr verlängert hat, kann definitiv auf folgende Spieler bauen: Sebastian Fabian, Christoph Engler, Andreas Hieber, Johannes Frey, Simon Frey, Paul Boizesan, Sebastian Göth, Robert Steiner, Patrick Schamberger, Christian Waibel, Matthias Czypull und Philipp Schwenk.
Auch Djibril MBengue und Christian Tobias haben zugesagt, doch zu 100 Prozent ist ihr Verbleib noch nicht gesichert: Wenn sie das Studium in andere Teile Deutschlands verschlägt, könnten sich beide recht plötzlich verabschieden müssen.
Definitiv verabschieden wird sich Benjamin Göth. „Er ist einer meiner treuesten Weggefährten, es ist wirklich schade“, sagt Trainer Michael Hieber, der mit hoher Wahrscheinlichkeit kommende Saison auch ohne Johannes Negwer auskommen muss: Der Rechtsaußen arbeitet in Reutlingen, die zeitliche Belastung ist einfach zu groß: „Die Tendenz geht Richtung Heimatverein“, sagt Hieber.
Entsprechenden Handlungsbedarf sieht der Gmünder Trainer nun auf den Außenpositionen: „Stand jetzt haben wir zum Saisonstart keinen Rechtsaußen, weil Sebastian Göth sich ja das Kreuzband gerissen hat.“ Zumindest ein Kandidat kommt aus dem eigenen Verein: Daniel Mucha. „Er hätte das Zeug für die erste Mannschaft“, so Hieber. Und auf der linken Außenbahn braucht der Coach ebenfalls eine neue Alternative. Auch hier ist eine interne Lösung denkbar: Patrick Schamberger könnte zum Linksaußen umfunktioniert werden, wenn dafür Christian Waibel dessen Part am Kreis übernimmt. Zudem sucht Hieber noch einen „jungen, aufstrebenden Rückraumspieler“, denn: „Gute Rückraumspieler kann man nie genug haben – und wir müssen darauf vorbereitet sein, dass Tobias oder MBengue doch noch gehen.“

„Steffen steht die Tür offen“
Zudem bestätigt Hieber erstmals, dass die mögliche Rückkehr von Keeper Steffen Krieg mehr als nur ein loses Gerücht ist: „Ich stehe privater Natur ständig in Kontakt mit Steffen. Wir haben mit Christoph Engler einen zweiten Torhüter, aber wenn ein Steffen Krieg zurückkommen möchte, steht ihm die Tür offen. Wenn sich Steffen für uns entscheiden würde, wäre das grandios.“
Bezüglich der sportlichen Ziele lässt sich Hieber noch nicht aus der Reserve locken: „In dieser Saison soll es uns nicht passieren, dass wir am Ende unnötig Spiele verlieren – und deshalb geht es auch noch nicht um die Ziele für die kommende Runde.“ Was nichts daran ändert, „dass ich die intensive Vorbereitung inklusive Trainingslager bereits plane“. Zumal Hieber in der laufenden Saison den Klub erst im August übernommen hatte. „Nun kann ich die Vorbereitung nach meinen Wünschen gestalten – und darauf freue ich mich sehr. Zumal es gut tut, dass der Großteil dieser Mannschaft bleibt. Genau das hat mich auch dazu bewogen, endgültig zuzusagen.“ Zumal es „für einige Spieler genügend Angebote“ gegeben habe. Auch das ist ein Punkt, der den Trainer optimistisch in die Zukunft blicken lässt: „Wir haben viele Gespräche geführt, in großen und in kleinen Kreisen, und es waren ja meine ersten Gespräche in verantwortlicher Funktion seit vielen Jahren. Doch es war wie früher: Kein einziger Spieler hat da um irgendetwas gefeilscht. Es ging die ganze Zeit nur um die Frage, wie wir den TSB der Zukunft gestalten wollen und ob sich die Perspektiven mit den Hoffnungen der Spieler decken.“

© Gmünder Tagespost 15.02.2012 (Swen Thissen)

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Kommentar von Gmünder | 17.02.2012
Seit wann werden Verträge in der Württembergliga unterschrieben?? Lächerlich!!
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Was ist die Summe aus 1 und 3?*