Ein Gerüst mit wenigen Lücken
Die Liste der Vertragsverlängerungen ist lang: Der
beruflich stark eingebundene Johannes Frey macht ebenso weiter wie der
immer wieder mit Verletzungen kämpfende Andreas Hieber. Bei anderen
Leistungsträgern wie dem spielenden Co-Trainer Simon Frey gab’s ohnehin
nie Zweifel, dass sie weitermachen würden. Michael Hieber, der seinen
Vertrag ebenfalls um ein Jahr verlängert hat, kann definitiv auf
folgende Spieler bauen: Sebastian Fabian, Christoph Engler, Andreas
Hieber, Johannes Frey, Simon Frey, Paul Boizesan, Sebastian Göth, Robert
Steiner, Patrick Schamberger, Christian Waibel, Matthias Czypull und
Philipp Schwenk.
Auch Djibril MBengue und Christian Tobias haben
zugesagt, doch zu 100 Prozent ist ihr Verbleib noch nicht gesichert:
Wenn sie das Studium in andere Teile Deutschlands verschlägt, könnten
sich beide recht plötzlich verabschieden müssen.
Definitiv
verabschieden wird sich Benjamin Göth. „Er ist einer meiner treuesten
Weggefährten, es ist wirklich schade“, sagt Trainer Michael Hieber, der
mit hoher Wahrscheinlichkeit kommende Saison auch ohne Johannes Negwer
auskommen muss: Der Rechtsaußen arbeitet in Reutlingen, die zeitliche
Belastung ist einfach zu groß: „Die Tendenz geht Richtung Heimatverein“,
sagt Hieber.
Entsprechenden Handlungsbedarf sieht der Gmünder
Trainer nun auf den Außenpositionen: „Stand jetzt haben wir zum
Saisonstart keinen Rechtsaußen, weil Sebastian Göth sich ja das
Kreuzband gerissen hat.“ Zumindest ein Kandidat kommt aus dem eigenen
Verein: Daniel Mucha. „Er hätte das Zeug für die erste Mannschaft“, so
Hieber. Und auf der linken Außenbahn braucht der Coach ebenfalls eine
neue Alternative. Auch hier ist eine interne Lösung denkbar: Patrick
Schamberger könnte zum Linksaußen umfunktioniert werden, wenn dafür
Christian Waibel dessen Part am Kreis übernimmt. Zudem sucht Hieber noch
einen „jungen, aufstrebenden Rückraumspieler“, denn: „Gute
Rückraumspieler kann man nie genug haben – und wir müssen darauf
vorbereitet sein, dass Tobias oder MBengue doch noch gehen.“
„Steffen steht die Tür offen“
Zudem
bestätigt Hieber erstmals, dass die mögliche Rückkehr von Keeper
Steffen Krieg mehr als nur ein loses Gerücht ist: „Ich stehe privater
Natur ständig in Kontakt mit Steffen. Wir haben mit Christoph Engler
einen zweiten Torhüter, aber wenn ein Steffen Krieg zurückkommen möchte,
steht ihm die Tür offen. Wenn sich Steffen für uns entscheiden würde,
wäre das grandios.“
Bezüglich der sportlichen Ziele lässt sich Hieber
noch nicht aus der Reserve locken: „In dieser Saison soll es uns nicht
passieren, dass wir am Ende unnötig Spiele verlieren – und deshalb geht
es auch noch nicht um die Ziele für die kommende Runde.“ Was nichts
daran ändert, „dass ich die intensive Vorbereitung inklusive
Trainingslager bereits plane“. Zumal Hieber in der laufenden Saison den
Klub erst im August übernommen hatte. „Nun kann ich die Vorbereitung
nach meinen Wünschen gestalten – und darauf freue ich mich sehr. Zumal
es gut tut, dass der Großteil dieser Mannschaft bleibt. Genau das hat
mich auch dazu bewogen, endgültig zuzusagen.“ Zumal es „für einige
Spieler genügend Angebote“ gegeben habe. Auch das ist ein Punkt, der den
Trainer optimistisch in die Zukunft blicken lässt: „Wir haben viele
Gespräche geführt, in großen und in kleinen Kreisen, und es waren ja
meine ersten Gespräche in verantwortlicher Funktion seit vielen Jahren.
Doch es war wie früher: Kein einziger Spieler hat da um irgendetwas
gefeilscht. Es ging die ganze Zeit nur um die Frage, wie wir den TSB der
Zukunft gestalten wollen und ob sich die Perspektiven mit den
Hoffnungen der Spieler decken.“



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