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Dranbleiben für den Fall der Fälle

22.03.2017. Sechs Spieltage vor Saisonschluss beginnen beim TSB Gmünd die Rechenspiele.

Hieber muss seine Jungs aufs Restprogramm einschwören.

Es war ein doppeltes Freudenfest, das am Sonntagabend in der Großsporthalle gefeiert wurde: Während rund 1000 Gmünder Handballfans den 31:23-Sieg ihres TSB über die SG KU2 Herrenberg bejubelten, mit dem die Schützlinge des Trainergespanns Michael und Andreas Hieber die Chancen auf den zweiten Aufstiegsplatz in die 3. Liga wahrten, ließ die Mannschaft des TV Kornwestheim auf der Tribüne die Sektkorken knallen – der Tabellenführer hatte dank des Gmünder Erfolg die Rückkehr in die 3. Liga in der Tasche. Und das sechs Spieltage vor Rundenschluss am 7. Mai.

„Schuld“ daran ist zuallererst die zweifellos überragende Leistung des Tabellenführers die ganze Runde über, aber auch die besondere Regelung im Handball. Anders als im Fußball entscheidet nämlich bei Punktgleichheit zweier oder mehrerer Mannschaften nicht die Tordifferenz, sondern der direkte Vergleich untereinander.

Den Kornwestheimern kann mit ihren derzeit 45:3-Punkten zwar noch der aktuelle Tabellenzweite TSV Neuhausen (36:12) theoretisch den Meistertitel wegschnappen, der TSB Gmünd (33:15) als Dritter kann aber bei optimaler Ausbeute von 12 Punkten in den restlichen sechs Spielen höchstens aufschließen, nicht aber vorbeiziehen – weil der TV Kornwestheim beide Spiele gegen den TSB gewann.

Diese Direktvergleichregelung könnte am Ende der Runde ein Vorteil für den TSB sein, wie der Blick auf das Restprogramm zeigt. Drei Teams haben noch Ambitionen, den TV Kornwestheim in die 3. Liga zu begleiten: TSV Neuhausen mit 36:12 Punkten, TSB Gmünd mit 33:15 Punkten und die SG KU2 Herrenberg mit 32:16 Zählern.

Showdown am 7. Mai?

Zum großen Showdown könnte es am Sonntag, 7. Mai, um 17 Uhr in der Gmünder Großporthalle kommen, wenn der TSB und der TSV Neuhausen aufeinander treffen. Bis dahin müssen die Neuhausener aber mindestens einen Punkt gegenüber dem TSB verlieren – dann könnte der TSB bei einem Heimsieg den TSV noch überflügeln, weil das Vorspiel in Neuhausen 30:30 endete. Sollten im übrigen die Herrenberger punktgleich mit den Gmündern die Runde abschließen, dann läge ebenfalls der TSB aufgrund des Direktvergleichs vorn. TSB-Trainer Michael Hieber will solche Gedankenspiele gar nicht an seine Mannschaft heranlassen: „Wir freuen uns über die Leistung gegen Herrenberg, jetzt konzentrieren wir uns aber ausschließlich aufs nächste Spiel, und das wird in Willstätt schwer genug.“

In der Tat ist es bis zum Traumfinale am 7. Mai noch ein langer Weg, auf dem für Neuhausen vermeintlich die wenigsten Stolpersteine liegen. Einer kommt gleich am Samstag auf die Fildern. Ob die Jungs vom TV Kornwestheim bis dahin ihre Aufstiegsfeier in Gmünd „ausgeschwitzt“ haben und noch mit dem nötigen Biss ans Werk gehen? Eine Woche darauf muss der TSV Neuhausen beim TV Sandweier antreten, wo der TSB Gmünd zwei Punkte in den Sand setzte. Sollte der TSV Neuhausen diese beiden Hürden schadlos überspringen, ist die Bahn Richtung 3. Liga praktisch frei: Die Filderstädter haben dann drei Heimspiele in Folge gegen Mannschaften aus den hinteren Regionen – Hofweier (12:36), Heidelsheim/Helmsheim (15:31) und Konstanz II (16:32).

Aus eigener Kraft reicht’s nicht

Das heißt: Der TSB kann aus eigener Kraft den Aufstieg nicht mehr schaffen. Um so wichtiger ist es deshalb, jetzt in den letzten sechs Spielen selbst nicht mehr auszurutschen. Das Restprogramm des TSB ist dabei durchaus anspruchsvoll: Auswärts in Willstätt (18:30), in Deizisau (15:31) und in Blaustein (24:24), zuhause noch gegen den TV Plochingen (25:23) am 1. April um 19.30 Uhr, gegen Heddesheim am 22. April um 19.30 Uhr und eben gegen TSV Neuhausen am 7. Mai um 17 Uhr.

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