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„Diese Niederlage ist kein Beinbruch“

30.03.2015. „Heidelsheim war der erwartet schwere Gegner, trotzdem wäre heute mehr drin gewesen“, kommentierte Trainer Michael Hieber die Partie. Der TSB Gmünd unterlag der SG Heidelsheim/Helmsheim mit 28:31 (11:14) und schaut nun auf drei Heimspiele in Folge.

Vier Tore sind nicht schlecht. Dennoch musste Wolfgang Bächle mit dem TSB Gmünd 28:31 geschlagen aus Heidelsheim die Heimreise antreten.  (Foto: jps)

Trainer Michael Hieber resümierte die 28:31-Niederlage unter die Kategorie „abgehakt“: „Für uns war heute mehr drin, ich habe den letzten Siegeswillen etwas vermisst, den Heidelsheim hingegen zeigte. Die haben eine gute Mannschaft und hatten auch in den letzten Wochen einen richtigen Lauf. Es ist verwunderlich warum die SG so weit hinten steht.“ Denn mit zwei Punkten beim Tabellenzwölften hätte der TSB den Klassenerhalt vorzeitig endgültig unter Dach und Fach bringen können. „Auch wenn ich denke, dass unsere jetzigen 24 Punkte schon reichen, blicken wir nun auf die kommenden drei Heimspiele, um da vollends mindestens die zwei Punkte zum sicheren Klassenerhalt zu holen. Diese Niederlage ist kein Beinbruch“, so Hieber.
Dabei startete der TSB bei der SG Heidelsheim/Helmsheim eigentlich nicht schlecht in die Partie. Man lag zwar immer im Rückstand, doch blieb mit ein bis zwei Toren stets in Reichweite. Nach dem 8:7 der Gastgeber arbeite sich Gmünd auf 10:10 und 11:11 in der 20. Minute heran. Doch dann folgte ein erster Einbruch und die SG zog auf 14:11 davon, was auch gleichzeitig den Pausenstand bedeutete. „Bis dahin war ich mit dem Spiel eigentlich ganz zufrieden, doch wir müssen das Unentschieden mit in die Halbzeit nehmen, dürfen da nicht so sinnlos in den Rückstand geraten und dann kurz nach der Pause das Spiel schon fast vorentscheidend aus den Händen geben“, ärgerte sich der TSB-Coach.
Denn nach dem Seitenwechsel stand der TSB völlig neben sich: Die SG erhöhte auf 20:13. Ein fast uneinholbarer Sieben-Tore-Vorsprung für Heidelsheim stand zu Buche. In diesem Lauf bewiesen die Gastgeber ihre Qualitäten. „Uns hat in dieser Phase total der Zugriff in der Abwehr gefehlt, es hat wenig zusammen gepasst.“

„Habe Simon Frey für nächstes Spiel geschont“
Beim TSB merkte man auch den etwas dezimierten Kader. So schonte Hieber den angeschlagenen Simon Frey, der über Schmerzen klagte. „Wir wollten kein Risiko eingehen, er muss nächstes Spiel wieder fit sein“, so Hieber, der nun die Abwehr umstellen musste. Mit offenerer Deckung sollte der Sieben-Tore-Rückstand dann nochmals angegriffen werden, was auch ganz gut klappte. Der TSB kam bis auf 17:21 und 18:23 heran, startete mit einem Doppeltreffer einen Angriff beim Verkürzen auf nur noch drei Tore – 23:20 lautete der Spielstand.
Doch der letzte Wille und Einsatz fehlte, um das Spiel nochmals zu drehen. „Wir haben die Fehler schon davor gemacht, mussten erst die Abwehr öffnen, um noch was zu reißen“, kommentierte der Trainer. Auch wenn der TSB beim 26:28 in der letzten Minute nochmals Siegesluft witterte, sah man den Gastgebern die Entschlossenheit zu gewinnen deutlich mehr an als der Hieber-Truppe. In einer torreichen Schlussphase entschied Heidelsheim am Ende das Spiel mit 31:28 völlig verdient für sich.

TSB:
Fabian – Göth, Waibel (1), Tobias (4), Fröhlich (7), Sos (5/2), F. Häfner, M. Häfner (4), Waldenmaier (1), Bächle (4), Schamberger (2).

© Gmünder Tagespost 29.03.2015 21:57:39

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