Archiv

Unterstützt von:

„Die Zuschauer spielen im Handball eine große Rolle“, sagt Matthias Czypull im RZ-​Interview

27.05.2014. „Wir werden gegen Hockenheim gewinnen. Im Notfall mit einem Tor Unterschied. Der TSB Gmünd hat nämlich den Aufstieg verdient“, erklärt Matthias Czypull, der in den Relegationsspielen zur Oberliga Baden-​Württemberg bisher als wichtiger Einwechselsspieler der Mannschaft helfen konnte.

Matthias Czypull

Nach dem hohen Sieg gegen Muggensturm ist das Selbstvertrauen innerhalb der Gmünder noch größer geworden, oder?
Ja. Das 33:24 geht völlig in Ordnung. Wir hatten in der ersten Hälfte einige Chancen liegen gelassen. Daher geht der Sieg auch in dieser Höhe in Ordnung. Mir war jedoch von Beginn an die Höhe des Erfolgs egal. Wir müssen gegen Hockenheim am Donnerstag gewinnen. Auf Remis zu spielen geht im Handball nicht. Ich wollte und will keine Rechenspiele. Wir müssen gegen Hockenheim gewinnen.
Anpfiff ist am Donnerstag um 17 Uhr in der Großsporthalle. Werden die Gmünder Fans im Finale um den Aufstieg erneut eine Top-​Leistung des TSB sehen?
Definitiv. Wir überzeugen schon die komplette Saison als Mannschaft. Unsere Ausgeglichenheit ist der Wahnsinn. Gegen Bottwartal waren unsere beiden Youngster über Außen die Matchwinner. Gegen Muggensturm glänzte Philipp Schwenk im Rückraum. Wir sind von allen Position im Angriff gefährlich und spielen zudem eine klasse Abwehr.
Also ist der Sieg nur noch Formsache?
Auf gar keinen Fall. Hockenheim spielt eine offensive Abwehr, auf die wir uns neu einstellen müssen. Außerdem ist in einem Spiel alles möglich. Fakt ist jedoch, dass jeder beim TSB schon vom Aufstieg träumt und wir es auch verdient hätten, nächstes Jahr in der Oberliga zu spielen.
Warum?
Seit ein paar Jahren mischt der TSB immer im oberen Drittel der Württembergliga mit. Hinzu kommt, dass wir trotz des Karriereendes von Andreas Hieber, des Ausfalls von Paul Boizesan und des Fehlens von Christian Tobias in dieser Saison überragende Leistungen gebracht haben, die so nicht zu erwarten waren. Der Aufstieg wäre absolut verdient.
Welche Rolle spielt das Heimpublikum am Donnerstag. Immerhin ist Vatertag und vielleicht gehen viele Fans lieber zum Wandern?
Die Zuschauer spielen im Handball eine große Rolle. Gegen Muggensturm feuerten uns 100 Fans an, die jedes Tor bejubelten. Es motiviert uns mehr in einer ausverkauften Halle zu spielen als vor wenigen Zuschauern. Am Donnerstag wird die Großsporthalle voll sein. Der Anpfiff um 17 Uhr ist super. Wer davor wandern möchte, kann danach zu uns kommen. Bei uns gibt es auch etwas zu trinken. Und ein geiles Handballspiel.
In den Relegationsspielen sind Sie bisher nicht durch viele Tore aufgefallen. Sind Sie mit Ihrer Leistung dennoch zufrieden?
Ja. Ich bin nie der Spieler, der viele Tore macht. Ich versuche der Mannschaft zu helfen und unseren Stammspielern die nötigen Pausen zu geben. Aber genau das macht den TSB aus. Auch die Ersatzspieler gehen voll mit, geben immer alles und und freuen sich mit jedem, der einen Treffer erzielt oder eine gute Abwehraktion hat. In unserer Mannschaft unterstützt jeder seinen Mitspieler.
Wie endet das Finale gegen Hockenheim?
Wir gewinnen, und im Notfall auch mit einem Tor Unterschied.

Von Jörg Hinderberger (Rems-Zeitung)

Zurück