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Die Wochen der Wahrheit

30.01.2015. Handball, BW-Oberliga: Der TSB Gmünd braucht zuhause gegen Wangen den nächsten Sieg Der Druck ist nicht wegzudiskutieren: Der TSB Gmünd sollte am Samstag (19.30 Uhr, Großsporthalle) gegen die MTG Wangen unbedingt gewinnen. Immerhin geht der Aufsteiger mit Schwung in die Wochen der Wahrheit.

Trainer Michael Hieber (rechts) und Co-Trainer Simon Frey (links) wollen die Euphorie aus dem letzten Heimsieg mitnehmen und stehen nun vor den Wochen der Wahrheit, in denen sie direkte Konkurrenten um den Klassenerhalt erwarten. (Foto
In den kommenden Wochen könnte in der BW-Oberliga bereits eine Vorentscheidung in Sachen Klassenerhalt fallen. Drei Teams, darunter die MTG Wangen, sind drauf und dran, den Anschluss ans rettende Ufer endgültig verlieren. Viel mehr Mannschaften, unter anderem der TSB Gmünd, kämpfen um die beste Ausgangssituation in der zweiten Tabellenhälfte – bei bis zu fünf Absteigern muss allerdings die halbe Liga noch zittern.
Michael Hieber, der Gmünder Trainer, weiß, dass er die jetzige Situation nicht verharmlosen kann. Will er auch gar nicht. „Der Sieg gegen Willstätt war unglaublich wichtig für das Selbstbewusstsein, aber auch für die Tabelle“, sagt er. „Und nun kommen die Wochen, in denen einige Spiele anstehen, die du fast schon gewinnen musst.“ Am Samstag empfängt man den Vorletzten, eine Woche später den Drittletzten Remshalden. Würde der TSB aus diesen beiden Spielen vier Punkte holen, könnte man mit breiterer Brust auf den Schlussspurt der Saison schauen als zuletzt befürchtet. Doch natürlich sind die vier Punkte noch längst nicht eingefahren.
Hieber sagt, „dass das Spiel in Schwäbisch Gmünd für Wangen die letzte Chance ist, und genau so wird die Mannschaft auftreten“ – erst recht, nachdem die Gäste letzte Woche endlich wieder einen Sieg einfahren konnten. Für Hieber ist es daher aktuell entscheidend, einen ganz schwierigen Spagat zu schaffen. Er will und muss den Druck hochhalten und der Mannschaft gleichzeitig Selbstbewusstsein einflößen. Der jüngste Sieg hat dabei sehr gut getan, denn die Wochen der Niederlagen sind beendet. „Die Mannschaft hat sich selbst gezeigt, dass sie es noch kann“, sagt Hieber. „Natürlich haben wir das nie bezweifelt, wir kannten die Gründe für die Niederlage ja auch. Aber eine solche Reaktion ist gut für den Schwung, den wir benötigen.“
Für Schwung würde mit Sicherheit Djibril M’Bengue sorgen, doch ob er am Samstag spielen darf, weiß Hieber wieder einmal noch nicht. Der Einsatz des besten Handballers in den Gmünder Reihen hängt einzig und allein vom TV Bittenfeld ab – der Zweitligist muss Woche für Woche den Daumen heben oder senken. Hieber bleibt nur zu hoffen, dass die gesunde Zusammenarbeit mit dem TVB auch fruchtbar zu Ende geht. „Jeder Einsatz von Djibril wäre toll für uns. Ich hoffe, er darf noch ein paar Mal ran.“
Nicht mehr spielen wird in dieser Saison Matthias Czypull. Und auch Philipp Schwenk ist noch nicht soweit, wie man es sich erhofft hatte. Frühestens in drei, vier Wochen wird der Rückraumspieler wieder ernsthaft eingreifen können.
TSB: Fabian, Engler – S. Frey, Schamberger, Kraft, Sos, M’Bengue (?), Waibel, Tobias, M. Häfner, F. Häfner, Bächle, Waldenmaier, A. Fröhlich, S. Fröhlich, Göth, Boizesan.

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