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Die Botschaft ist angekommen

31.10.2015. Handball, Oberliga: TSB Gmünd gewinnt nicht nur in Sandweier, sondern überzeugt auch Trainer Michael Hieber Der TSB Gmünd hat ein wenig überraschend beim TV Sandweier gewonnen. Beim 32:28-Erfolg holte der Oberligist nicht nur zwei wichtige Punkte, sondern zeigte auch die vom Trainer eingeforderte Sieger-Mentalität.

„ Entweder machen sie ein gutes Spiel und gewinnen erneut nur an Erfahrung. Oder aber sie machen ein gutes Spiel, ziehen das Ding auch durch und gewinnen die Partie“, motivierte Trainer Michael Hieber seine TSB-Handballer. (Foto: jps)
Das Thema der Woche beim TSB Gmünd war ein schwieriges. Michael Hieber hatte, intern ebenso wie in der Öffentlichkeit, von seiner Mannschaft eine bessere Mentalität verlangt. Er wollte von seinen jungen Spielern den Glauben an sich selbst sehen, er wollte das Sieger-Gen spüren, von dem man im Sport so gerne spricht. Auch in der Halbzeitpause in Sandweier sprach Hieber noch einmal über die Mentalität. Denn: „Es war genau solch ein Spiel, in dem es am Ende Kopfsache ist, ob man zwei Punkte holt oder nicht“, sagte Hieber hernach. Mit 12:13 lag sein Team zurück, hatte sich dabei lange schwer getan.
Schon nach wenigen Minuten, beim Stand von 7:3 für die Gastgeber, hatte Hieber eine Auszeit genommen, um seinen Spielern nur zu sagen, dass sie sich besser konzentrieren sollen – viel zu viele Bälle flogen in der Anfangsphase ins Nirgendwo. Immerhin hatten sich seine Spieler anschließend in die Partie gebissen und den Anschluss wiederhergestellt – doch von einem Erfolg war man noch ein gutes Stück entfernt. Dann kam die Halbzeitpause. „Ich habe ihnen gesagt, dass sie nun die Wahl hätten. Entweder machen sie ein gutes Spiel und gewinnen erneut nur an Erfahrung. Oder aber sie machen ein gutes Spiel, ziehen das Ding auch durch und gewinnen die Partie.“ Seine Spieler haben in den zweiten 30 Minuten bewiesen, dass die Botschaft angekommen ist, dass sehr wohl die Mentalität in ihnen steckt, die ihr Trainer einforderte. Mit einer starken Halbzeit rangen sie den so heimstarken TV Sandweier nieder, vielleicht war der Gastgeber „zwischenzeitlich sogar überfordert, weil sie mit so viel Gegenwehr nicht mehr gerechnet hatten“, meinte Hieber.
Am Tag danach war Hieber immer noch derart zufrieden, dass er sogar ein Sonderlob für mehrere Spieler verteilte: „Lukas Waldenmaier hat in der Abwehr ganz stark gespielt – erst recht, wenn man bedenkt, dass er erstmals gemeinsam mit Christian Waibel den Mittelblock gebildet hat. Jonas Leinß hatte ganz wichtige Aktionen, Jan Häfner hat gut rein gefunden nach der Einwechslung, Jonas Waldenmaier war sehr aktiv am Kreis. Und dann war da noch das Sensationsspiel von Felix Häfner“, zählte Hieber all seine jungen Spieler auf, die ihr ganzes Potenzial abrufen konnten.
Dank einer gut strukturierten Leistung sicherten sich die Gmünder so zwei ganz wichtige Punkte, die im Kampf um den Klassenerhalt sehr gut tun. Und die natürlich auch ein Zeichen an sich selbst sind: Ein Sieg in Sandweier ist durchaus ein Erfolg, aus dem sich neuer Mut schöpfen lässt. Was nichts daran ändert, dass der TSB gerne nachlegen würde. Am Samstag gastiert der TSV Wolfschlugen im Schwerzer.
So spielten sie:
TSB: Fabian, Juhnke; Bächle (3), Göth (1), Leinß (3), F. Häfner (5), J. Häfner (2), Fröhlich (9/4), M. Häfner (6), J. Waldenmaier (3), L. Waldenmaier, Waibel, Schwenk, Köngeter.

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