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Der TSB muss zur Meisterfeier

24.04.2015. Der TSB Gmünd hat eine unangenehme Aufgabe vor der Brust: Der Aufsteiger reist zum VfL Pfullingen und muss zusehen, wie die Gastgeber den Titel feiern. Es sei denn, die Gmünder schaffen die große Überraschung und gewinnen die Partie. Anpfiff: Samstag, 19 Uhr.

Max Häfner reist mit dem TSB Gmünd zum Fast-Meister VfL Pfullingen.  (Foto: jps)
Es ist nicht die Zeit für große Ankündigungen. Natürlich nicht. Michael Hieber, der Gmünder Trainer, sagt zwar, dass „meine Mannschaft auch am Samstag ab 19 Uhr eine packende Begegnung abliefern will“. Und natürlich träumt der Coach davon, dass „wir eine rundum grandiose Saison mit einer Sensation krönen, indem wir beim VfL Pfullingen gewinnen“. Doch Hieber ist kein Träumer: „Die Chancen sind klein.“
Der VfL Pfullingen ist die Übermannschaft der BW-Oberliga, er führt die Tabelle mit drei Punkten Vorsprung auf den Zweiten an, hat in dieser Saison nur acht Punkte abgegeben (zwei Remis, drei Niederlagen) und glänzt vor allem mit einer für diese Liga viel zu guten Offensive: 875 Tore hat der ehemalige Bundesligist in 28 Partien geschossen, das ergibt einen Schnitt von gut 31 Treffern pro Partie. Hieber: „Diese Offensive kannst du nicht ausschalten, du kannst nur versuchen, so gut wie möglich zu stehen und dann deine Chancen zu nutzen. Aber die Pfullinger beherrschen ihr Spiel, sie stehen hinten gut und wissen, wie man umschaltet.“
Wenn die Gastgeber diese Eigenschaften am Samstag ebenfalls zeigen, werden sie ihre Partie gegen den TSB gewinnen. Gelingt das, ist der VfL Meister – schließlich ist die Partie am Samstag bereits die vorletzte der Saison. Sollte der TSB die Sensation schaffen und gleichzeitig der Zweite TV Oppenweiler gegen den TV Willstätt gewinnen, wäre die Entscheidung vertagt. Das wollen die Pfullinger natürlich mit aller Macht verhindern.
Für eine Auswärtsmannschaft gibt es natürlich angenehmere Aufgaben als zu erleben, wie die Gastgeber den Titel feiern – doch Hieber sieht das nicht zu eng. „Wenn es so kommt, gratulieren wir dem verdienten Meister gerne. Diese Mannschaft wird zurecht den Titel holen. Und für uns ist es natürlich ein großes Erlebnis, in der Kurt-App-Halle zu spielen.“
Seiner Mannschaft gibt er mit auf dem Weg, dass sie das Erlebnis aufsaugen soll: „Wir haben eine unglaubliche Saison gespielt, trotz der personellen Engpässe. Nun haben wir die tolle Situation, völlig unbeschwert zweimal auswärts anzutreten. Es hätte passieren können, dass es in diesen letzten beiden Partien für uns noch ums sportliche Überleben geht. Das ist nicht der Fall – und das ist toll.“

TSB:
 Fabian, Engler – Frey, Göth, Waibel, Tobias, Fröhlich, Sos, F. Häfner, M. Häfner, Waldenmaier, Bächle, Boizesan, Schamberger.

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