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Der Traumstart ist perfekt

22.09.2014. Zwei Spiele, zwei Siege: Der TSB Gmünd ist perfekt in das Abenteuer BW-Oberliga gestartet. In Wangen lag der Aufsteiger zwischenzeitlich mit 12:18 zurück, siegte am Ende aber mit 27:24.

Der TSB Gmünd gewann auch sein zweites Spiel in der BW-Oberliga. Dominik Sos steuerte zwei Treffer zum 27:24 bei MTG Wangen bei.  (Foto: jps)

Spielerisch ist der TSB Gmünd noch lange nicht dort, wo er sein möchte. Die Defensive steht gut, aber nicht perfekt. Und im Abschluss ist noch Luft nach oben. Die Erkenntnisse aus den ersten beiden Spielen des Aufsteigers in der BW-Oberliga sind nur die eine Seite der Medaille. Die andere nämlich liest sich deutlich positiver: zwei Spiele, vier Punkte. Traumstart perfekt.
Die Gmünder sind eine der wenigen Mannschaften in der Liga, die noch ohne Punktverlust sind. Das ist unheimlich angenehm, zumal die Angst vor dem Fehlstart nach den Problemen der Vorbereitung durchaus existent war. Stattdessen knüpfen die TSBler nun an der Aufstiegseuphorie an – denn sie dürfen feststellen, dass sie wahrlich nicht chancenlos sind in der neuen Liga. Im Gegenteil. Selbst mit dem ein oder anderen Problem im Gepäck sind sie offensichtlich stärker als manche Teams der vierthöchsten deutschen Spielklasse. Dieses Fazit sollte Mut machen für die kommenden Aufgaben.
In Wangen sah es lange Zeit nicht so aus, als würden die Gäste die beiden Zähler entführen können. Ab dem zwischenzeitlichen 3:3 liefen die Gmünder nämlich einem Rückstand hinterher, weil sie den letzten, entscheidenden Zugriff auf die Partie nicht fanden. Immer dann, wenn sie am Ausgleich dran zu sein schienen, entglitt ihnen die Chance auf den Punch. Die gastgebende MTG führte mit 12:10 zur Pause.
Weil sich die TSBler unmittelbar nach dem Seitenwechsel einen Durchhänger erlaubten, schien die Partie schnell bereits zu ihren Ungunsten entschieden: Mit 12:18 lag der Aufsteiger auswärts zurück. Doch dann feierten die Gäste ein bemerkenswertes Comeback: Angetrieben von den Treffern der jungen Felix Häfner und Wolfgang Bächle sammelte die Mannschaft von Trainer Michael Hieber wieder Selbstvertrauen, arbeitete sich Tor um Tor heran – und als der einmal mehr stark parierende Torhüter Sebastian Fabian den enteilten Bächle bediente, glich dieser zum 22:22 aus. Aaron Fröhlich ließ sogleich den Führungstreffer folgen. Die Partie war gekippt. Einmal konnten die Gastgeber noch ausgleichen, dann machten Djibril M’Bengue, Häfner und Patrick Schamberger den Deckel drauf.
Trainer Hieber war nach der Partie logischerweise zufrieden: „Dass wir zum zweiten Mal in Folge eine Partie gedreht haben, ist stark. Die Mannschaft hat erneut Moral bewiesen und sich nie aufgegeben – die Reaktion nach dem Sechs-Tore-Rückstand war wirklich stark.“ Dennoch will sich Hieber nicht blenden lassen: „Wir haben erneut gesehen, was nicht läuft. Dass wir überhaupt so deutlich in Rückstand geraten sind, war nicht gut. Wir freuen uns nun über die nächsten Punkte, aber die Saison ist viel zu jung, um ernsthaft einordnen zu können, was das bedeutet. Dazu müssen noch einige weitere Partien ins Land gehen.“
Am Sonntag spielt der TSB erneut auswärts, das Derby in Remshalden steht an – nach einem deutlichen Sieg in Partie eins unterlag der SV am Samstag überaus klar mit 21:36 in Oppenweiler.

TSB:
Fabian – S. Frey, M’Buenge (6), Schamberger (1/1), Boizesan, Göth (1), Waible, Tobias (2), Fröhlich (6/1), Sos (2), F. Häfner (3), Bächle (6), M. Häfner

© Gmünder Tagespost 21.09.2014 22:14:12

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