Der Trainer sagt Servus
Rolf Kölle sagt am Samstagabend Servus. Sein letztes Spiel als Trainer des TSB Gmünd ist dabei ein besonderes: Der Vierte der Handball-Württembergliga tritt um 19.30 Uhr zum Derby beim TV Altenstadt an. Und kann dabei doch noch Dritter werden.
Nein, das Fazit der Ära Kölle wird nicht davon
abhängig gemacht werden, ob der TSB Gmünd am Ende Dritter oder Vierter
wird. Und auch das Abschiedsfest für die Mannschaft wird der Trainer
unabhängig vom Ergebnis unmittelbar nach der letzten Partie bei sich
zuhause schmeißen.
Dennoch wäre ein Sieg zum Ende der Saison eine
feine Sache. Vor allem, weil trotz der Schmiden-Niederlage vom
vergangenen Wochenende der dritte Platz gar nicht mal so unrealistisch
erscheint: Der TSV Heiningen, der amtierende Dritte, ging zuletzt
überraschend mit 30:40 in Bietigheim unter und empfängt nun den Zweiten
Weinsberg. Der ist, das hat man auch gegen den TSB gesehen, nicht mehr
unbedingt bis in die Haarspitzen motiviert, und doch sollten die
Weinsberger sich warmschießen, schließlich steht die
Aufstiegs-Relegation an. Gut möglich also, dass die Weinsberger den
Gmündern Schützenhilfe leisten. Aus TSB-Sicht ist die Ausgangssituation
recht einfach: Die Gmünder müssen einen Punkt mehr holen als Heiningen,
um den TSV zu überholen. Dass der ganz große Ehrgeiz beim TSB dennoch
ein wenig verloren gegangen ist, verwundert nicht. Zu früh war die
Saison de facto schon gelaufen, als dass man die Motivation wochenlang
hätte künstlich hochhalten können. Im Umkehrschluss sind die Gmünder
jedoch nicht bereit gewesen, sich am Ende eine gelungene Saison kaputt
machen zu lassen. Auch deshalb gewann man gleich zweimal gegen
Weinsberg, und auch am vergangenen Wochenende gegen Schmiden wehrte man
sich nach Kräften, um gegen den Meister eine Klatsche zu verhindern.
Am
Samstagabend geht’s nun in die Michelberghalle, wo der TSB schon manch
heiße Schlacht mit dem TV Altenstadt bestritten hat. Das Hinspiel jedoch
hat gezeigt, dass die Zeiten, in denen es überhart zur Sache geht,
vorbei zu sein scheinen: Nur vier Zeitstrafen gab es im Dezember in der
Großsporthalle, am Ende gewann der TSB mühelos mit 33:24. In Altenstadt
jedoch wird’s definitiv deutlich schwerer werden zu bestehen.Es ist
davon auszugehen, dass Kölle zum Abschied möglichst allen Spielern noch
einmal die Chance geben wird, sich zu präsentieren. Schon gegen Schmiden
überraschte er mit einer ungewohnten Startformation. Wer auch immer
spielen darf: Die Mannschaft wird versuchen, ihrem Trainer einen
würdigen Abschied zu bereiten.
TSB: Fabian,
Fuß; S. Göth, Steiner, M. Hieber, Tobias, Czypull, Boizesan, J. Frey,
Nothdurft, B. Göth, S. Frey, Schamberger




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