Der Trainer sagt Servus

23.04.2010. Handball, Württembergliga: Letztes Saisonspiel des TSB Gmünd beim TV Altenstadt

Der TSB Gmünd mit Patrick Schamberger (Nummer 23) will noch auf den dritten Platz vorrücken.  (Foto: Tom)

Rolf Kölle sagt am Samstagabend Servus. Sein letztes Spiel als Trainer des TSB Gmünd ist dabei ein besonderes: Der Vierte der Handball-Württembergliga tritt um 19.30 Uhr zum Derby beim TV Altenstadt an. Und kann dabei doch noch Dritter werden.

Nein, das Fazit der Ära Kölle wird nicht davon abhängig gemacht werden, ob der TSB Gmünd am Ende Dritter oder Vierter wird. Und auch das Abschiedsfest für die Mannschaft wird der Trainer unabhängig vom Ergebnis unmittelbar nach der letzten Partie bei sich zuhause schmeißen.
Dennoch wäre ein Sieg zum Ende der Saison eine feine Sache. Vor allem, weil trotz der Schmiden-Niederlage vom vergangenen Wochenende der dritte Platz gar nicht mal so unrealistisch erscheint: Der TSV Heiningen, der amtierende Dritte, ging zuletzt überraschend mit 30:40 in Bietigheim unter und empfängt nun den Zweiten Weinsberg. Der ist, das hat man auch gegen den TSB gesehen, nicht mehr unbedingt bis in die Haarspitzen motiviert, und doch sollten die Weinsberger sich warmschießen, schließlich steht die Aufstiegs-Relegation an. Gut möglich also, dass die Weinsberger den Gmündern Schützenhilfe leisten. Aus TSB-Sicht ist die Ausgangssituation recht einfach: Die Gmünder müssen einen Punkt mehr holen als Heiningen, um den TSV zu überholen. Dass der ganz große Ehrgeiz beim TSB dennoch ein wenig verloren gegangen ist, verwundert nicht. Zu früh war die Saison de facto schon gelaufen, als dass man die Motivation wochenlang hätte künstlich hochhalten können. Im Umkehrschluss sind die Gmünder jedoch nicht bereit gewesen, sich am Ende eine gelungene Saison kaputt machen zu lassen. Auch deshalb gewann man gleich zweimal gegen Weinsberg, und auch am vergangenen Wochenende gegen Schmiden wehrte man sich nach Kräften, um gegen den Meister eine Klatsche zu verhindern.
Am Samstagabend geht’s nun in die Michelberghalle, wo der TSB schon manch heiße Schlacht mit dem TV Altenstadt bestritten hat. Das Hinspiel jedoch hat gezeigt, dass die Zeiten, in denen es überhart zur Sache geht, vorbei zu sein scheinen: Nur vier Zeitstrafen gab es im Dezember in der Großsporthalle, am Ende gewann der TSB mühelos mit 33:24. In Altenstadt jedoch wird’s definitiv deutlich schwerer werden zu bestehen.Es ist davon auszugehen, dass Kölle zum Abschied möglichst allen Spielern noch einmal die Chance geben wird, sich zu präsentieren. Schon gegen Schmiden überraschte er mit einer ungewohnten Startformation. Wer auch immer spielen darf: Die Mannschaft wird versuchen, ihrem Trainer einen würdigen Abschied zu bereiten.

TSB:
Fabian, Fuß; S. Göth, Steiner, M. Hieber, Tobias, Czypull, Boizesan, J. Frey, Nothdurft, B. Göth, S. Frey, Schamberger

© Gmünder Tagespost 22.04.2010 (Swen Thissen)

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