Archiv

Unterstützt von:

Der Regen passte zum Finale, nicht aber zur tollen Saison!

08.05.2017. Handball, Oberliga Ersatzgeschwächter TSB Gmünd verliert letztes Saisonspiel gegen SV Neuhausen mit 21:36 - Mund abwischen, am 19. Juni geht´s weiter.

Dank und Abschied beim TSB (v.l.): Co-Trainer Andreas Hieber, Chefcoach Michael Hieber, Fabian Juhnke, Max Häfner, Christina Hermann, die für den TSB-Onlinedienst zuständig ist, Hallensprecher Tim Schwarzkopf, der berufsbedingt ausscheidet, und Ab
Das einzige, was zum Saisonabschlussspiel der Gmünder Handballer passte, war das Wetter. Sogar in den Ausschankwagen fürs Freibier regnete es hinein. Mit 21:36 bezogen die Jungs von TSB-Coach Michael Hieber am Sonntagabend in der Großsporthalle gegen den als Aufsteiger feststehenden SV Neuhausen eine bittere Klatsche, die ganz und gar nicht das widerspiegelt, was der TSB die Saison über gezeigt hat – eine Topleistung, die mit dem vierten Tabellenplatz gekrönt wurde. „Das ist die beste Platzierung für eine Handballmannschaft in der Geschichte des TSB“, sagte Abteilungsleiter Sven Kienhöfer, der sich wie die 400 Fans auf der Tribüne ein anderes Ergebnis beim letzten Spiel von Max Häfner erhoffte.

Doch realistisch gesehen war dies an diesem Tag Illusion. Die Neuhausener kamen mit strotzendem Selbstvertrauen nach einer Superrückrunde (nur eine Niederlage) und euphorisch gestimmten Fans als Rückhalt nach Gmünd und trafen auf ein TSB-Team, das nach den Ausfällen der Stammkräfte Aaron Fröhlich (Achillessehnenriss), Christian Waibel (Bronchitis) und Jonas Leinß (beruflich abwesend) einfach nicht die Qualität aufs Feld brachte wie in der Vorrunde – da waren die Gmünder beim 31:31 in Neuhausen besser. „Dieses Spiel heute“, befand Aaron Fröhlich treffend, „zeigte, wie nah am Limit und wie gut wir insgesamt in dieser starken Liga die Saison über gespielt haben!“

Trotz der Ausfälle startete der TSB gut ins Spiel: Max Häfner und Philipp Schenk brachten die Gmünder mit 1:0 und 2:1 in Führung. Doch in gleichem Maß wie der überragende Neuhausener Spielmacher und Torjäger Hannes Grundler das Heft in die Hand nahm, verloren die Gmünder völlig die Linie: Vier-, fünfmal klatschten ihre Würfe ans Gebälk von Neuhausens Keeper Herrmann und zudem erwiesen sich die Herren Lipps und Maertin nicht als Heimschiedsrichter. Zweimal verweigerten sie den Gmündern klare Siebenmeter; und als in der 7. Minute beim 2:4 Leon Pabst Max Häfner förmlich niederstreckte, wäre die Rote Karte die einzig richtige Entscheidung gewesen.

Freilich wäre es falsch, die Partie an dieser Szene fest zumachen. Der SV Neuhausen drehte im Stil einer Klassemannschaft auf, fast jeder Wurf war ein Volltreffer, während den Gmündern rein gar nichts mehr glückte. Beim 5:15 (21. Minute) betrug der Rückstand erstmals zehn Tore, beim Halbzeitsignal waren es gar 14 – 7:21, einfach unfassbar. Dass die TSB-Mannen aber einen guten Charakter haben, bewiesen sie in den zweiten 30 Minuten. Jetzt ließen sie sich nicht mehr abkochen und hielten die Partie offen, obwohl ihnen beim Abschluss nach wie vor das Pech an den Händen klebte. Nur 14:15 verloren sie Durchgang zwei. Ein schwacher Trost allerdings.

TSB Schwäbisch Gmünd: Sebastian Fabian, Giovanni Gentile, Wolfgang Bächle (4/1), Patrick Schamberger (2), Jan Häfner (2), Sebastian Göth (1), Manuel Stelzer, Lukas Waldenmaier, Philipp Schwenk (3), Felix Häfner (1), Sven Petersen (2), Max Häfner (5/1), Jonas Waldenmaier (1).

SV Neuhausen: Herrmann, Arnold, Weckerle (3), Durst (4), Pabst (2), Eisele (2), Grundler (11), Roos (1), Trost (1), Reinhardt (1), Sommer (3), Holder (5/2), Schmidt (3).

Schiedsrichter: Markus Lipps/Felix Maertin (Pforzheim/ Karlsruhe).

Zurück