Der neue Abwehrspezialist
Erst spielte er Fußball. Vor 11 Jahren entschied er sich für den Handballsport und wechselte deshalb vom FC Normannia zum TSB Gmünd. Seit Jahren schon sucht Patrick Schamberger nach seinem Platz in der Startformation des Württembergligisten. Nun scheint er ihn gefunden zu haben: als Abwehrspezialist. Auch wenn der 24-Jährige die Offensive noch nicht abgehakt hat.
Es kommt selten vor, dass Rolf Kölle, der Gmünder Handball-Trainer, nach dem Spiel ungefragt ein Sonderlob verteilt. Nach den beiden Siegen gegen den Tabellenzweiten Weinsberg jedoch tat er es beide Male: „Patrick Schamberger macht das ausgezeichnet in der Defensive. Er opfert sich für die Mannschaft, er spielt klaglos dort, wo ich ihn hinstelle. Und er spielt gut.“
Spielen ist das Stichwort für den Gelobten.
„Genau das will ich nämlich. Egal wo, ob vorne oder hinten, am Kreis
oder in der Mitte. Nur im Tor möchte ich nicht stehen.“ Seit Jahren
schon sucht er nach dem geeigneten Platz, doch im TSB-Kader geht es eng
zu. Im Rückraum, wo er in der Jugend spielte, durfte er nicht ran, und
so beschloss man nach seinem Wechsel von der A-Jugend zu den Aktiven,
ihn als Ersatz-Kreisläufer hinter Simon Frey aufzubauen. Doch Frey ist
gesetzt, ist nie gesperrt oder verletzt und zudem in Sachen Leistung
sehr konstant. Ex-Trainer Pascal Morgant versuchte deshalb, Schamberger
doch auf der Mittelposition einzusetzen, „doch so richtig geklappt hat
das irgendwie auch nicht“, sagt Schamberger. Nun hat er jedoch eine
Position gefunden, auf der er nicht nur regelmäßig spielen darf, sondern
auch enorm wichtig für die Mannschaft ist: als Abwehrspezialist, der
die Offensiv-Stammspieler in der Rückwärtsbewegung entlasten kann. „Der
Trainer sagt ja immer, dass die Abwehrarbeit eine Frage der
Kampfbereitschaft ist“, sagt Schamberger, „und ein Kämpfer bin ich
definitiv“. Das hat man jüngst gegen Weinsberg gesehen, als der 1,80
Meter große Schamberger die Zwei-Meter-Hünen des Gegners festmachte.
„Ich gehe regelmäßig ins Fitnessstudio“, sagt Schamberger, „das kommt
mir in dieser Rolle natürlich entgegen“.
Ebenso wie das Abwehrsystem, das die TSBler gerade praktizieren. Zum einen möchte Kölle in einer 6-0-Deckung die Spieler auf den Halbpositionen ein wenig offensiver stören lassen, zum anderen spielte man gegen Weinsberg ein 5-1-System mit einem vorgezogenen Paul Boizesan. „Im Hinspiel waren die Weinsberger vielleicht überrascht. Doch im Rückspiel hatten sie dagegen auch kein Mittel“, sagt Schamberger. „Das ist ein gutes Zeichen, dass das System funktioniert. Für uns war das Weinsberg-Spiel so etwas wie der Aha-Effekt, der bewiesen hat, dass dieses System greift. Mittlerweile verrücken wir sehr gut.“
Schamberger ist sich sicher, dass der neue TSB-Trainer Ralf Rascher eine „Mannschaft mit guter Abwehr übernimmt, auch wenn ich natürlich nicht weiß, was seine Vorstellungen sind“. Was seine eigenen sind, weiß er natürlich: „Ich werde ihm auch sagen, dass ich gerne wieder angreifen würde, egal, auf welcher Position.“ Wobei er auch betont, dass er der Mannschaft helfen will, „egal wo“. Schließlich ist er da beim TSB in bester Gesellschaft: Wolfgang Schuster war jahrelang der Abwehrspezialist, auch Andreas Hieber begann sich mit dieser Rolle anzufreunden, als die Schulter Probleme machte. Letzterer lobt Schambergers Einsatz: „Er hängt sich rein, gibt immer Vollgas. Es ist nicht zu übersehen, wie wertvoll er in dieser Rolle für die Mannschaft ist.“
Ebenso wie das Abwehrsystem, das die TSBler gerade praktizieren. Zum einen möchte Kölle in einer 6-0-Deckung die Spieler auf den Halbpositionen ein wenig offensiver stören lassen, zum anderen spielte man gegen Weinsberg ein 5-1-System mit einem vorgezogenen Paul Boizesan. „Im Hinspiel waren die Weinsberger vielleicht überrascht. Doch im Rückspiel hatten sie dagegen auch kein Mittel“, sagt Schamberger. „Das ist ein gutes Zeichen, dass das System funktioniert. Für uns war das Weinsberg-Spiel so etwas wie der Aha-Effekt, der bewiesen hat, dass dieses System greift. Mittlerweile verrücken wir sehr gut.“
Schamberger ist sich sicher, dass der neue TSB-Trainer Ralf Rascher eine „Mannschaft mit guter Abwehr übernimmt, auch wenn ich natürlich nicht weiß, was seine Vorstellungen sind“. Was seine eigenen sind, weiß er natürlich: „Ich werde ihm auch sagen, dass ich gerne wieder angreifen würde, egal, auf welcher Position.“ Wobei er auch betont, dass er der Mannschaft helfen will, „egal wo“. Schließlich ist er da beim TSB in bester Gesellschaft: Wolfgang Schuster war jahrelang der Abwehrspezialist, auch Andreas Hieber begann sich mit dieser Rolle anzufreunden, als die Schulter Probleme machte. Letzterer lobt Schambergers Einsatz: „Er hängt sich rein, gibt immer Vollgas. Es ist nicht zu übersehen, wie wertvoll er in dieser Rolle für die Mannschaft ist.“




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