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Dem hohen Aufwand Tribut gezollt

23.02.2015. Gegen den Tabellenzweiten TV Oppenweiler kassierte der TSB Gmünd ein 20:34 (11:17). Ein Ergebnis, das im Hinblick auf das Auftreten des TSB hauptsächlich den Kräfteverschleiß des Gmünder Teams widerspiegelt. Denn die TSB-ler ergaben sich dem Favorit keinesfalls kampflos.

Zu Beginn erwies sich der TSB Gmünd (blau) als hartnäckiger Kontrahent, dann konnte er mit dem TV Oppenweiler nicht mehr Schritt halten.  (Foto: Tom)

„Unterm Strich war die Niederlage doch sehr hoch, das hat aber auch seinen Hintergrund“, erklärt Trainer Michael Hieber nach der Begegnung. Nämlich den, dass der TSB nicht nur als Außenseiter nach Oppenweiler gereist ist, sondern auch noch durch den Ausfall mehrerer Stammkräfte geschwächt war. So waren Paul Boizesan und Patrick Schamberger komplett ausgefallen, Christian Waibel war angeschlagen und Max Häfner war schließlich nach 35 Minuten nicht mehr einzusetzen. In diesem Substanzverlust sieht der Coach den eigentlichen Grund für den Punktverlust. Im Gegensatz zu den Gmünder Gästen konnte der Aufstiegsaspirant aus dem Vollen schöpfen, und hatte eine gut besetzte Bank. Das führte dazu, dass der Gegner immer frische Spieler bringen konnte und der TSB irgendwann müde wurde, einfach nicht mehr Schritt halten konnte.
Doch zu Beginn lief’s ganz gut für den TSB. Die Gmünder waren hartnäckig, spielten sich gute Gelegenheiten heraus und nutzten diese auch konsequent. In der Anfangsphase ging der TSB, vom favorisierten Gegner wenig beeindruckt, mehrfach mit einem Tor in Front. So stand es nach einer Viertelstunde 8:7 für die Gmünder und der Trainer von Oppenweiler sah sich zur Auszeit genötigt. Diese rüttelte das Heimteam wach, nun zeigte der Tabellenzweite seine Klasse und marschierte mit einer Serie von sechs Treffern am TSB vorbei. Zur Pause lagen die Gäste zwar mit 11:17 hinten, waren aber weit davon entfernt, sich kampflos zu ergeben. Doch nach den ersten zehn Minuten des zweiten Durchgangs war klar, dass die Gmünder dem Aufwand ihrer Bemühungen in der Anfangsphase Tribut zollen mussten, der Favorit war beim Zehn-Tore-Vorsprung in der 39. Minute unaufholbar enteilt. Der TV Oppenweiler hatte gegen den personell dezimierten TSB seine Vormachtstellung deutlich unterstrichen. Statt zu versuchen, einen Punktgewinn zu erzwingen, wechselte der TSB-Trainer nun durch, probierte einiges und sorgte dafür, dass sich seine Spieler auch im Hinblick auf die kommenden Aufgaben schonen konnten. „Die haben unglaublich viele Spielminuten hinter sich“, bestätigt der Gmünder Coach seiner Truppe anerkennend.
Das Spiel gegen den Tabellenzweiten in Oppenweiler sieht Hieber aber keinesfalls als Maßstab für die anstehende Partie gegen den Tabellendritten. Die TSG Söflingen kommt nach Gmünd und „ein Heimspiel ist noch einmal was ganz anderes“. Bis zum Wochenende sollen auch die Kranken wieder ins Team zurückkommen, außerdem gibt das Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften im letzten Jahr ordentlich Selbstvertrauen: „Gegen Söflingen haben wir im Pokal ganz gut ausgesehen“, erinnert sich der Trainer und lässt eine klare Ansage für Sonntag folgen: „Da wollen wir ein enges Spiel.“

TSB
: Fabian, Engler – S. Frey (1), F. Häfner, Göth (2), Tobias (2), A. Fröhlich (4), Bächle (3), Sos (5/4), M. Häfner (1), Waldenmaier (2), Waibel.

© Gmünder Tagespost 22.02.2015 21:50:22 (julia naidu)

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