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Bestes Heimspiel der Saison

16.11.2015. Beim überragenden 34:28-Sieg gegen den TSV Schmiden zeigten die Handballer des TSB Gmünd ihr bisher bestes Heimspiel der Saison. Allerdings wird der Sieg durch die Verletzung von Max Häfner getrübt, der an diesem Tag mit sieben Treffern bester Torschütze der Gmünder war.

Aaron Fröhlich (Nr. 13) war an diesem Tag einer der besten Torschützen für den TSB Gmünd (blau). Auch Philipp Schwenk (rechts) trug einen Treffer zum soveränen Heimsieg bei, am Ende gewannen die Gmünder mit 34:28 gegen den Tabellen

Kurz vor Schluss wurde es ganz still in der Halle, alle Augen waren auf Max Häfner gerichtet. Er wälzte sich nach seinem Treffer zum 34:27 auf dem Boden und hielt sich das Knie fest. Noch steht nicht fest, wie es sich um das Knie des Youngsters verhält, nach eigener Aussage scheint die Verletzung aber nicht ganz so schlimm zu sein als erwartet. Trotzdem war dies der Schockmoment am Ende einer sehr klaren Partie.
In den ersten Minuten tasteten sich beide Teams in das Spiel hinein, Felix Häfner besorgte mit seinem Treffer zum 3:2 die erste Führung für die Handballer des TSB Gmünd. Anschließend erhöhten Lukas Waldenmaier und Aaron Fröhlich auf 5:2. Zu diesem Zeitpunkt konnten die Zuschauer nur erahnen, dass die Gmünder auf dem Weg zum zweiten Heimsieg der Saison waren. Nach zwölf Minuten war das Publikum dann hellauf begeistert vom Treffer zum 7:3: Torhüter Fabian Juhnke warf nach sein Parade einen langen Ball auf Rechtsaußen Wolfgang Bächle, der in der ersten Hälfte immer öfters über seine Seite begeisterte. Obwohl er in der Luft gefoult wurde, verwandelte er den Konter.
Auch über Links gab es schöne Treffer zu verzeichnen – Felix Häfner wirbelte als Gegenpart zu Bächle auf Rechts. Nach einer Viertelstunde wurde er von Max Häfner perfekt in Szene gesetzt und lupfte den Ball über den TSV-Keeper ins Tor. Doch nicht nur über Außen schaffte es der TSB-Sturm die gegnerische Abwehr zu überwinden, immer wieder rissen die Angreifer Lücken, die unter anderem von Kreisläufer Jonas Waldenmaier genutzt wurden.
Zur Halbzeit hatte sich die Mannschaft von Michael Hieber einen mehr als komfortablen Vorsprung von zehn Treffern herausgespielt. Mit 19:9 ging es in die Pause. Halbzeitfazit: Die Hieber-Truppe stellte eine stabile Abwehr und ließ wenig zu. Mit einem starken Umschaltspiel wurden im Angriff nahezu alle Bälle verwandelt. „Wir haben in der ersten Hälfte das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben“, sagte Hieber nach dem Spiel.
Nach dem Seitenwechsel kamen die Gäste aus Schmiden wieder ein wenig heran. Doch nach einer kurzen Auszeit stabilisierte sich die Defensive als auch die Offensive wieder und dem Publikum wurde klar, dass die Punkte wohl in Schwäbisch Gmünd bleiben würden. „Wir haben zu Beginn der zweiten Hälfte einige Fehler gemacht. Dann sind wir aber wieder auf zehn Tore weggezogen“, so der Trainer.
Durch den großen Rückstand versuchte der TSV Schmiden durch eine offensive Deckung wieder an die Gmünder heranzukommen. Dies ermöglichte dem TSB aber weiterhin, die Lücken zu finden und leichte Treffer zu erzielen. Aaron Fröhlich brach immer wieder durch und traf nach Belieben.
Beispielhaft auch sein Treffer wenige Minuten vor Schluss, als er sich den vom Torhüter abgewehrten Ball schnappte und dabei gleich zwei Gäste-Verteidiger alt aussehen ließ. Philipp Schwenk tat es ihm gleich, er schloß dabei mit einem schönen Lupfer ab.
Die Uhr zeigte noch eine gute Minute zu spielen an, Max Häfner bekam auf der halblinken Position den Ball, stieg in die Luft und verwandelte einen weiteren Treffer. Nach der Landung aber blieb er am Boden liegen und hielt sich das Knie. So bekam der klare Sieg der Hausherren einen faden Beigeschmack.
Nichtsdestotrotz legte der TSB an diesem Abend sein bis dahin bestes Heimspiel ab – es ist erst der zweite Heimsieg in dieser Saison. „Wir haben das Spiel überragend angenommen, auch wenn in der zweiten Hälfte einige Fehler passiert sind. Wir haben jetzt einen guten Lauf und hoffen, dass es so weiter geht. Wir hatten gute 40 Minuten und es hat heute vieles gepasst“, sagt Hieber nach dem Spiel. „Allerdings fehlt uns jetzt wie dem TSV Schmiden einer unserer elementarsten Spieler.“

So spielten sie:

TSB: Juhnke - Bächle (5), Schamberger, Göth, L. Waldenmaier (1), Waibel, Fröhlich (6), Schwenk (1), F. Häfner (6), M. Häfner (7/3), Leinß (4), J. Waldenmaier (3), J. Häfner (1)

© Gmünder Tagespost 15.11.2015 21:57:56

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