Archiv

Unterstützt von:

Ausgeruht zum Konkurrenten

27.03.2015. „Wenn wir gewinnen, ist der Deckel endgültig drauf.“ Mit dieser Ansage von Trainer Michael Hieber reist der TSB Gmünd zur SG Heidelsheim. Doch die Handballer sind gewarnt: Die Aufgabe wird knifflig. Anpfiff ist am Sonntag um 17 Uhr.

Bester Schütze beim Hinspiel zum 28:27-Erfolg war Aaron Fröhlich (am Ball) mit seinen 12 Treffern für den TSB. Mit einem Sieg im Rückspiel am Sonntag wollen die Gmünder den Klassenerhalt perfekt machen.  (Foto: Laible)

Michael Hieber, der Gmünder Trainer, muss wissen, was in der Liga geschieht. Das ist sein Job als Coach. Doch wenn es um die SG Heidelsheim geht, passt Hieber. Und gibt das auch offen zu. „Wie diese Mannschaft Viertletzter sein kann, ist mir ein Rätsel.“ Denn: „Ich habe sie einige Male gesehen, und Heidelsheim bringt viel mit. Die Abwehr, die Umschaltbewegung, die einzelnen Spieler. Das sieht alles ziemlich gut aus. Es verwirrt mich wirklich, dass die SG erst 17 Punkte geholt hat.“
Am vergangenen Wochenende lieferten die Gastgeber vom Sonntag zusätzliches Futter für Hiebers Verwunderung. „Da reisen sie nach Remshalden, die mit der Empfehlung von drei Siegen in Folge zuhause antreten. Und dann gewinnt Heidelsheim total überzeugend mit 26:20. Ich bin überzeugt davon, dass unser Spiel am Sonntag deutlich schwieriger wird, als manch einer das vielleicht glauben möchte.“

Deckel endgültig drauf
An der Tatsache, dass die SG erst 17 Punkte geholt hat, ändert das jedoch nichts. Der TSB hat sieben Punkte Vorsprung auf den Viertletzten und zudem noch ein Spiel weniger bestritten. Wenige Wochen vor dem Saisonende ist das eine Menge Holz. Weshalb Hieber eine einfache Rechnung aufmacht: „Wenn wir das Spiel am Sonntag gewinnen, ist der Deckel endgültig drauf. Dann haben wir den Klassenerhalt geschafft.“ Und natürlich wolle man sich nicht darauf verlassen, ihn auch ohne weitere Punkte aus den kommenden sechs Spielen zu schaffen: „Wir sind Sportler. Wir geben weiterhin Vollgas, das ist ja überhaupt keine Frage.“
Genau deshalb hat Hieber die spielfreie Woche für die lange Leine genutzt. Er wollte, dass seine Mannschaft endlich noch einmal regenerieren und den Kopf freibekommen konnte und strich daher mehrere Trainingseinheiten: „Die Mannschaft hatte eine Woche frei. Und nun kann sie frisch in die Schlussphase der Saison starten, in die wir ohne großen Druck gehen können. Das ist unglaublich befreiend – und ich hoffe, dass man das auch an der Leistung erkennt.“
Gespielt wird in der Sporthalle beim Hallenbad in Bruchsal – mit vermutlich unveränderter Mannschaft auf Gmünder Seite. Zwar ist Philipp Schwenk ins Training zurückgekehrt, doch das Spiel dürfte für ihn noch zu früh kommen.

TSB Gmünd:
Fabian, Engler – Frey, Göth, Waibel, Tobias, Fröhlich, Sos, F. Häfner, M. Häfner, Waldenmaier, Bächle, Boizesan, Schamberger.

© Gmünder Tagespost 26.03.2015 20:51:35

Zurück