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Am Ende wird es nochmal knapp

29.02.2016. „Wahnsinn“, konstatierte TSB-Trainer Michael Hieber nach dem Spiel seiner Gmünder Handballer gegen die TSG Söflingen. Sein Team zeigte über lange Zeit ein überragendes Spiel und siegte knapp mit 25:24, obwohl es am Ende noch einmal eng wurde.

Jonas Leinß (Nr. 25), Christian Waibel (Hintergrund) und Lukas Waldenmaier (Nr. 9) legten mit einer guten Abwehrleistung den Grundstein zum Sieg.  (Foto: Laible)

Nach dem Spiel waren sich die Handballer des TSB einig: Was zählt ist der Sieg. Über den größten Teil der Partie überzeugte die Hieber-Truppe gegen den Tabellenfünften aus Söflingen, dennoch wurden die zwei Punkte erst 50 Sekunden vor Schluss klar gemacht, als die TSG beim Stande von 25:23 für Gmünd den Ball durch einen schlechten Pass im Aufbauspiel ins Aus beförderte und damit die Niederlage der Gäste besiegelte.
Dabei erwischte der TSB Gmünd nicht unbedingt den besten Start, 0:2 lagen die Hausherren hinten ehe Wolfgang Bächle nach fast sieben Minuten den ersten Treffer für die Gmünder erzielte. Bächle war es auch, der den Ausgleich zum 3:3 nach zehn Minuten erzielte. Anschließend erzielte Kreisläufer Jonas Waldenmaier die erste Führung, welche bis zum Spielende nicht mehr abgegeben werden sollte.
Gegen Ende der ersten Hälfte kam der junge Sven Petersen in die Partie, der nach den beiden Treffern von Max Häfner das Dutzend voll machte und die Führung des TSB auf 12:7 ausbaute. Insgesamt stellten die Gmünder in der ersten Hälfte eine sehr starke Abwehr, einige Treffer der Gäste wurden von der 7-Meter-Linie erzielt. Allerdings parierte TSB-Torhüter Sebastian Fabian einen der vier Strafwürfe und war neben der Abwehr ein weiterer Grund, dass die Gastgeber mit vier Toren Vorsprung in die Pause gingen.
Nach dem Seitenwechsel kamen Jan Häfner und Philipp Schwenk ins Spiel, beide erzielten einen Treffer und sorgten so für einen weiteren Ausbau der Führung. Spielmacher Aaron Fröhlich wurde derweil komplett von der gegnerischen Nummer 4, Patrick Kofler, komplett aus dem Spiel genommen. Dennoch machte Fröhlich den Treffer zum 16:11, nachdem Bächle einen Konter unterband. Und es kam noch besser für den TSB, Jonas Leinß sorgte mit seinem fünften Treffer durch einen Tempogegenstoß für einen Sieben-Tore-Vorsprung, im direkten Gegenzug hielt Torhüter Fabian den zweiten Strafwurf.
In den letzten zehn Minuten des Spiels wurde es dann noch einmal hektisch, erst kassierte Christian Waibel die erste Zeitstrafe, dann wurde das Spiel unterbrochen – ein angeblicher Wechselfehler führte zu einer weiteren Zeitstrafe und damit zu einer doppelten Unterzahl der Gmünder. Die TSG Söflingen wusste dies direkt auszunutzen, die Gäste holten Tor um Tor auf. Bei einer gleichzeitigen Torflaute der Gmünder stand es so drei Minuten vor Schluss nur noch 24:23 und die TSG war auf einen Treffer herangerückt.
Doch der TSB zeigte sich mental stark, nach mehreren torlosen Minuten netzte Fröhlich ein, trotzdem war der Sack noch nicht zu, immer noch waren zwei Minuten zu spielen. Erst 50 Sekunden vor Schluss war dann klar, dass die Gmünder den Sieg in der heimischen Halle behalten würden als die Gäste im Spielaufbau einen Fehlpass produzierten.
„Es gibt Situationen, die mir und meiner Mannschaft neu sind“, sagte Hieber nach der Partie und spielte auf den Wechselfehler an. „Unsere Mannschaft hat über 48 Minuten ein überragendes Spiel gezeigt und war konstant. Das zeigte sich bereits in den letzten Wochen. Ich denke, der Sieg heute war hochverdient. Jetzt atmen wir einmal durch und bereiten uns am Montag auf die nächsten Aufgaben vor. Immerhin brauchen wir noch einen Punkt.“
So spielten sie:

TSB:
Fabian – Bächle (2), Schamberger, L. Waldenmaier, Waibel, Fröhlich (7/2), Petersen (3), Schwenk (2), F. Häfner, M. Häfner (3), Leinß (5), J. Waldenmaier (2), J. Häfner (1)

© Gmünder Tagespost 28.02.2016 22:02:04

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