Unterstützt von:

Baden-Württemberg Oberliga

TSB Schwäbisch Gmünd - Württembergliga 2016/2017 (Foto: Jens Schamberger)

Hintere Reihe von links: Mannschaftsbetreuer Ernst Heidler, Sebastian Göth, Jonas Waldenmaier, Sven Petersen, Manuel Stelzer, Mannschaftsbetruer Wolfgang Schuster, Mannschaftsbetreuer Holger Sohnle.

Mittllere Reihe von links: Abteilungsleiter Sven Kienhöfer, Lukas Waldenmaier, Jonas Leinss, Christian Waibel, Philipp Schwenk, Jan Häfner, Trainer Michael Hieber.

Untere Reihe von links: Max Häfner, Wolfgang Bächle, Sebastian Fabian, Aaron Fröhlich, Fabian Juhnke, Felix Häfner, Johannes Grimm.

Es fehlt: Co-Trainer Andreas Hieber

Foto: Jens Schamberger

Wird es wieder eine wunderschöne Saison?

Die Erste des TSB geht in ihre dritte Spielzeit in der Baden-Württemberg Oberliga – und will den guten Eindruck bestätigen

Vor einem Jahr galt der TSB Gmünd als sicherer Absteiger. Nun starten die Blau-Gelben in ihre dritte Baden-Württemberg Oberliga-Saison – mit einem vierten Platz im Rücken. Mehr geht eigentlich nicht. Doch an Stillstand hat Trainer Michael Hieber kein Interesse. Er führt sein Team ambitioniert in die neue Spielzeit, will aber auch keine falschen Erwartungen wecken.
Stillstand ist Rückschritt. Sagt man. Und das stimmt natürlich auch, erst recht in einer vierten Liga, in der die Konkurrenz ganz sicher nicht schlechter geworden ist. Das heißt jedoch nicht, dass der TSB Gmünd in diesem Jahr mehr erreichen kann, will oder muss als den vierten Platz der Vorsaison. „Das Ergebnis war eine Sensation“, sagt Trainer Michael Hieber. Zur Erinnerung: Vor einem Jahr hatte der Verein große Sorgen. Die Mannschaft musste stark umgebaut werden, viele Beobachter sagten den Abstieg der Gmünder Ballwerfer voraus. Sie irrten sich gewaltig: Der TSB spielte eine sensationelle Saison – und war hinter dem Führungstrio „best of the rest“.  In die Saison 2016/2017 geht der TSB nun mit einem beinahe unveränderten Kader. Patrick Schamberger hat seine Laufbahn beendet, der Rest des Teams bleibt beisammen. Neuzugänge gibt es keine. Michael Hieber sagt offen, dass er sich ein, zwei weitere Alternativen gewünscht hätte. „Nun können wir nur hoffen, dass wir keine Verletzungsprobleme bekommen. Sonst kann es ganz schwierig werden.“

An Stillstand hat er dennoch kein Interesse, die ungemein positive Entwicklung dieser jungen Mannschaft soll weitergehen. In der Vorsaison war der TSB vor allem deshalb so stark, weil nahezu jeder einzelne Spieler noch mehr Leistung als erhofft brachte. Die Bestätigung gab es stellvertretend für das ganze Team für Kapitän und Torhüter Sebastian Fabian, Mittelmann Aaron Fröhlich und Trainer Hieber: Sie alle wurden von der Konkurrenz in die Oberliga-Mannschaft des Jahres gewählt.
Dass die Lernkurve seiner Spieler noch lange nicht abebbt, davon ist Hieber überzeugt: „Wir haben ein solch junges Team, da geht noch viel mehr.“ Hieber will an den Abläufen arbeiten, der Flexibilität in der Defensive, dem Tempo. Er dreht an allen möglichen Stellschrauben, um sein Team Stück für Stück besser zu machen. Neuester Kniff: die neuen Handballregeln, die einen siebten Feldspieler auch ohne Leibchen erlauben – gesehen auch bei den Olympischen Spielen. „Ich muss das nicht gut finden“, sagt Hieber. „Aber wenn es schon so kommt, will ich, dass wir davon profitieren, weil wir die Möglichkeiten beherrschen.“
Die größte Neuerung fand jedoch neben Hieber statt: Sein Bruder Andreas ist neuer Co-Trainer. Er hat sich stark eingebracht, sorgt für frischen Wind, diskutiert auch gerne mit seinem älteren Bruder. „Das tut uns gut, das bringt uns weiter“, sagt Hieber. „Doch natürlich erfinden wir das Rad nicht neu. Man muss nicht alles umstellen, wenn die meisten Dinge schon sehr gut laufen.“

Und so startet der TSB in eine Saison, vor der man wieder nicht weiß, wie stark genau das Team ist. Denn: Der Mangel an Neuzugängen und die dünne Personaldecke könnten zum Bumerang werden. Gleichzeitig soll sich das Team weiterentwickeln und die Punktezahl der Vorsaison bestätigen: „Natürlich müssen wir uns daran messen lassen“, sagt Hieber. Ob mehr möglich ist, wird sich zeigen.
So konzentriert sich der TSB auch auf die neue Saison vorbereitet hat, so entspannend ist auch die Gewissheit, gut genug zu sein für diese Oberliga, die wieder ungemein stark besetzt sein wird. Und mit viel Optimismus und Elan blickt Hieber auf die Möglichkeiten, die in seiner Truppe steckt: „Diese Mannschaft macht Spaß. Das wird man wieder Woche für Woche sehen.“

Das wünscht er sich natürlich auch und vor allem für die Zuschauer in der heimischen Großsporthalle. „Wir wollen, dass das Publikum an uns glaubt – und dass es nach den Spielen zufrieden nach Hause geht, weil unsere Fans erkannt haben, dass wir alles gegeben haben und wir uns weiterentwickeln.“ Für die Unterstützung bedankt er sich im Voraus: „Der Aufschwung hier dauert bald zwei Jahrzehnte an, aber wir haben gemeinsam auch schlechte Zeiten erlebt. Ich wünsche mir in der neuen Runde wieder eine möglichst volle Halle und eine tolle Unterstützung. Und ich kann versprechen, dass die Mannschaft und die Trainer im Gegenzug alles dafür tun, damit sich das Kommen gelohnt hat.“

KARLA KOLUMNA